Telefonieren im Nationalrat verboten!

Nationalratspräsident Stéphane Rossini hat zum Auftakt der Herbstsession mehr Ruhe im Saal angemahnt: «Telefonieren verboten, bilaterale Gespräche nur im Flüsterton», erinnerte der höchste Schweizer und verwies auf die vielen Zuschriften von empörten Tribünenbesuchern wegen des hohen Lärmpegels.

Der hohe Lärmpegel im Saal während den Beratungen sei seit einigen Jahren eine Sorge, betonte Nationalratspräsident Stéphane Rossini zum Auftakt der Herbstsession. Die bisher unternommenen Bemühungen hätten nicht zu einer Verbesserung der Lage geführt.

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Bildlegende: Der Lärmpegel im Nationalratssaal durch Nebenaktivitäten nimmt bisweilen unzumutbare Dimensionen an. Keystone/Archiv

«Zuschriften während der Session und täglich von Bürgerinnen und Bürgern, die den Verhandlungen auf den Tribünen beiwohnten, bezeugen ein Unverständnis und zuweilen auch Empörung», sagte Rossini.

Telefonieren verboten

Das Büro des Nationalrats hat sich deshalb laut Rossini an seiner letzten Sitzung einmal mehr mit der Thematik befasst und beschlossen, gewisse Regeln in Erinnerung zu rufen: Erstens sind Telefongespräche im Saal verboten. Zweitens sind bilaterale Gespräche unter Kollegen im Saal möglich, müssen aber im Flüsterton geführt werden. Drittens sind Diskussionen zwischen mehr als drei Personen ausserhalb des Saals zu führen.

Die Chefs der Fraktionen wollen laut dem Präsidenten die Massnahmen für einen erträglichen Lärmpegel während der Session unterstützen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Auftakt zur Herbstsession

    Aus Tagesschau vom 7.9.2015

    In Bern hat die Herbstsession begonnen, die letzte Session dieser Legislatur. Dabei gilt es für die Parlamentarier, sich für eine Wiederwahl im Oktober zu empfehlen. Einschätzungen von SRF-Bundeshausredaktor Hanspeter Trütsch.