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VBS-Spitzensportförderung macht sich bezahlt
Aus HeuteMorgen vom 09.08.2021.
abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
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Sportförderung der Armee Armee-Athleten punkteten an Olympia besonders

Die langjährige Spitzensportförderung durch das VBS hat sich in Tokio ausbezahlt. Nun soll sie ausgebaut werden.

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio waren für die Schweiz äusserst positiv. Mit 13 gewonnenen Medaillen war sie so erfolgreich wie seit den Sommerspielen 1952 nicht mehr. Dieser Erfolg ist auch das Resultat einer grösseren Förderung des Spitzensports durch den Bund, unter anderem mit Fördergeldern der Schweizer Armee.

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Alle 13 Schweizer Medaillen bei den Olympischen Spielen
Aus Tokyo 2020 Clips vom 08.08.2021.
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So geht mehr als die Hälfte der Schweizer Medaillen auf das Konto von Athletinnen und Athleten, die von der Armee unterstützt werden. Die Schützin Nina Christen, die Mountainbikerin Linda Indergand und der Schwimmer Jérémy Desplanches sind gar fix beim Militär angestellt. Dort erhalten sie einen Monatslohn von rund zweieinhalbtausend Franken.

Armee unterstützt Spitzensportler mit 30 Millionen Franken

Ein grosser Teil der Schweizer Olympia-Teilnehmenden hat die Spitzensport-Rekrutenschule absolviert und kann jährlich gegen 130 WK-Tage für Trainings und Wettkämpfe nützen. Zusätzlich dazu unterstützt die Armee dieses Förderungsprogramm mit rund 30 Millionen Franken.

Trotz der vielen Olympia-Medaillen sähen manche dieses Geld lieber im Breiten- oder Nachwuchssport. Bundesrätin Viola Amherd verteidigte die Spitzensportförderung kürzlich an einer Medienkonferenz. Leistungssport ohne Breitensport sei nicht möglich, räumte sie ein. Irgendwo müsse ja das Reservoir dieser Talente herkommen.

Der Breitensport braucht Vorbilder.
Autor: Viola Amherd Bundesrätin und Vorsteherin VBS

«Umgekehrt braucht der Breitensport auch gewisse Vorbilder», so Amherd. Deshalb sei es wichtig, dass man beide Bereiche fördere, wie in der Schweiz üblich.

An der Konferenz nahm die VBS-Vorsteherin auch Stellung zu einer neuen Studie zur Lage des Leistungssports in der Schweiz. Diese zeigte, dass sich die Bedingungen, Leistungssport zu betreiben in den letzten Jahren hierzulande deutlich verbessert haben. Nicht nur die finanzielle Situation von Athletinnen und Trainern hat sich positiv verändert, sondern auch die Infrastruktur.

 Unterstützung soll ausgebaut werden

Nun will die Armee ihre Unterstützung weiter ausbauen. In Zukunft sollen doppelt so viele Athletinnen und Athleten jährlich die Spitzensport-RS absolvieren, nämlich 140.

Video
Aus dem Archiv: Spitzensport-RS hilft jungen Athleten
Aus sportlounge vom 12.12.2016.
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Zwar kann man Olympia-Medaillen nicht kaufen. Doch mindestens bei den Olympischen Spielen in Tokio haben sich die besseren Voraussetzungen bezahlt gemacht.

HeuteMorgen, 09.08.2021, 06:00 Uhr

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53 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Schwyzer  (Michael Schwyzer)
    Wann genau und warum haben wir entschieden, dass Sportler°innen eine Sonderbehandlung (versüsste Dienstpflicht und staatliche Unterstützungsgelder) bekommen sollen?

    Nur weil eine Minderheit Spass daran hat, wenn ihre nationalistischen Gefühle auf Kosten der Allgemeinheit gefördert werden? Da sollten diejenigen Parteien, die (angeblich) für einen sparsamen Staat und eine v. a. militärfokussierte Sicherheitspolitik einstehen, 'mal den Rotstift ansetzen... *blickt zur Mitte und nach Rechts*
    1. Antwort von Martin Keller  (netix)
      @M. Schwyzer:
      Sie und ich haben das sicher nicht entschieden. Wenn Sie über jede Kleinigkeit abstimmen wollten, müssen Sie sich als Parlamentarier wählen lassen. Andernfalls hätten wir jede Woche ein Dutzend Abstimmungen oder mehr.

      Und beim Spitzensport wollen Sie jetzt ein bisschen einsparen? Das ist leider sehr kurzsichtig. Langfristig haben Sie durch die Reduktion dafür höhere Gesundheitskosten, und die sind dann schnell um ein Vielfaches höher. Also bitte nochmals drüber nachdenken.
  • Kommentar von Peter Weierstrass  (PWeierstrass)
    Immerhin: Früher mussten Spitzensportler darum betteln, Dienst-untauglich zu sein. Damit sie anstelle 17 Wochen im Dreck zu robben und den Krieg zu üben eben ihre sportliche Karriere vorantreiben konnten. So ist etwa Roger Federer wegen "Rückenbeschwerden" dienstuntauglich.
  • Kommentar von Peter Weierstrass  (PWeierstrass)
    In welchen Gefechtssituationen benötigt man eine Truppe, die lediglich drei Wochen lang militärisch ausgebildet wurde, und aus Skispringern, Tischtennis-Spielern und 400-Meter-Läufern besteht?

    "Hey, aufhören mit den Handgranaten! Mein empfindliches Gehör! Wir klären diese Konflikt mit einem Match auf fünf Sätzen..."