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Die Suche nach dem Supercomputer
Aus Tagesschau vom 24.10.2019.
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Sogenannter Quantencomputer Startschuss für die Zukunft des Computers

Google-Forscher verkünden einen Durchbruch: Bisherige Supercomputer sollen bald in den Schatten gestellt werden.

Immer kleiner und schneller – in der Geschichte des Computers gibt es viele Meilensteine. Heute hat nur schon ein Mobiltelefon die millionenfache Rechenleistung des Bordcomputers der Apollo-Raumkapsel, mit welcher Neil Armstrong vor 50 Jahre zum Mond gereist ist. Ein weiterer Meilenstein könnte nun das sein, was Google vor zwei Wochen angekündigt und heute im Wissenschaftsmagazin «Nature» veröffentlicht hat: der Quantencomputer.

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Sundar Pichai, Google-Chef: «Eine Berechnung dauert nur noch Sekunden statt tausende Jahre»
Aus News-Clip vom 24.10.2019.
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Google illustriert die Überlegenheit seines Superrechners mit beeindruckenden Zahlen. Google-Chef Sundar Pichai erklärt: «Er kann eine Aufgabe in Sekunden lösen, für die die schnellsten Supercomputer Tausende Jahre brauchen würden.» Möglich sei dieser gewaltige Unterschied aufgrund einer neuartigen Funktionsweise: Alle bis heute üblichen Computer funktionieren mit Bits, die nur zwei Werte kennen: 0 oder 1. Demgegenüber arbeitet ein Quantenprozessor mit sogenannten Qubits, die viele verschiedene Werte annehmen können.

«Noch kein wissenschaftlicher Durchbruch»

Auch wenn im Moment nach Googles Ankündigung die Wogen hoch gehen – der Physiker Daniel Loss von der Universität Basel relativiert. Auf Anfrage schreibt er: «Es ist ein interessanter technologischer Fortschritt, aber noch kein wissenschaftlicher Durchbruch.» Er verweist insbesondere auf die Kritik des Konkurrenten IBM. Der Computerhersteller zweifelt in einem Blogbeitrag vom Montag die Überlegenheit von Googles Superrechner an: Ein klassischer Computer brauche für dieselbe Aufgabe nicht Tausende von Jahren, sondern lediglich zweieinhalb Tage.

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Thomas Häusler, Wissenschaftsredaktor SRF: «Bei der Analyse von Molekülen könnte man etwa Fortschritte machen»
Aus News-Clip vom 24.10.2019.
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Bei allen Einwänden sind sich die Wissenschaftler einig: Der Quantencomputer wird kommen. Auch SRF-Wissenschaftsredaktor Thomas Häusler sagt: «Es besteht die Hoffnung, dass man mit Quantencomputern Probleme lösen kann, die für normale Computer immer noch zu komplex sind.» Als Beispiel nennt Häusler den Bereich der Arzneimittelforschung. Weiter könnten solche Quantencomputer in Zukunft ermöglichen, komplizierte Klimamodelle aufzustellen. Gut möglich also, dass Googles Ankündigung den Startschuss in eine goldene Quantenzukunft markiert.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Stalder  (Patrick Stalder)
    Ich kenne mich in diesem Bereich nicht aus. Aber ich zitiere hier einfach meinen Quantenphysik Lehrer aus dem Physik-Studium. Er wird wohl wissen, von was er redet.

    Zuerst einmal soll Google IBM kritisiert haben, weil IBM zu viel versprochen hat. Irgendwie hat IBM dann gesagt Google hat sich bei einer Studie geirrt.
    Ausserdem ist das Problem bei diesen QC, dass sie zu oft Fehler machen. Irgendwie 1 Mal von 100.

    Ich leite hier nur Gehörtes weiter. Entscheiden Sie selber, was stimmt ;)
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Das hört man natürlich nicht gern wenn einer sagt die Jungen können schnelle reden und denken es fehlt aber die Tiefe. Aber wie um alles in der Welt wollen wir die Höhe des Meerespiegel messen. Das ist schlicht unmöglich. Die Erde ist keine Eisenkugel und rund. Sie gleicht eher einer Kartoffel in der Form die sich nach Tsunamis bis zu einem Meter in der Höhe verschiebt. Der Nil, Amazonas und der Ganges verschieben die Flusshöhe um 10 Meter, es herrscht ständig Ebbe und Flut Rechnen nützt nichts
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Es gibt etwas das mir bei den Jungen aufgefallen ist. Sie können schnell reden und denken. Wie gerade hier. Sie können aber nicht unbedingt klar und sauber denken und nur so kommt man in eine gewisse Tiefe. Ein Quantenkomputer ist nur schneller, etwa so wie ein Schachbrett und die Reisverdoppelung pro Feld. Doch Solange die Fragen nicht klarer sind kommt am Ende auch nichts Tiefes raus. Die Fragen aller Fragen ist doch nicht jene nach dem Leben, dem Universum und dem Rest. Das ist zu schwammig.
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