- Beim Illnauer Weiler Luckhausen ZH hat es am Nachmittag einen lauten Knall gegeben, der in der ganzen Region hörbar war.
- Laut der Kantonspolizei Zürich ereignete sich die Explosion in der Versuchs- und Schulungsanlage Tätsch.
- Demnach wurden zwei Personen verletzt. Die Druckwelle der Explosion war kilometerweit zu spüren.
Kurz nach 13 Uhr begann eine private Sprengfirma auf dem Gelände der Versuchs- und Schulungsanlage Tätsch mit dem Vernichten von mehreren Hundert Kilogramm Sprengmittel. Das Gelände dient der Erprobung von Sprengtechnik und der Durchführung von Brandschutzübungen. Die Sprengmittel, die eigentlich hätten abbrennen sollen, explodierten.
Dadurch entstand vor Ort ein Krater mit mehreren Metern Durchmesser. Die Druckwelle führte zu grösseren Schäden bei mehreren Gebäuden und Unterständen auf dem Gelände. Bei den Verletzten handelte es sich um zwei Mitarbeiter der betroffenen Firma. Sie wurden vor Ort medizinisch betreut.
An umliegenden Gebäuden im Weiler Luckhausen und im nahen Illnau-Effretikon gab es Sachschäden. Laut Augenzeugen und ersten Bildern sind Fensterscheiben zerborsten und wurden Dächer eingedrückt. Der Erdbebendienst registrierte den lauten Knall um 13:07 Uhr als Explosion.
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Bild 1 von 6. Bei den umliegenden Gebäuden verursachte die Druckwelle grössere Schäden ... Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 6. ... etwa geborstene Fensterscheiben. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 6. Die beiden Mitarbeiter der betroffenen Firma wurden leicht verletzt und vor Ort medizinisch betreut. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 6. Die genaue Unfallursache wird durch die Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich untersucht. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 6. Zum jetzigen Zeitpunkt könne das Schadensausmass noch nicht beziffert werden, schreibt die Kantonspolizei Zürich. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 6. Die Schäden sind deutlich sichtbar. Bildquelle: SRF.
Für die Bevölkerung bestand gemäss Polizei keine Gefahr. Aus der Region seien aber bereits diverse Sachschäden gemeldet worden. Die Polizei bittet um die Meldung von Sach- und Gebäudeschäden unter der Telefonnummer 058 648 48 48.
Leserreporter berichteten gegenüber Onlinemedien von einer riesigen Rauchsäule, die weitherum zu sehen war.
Die genaue Ursache für den Unfall wird durch die Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich untersucht. Für die Spurensicherung standen neben der Kantonspolizei Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich im Einsatz, wie die Kantonspolizei weiter mitteilte.
Zur weiteren Unterstützung befanden sich der Rettungsdienst Regio 144, die Stadtpolizeien von Illnau-Effretikon und Uster sowie die Kommunalpolizei Region Pfäffikon, ein GVZ-Inspektor, ein Baustatiker, der Unterhaltsbetrieb der Stadt Illnau-Effretikon und das örtliche Elektrizitätswerk vor Ort.