Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz SRF-Korrespondent: «Chodorkowski hat keine Aggressionen gezeigt»

SRF-Korrespondent Peter Gysling hat Michail Chodorkowski auf seiner Reise in die Schweiz begleitet. Seine Eindrücke des russischen Kreml-Kritikers sind durchwegs positiv.

Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondent Peter Gysling abspielen. Laufzeit 01:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 05.01.2014.

Wie haben Sie Michail Chodorkowski erlebt?

Peter Gysling: Chodorkowski war ausserordentlich zugänglich, freundlich und besonnen. Er hat auch überhaupt keine Aggressionen gezeigt, als ich ihn beispielsweise auf die schwierigen zehn Jahre im Arbeitslager angesprochen habe.

Gysling interviewt Chodorkowski.
Legende: Gysling: «Chodorkowski war ausserordentlich freundlich.» SRF

Er will sich für die politischen Gefangenen engagieren, aber von einem Comeback in die Politik ist keine Rede. Das dementiert er. Was halten Sie davon?

Chodorkowski wird in nächster Zeit die neu entstandene russische Zivilgesellschaft ideell und vielleicht auch finanziell aus dem Ausland unterstützen. Aber er selbst wird in der Politik in Russland kaum mitmischen.

Vor seiner Gefangenschaft war er einer der grössten Kritiker von Wladimir Putin. Nun tönt er recht moderat. Warum?

Ich gehe davon aus, dass es eine Absprache gibt mit Putin, wonach er in nächster Zeit gar nicht nach Russland zurückkehren kann. Und es gibt noch einen anderen Grund: Ich denke, wenn sich Chodorkowski als ehemaliger Oligarch beispielsweise für das Amt des russischen Staatspräsidenten bewerben würde, dann hätte er einen schweren Stand. In der russischen Bevölkerung sind die Ex-Oligarchen nicht ausserordentlich beliebt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marie-Luise Reck, Turbenthal
    War schon mal jemand 10 Jahre in einem Russischen Gefänginis nach dem er Putin und seinem Anhang offiziell Korruption vorgeworfen hat ? Nein, also aber die Medien hoffen doch schon sehnsüchtig auf einen Rachefeldzug. Und warum hätte er ausgerechten Hr. Gysling sagen sollen was er wirklich fühlt und denkt nur weil er sich auskennt in Russland. Aber eines muss ich sagen die Dokumentationen von Hr.Gysling seh ich gern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von René Wagner, Möriken
    Dä Chodor isch so nätt gsi! Klar reagierte der Oligarch Chodor bei den harmlosen Fragen von PG nett. Er kann jetzt in Ruhe und von Journis unbehelligt, in der Schweiz nachschauen, ob "seine" Milliarden, die dem russischen Volk gehören, noch vorhanden sind. Chodor hat wahrscheinlich in den langen Jahren seiner Haft mitbekommen, dass die Schweizer Banker nicht mehr die Zuverlässigsten sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Moser, Interlaken
    Ich kenne weder Chodorkowsky persönlich noch seinen Werdegang zum Milliardär im Detail! Gut möglich, dass nicht alles korrekt gelaufen ist. Bedenklich finde ich aber die pauschale Verurteilung eines Milliardärs - wer Milliardär ist, gilt heute in gewissen Kreisen einfach zwangsläufig als Verbrecher.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M. Haener, Büsserach
      @A. Moser: Versuchen sie das Geldsystem zu verstehen und sie werden früher oder später die Perversion sehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von A. Moser, Interlaken
      @Haener: Danke für den Hinweis - aber ich kenne das Geldsystem sehr gut und habe für mich persönlich längst einen Teil meines "Vermögens" ausserhalb des desolaten Geldsystems parkiert...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen