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Maskenpflicht an Schulen
Aus Tagesschau vom 13.07.2020.
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SRF-User zur Maskenpflicht «Kommt sowas in der Schule meiner Kinder, bleiben sie zu Hause»

Der Kanton Luzern hat als erster Kanton eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Berufsfachschulen beschlossen. Sie gilt ab dem kommenden Schuljahr. Auch in den Schulen des Kantons Jura sollen bald Masken getragen werden. Diese Entscheide haben bei SRF-Usern grosses Echo ausgelöst.

An einer nicht repräsentativen Umfrage im News-Artikel haben sich bis am Dienstagmorgen knapp 6000 Personen beteiligt. Nur ein Drittel davon befürwortet die Maskenpflicht in der Schule. In den Kommentarspalten auf der Website und in den sozialen Medien wird ausgiebig über die Massnahme diskutiert. Insgesamt hat die Meldung mehr als 600 Kommentare generiert.

Viele Kommentierende verstehen den Schritt des Kantons Luzern nicht. Stellvertretend für viele verweist Facebook-Nutzerin Sandra Walser auf Kopfschmerzen, die das Tragen von Masken mit sich bringe. «Das soll man Jugendlichen nicht antun», schlussfolgert sie. Mit ihrem Kommentar löst sie eine hitzige Diskussion aus.

SRF-Userin Nicole Humm droht gar: «Wenn so etwas in der Schule meiner Kinder kommt, bleiben sie zu Hause, bis dieser Irrsinn vorbei ist.» Das Leben sei generell eine Gefahr. Damit müsse man leben, sagt sie. Nico Stäger verweist auf die Eigenverantwortung: Wer sich schützen wolle, dem stehe es frei, eine FFP2-Maske anzuziehen.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die zu viel gekauften Masken an den Mann respektive Frau gebracht werden müssen.
Autor: Ferdi MiglioriniKommentar auf Facebook

Bei vielen hallen auch die Aussagen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zu Beginn der Pandemie nach, wonach Masken die Verbreitung des Coronavirus kaum stoppen würden. Darauf verweist etwa Ferdi Migliorini auf Facebook. Er schreibt weiter: «Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die zu viel gekauften Masken an den Mann respektive Frau gebracht werden müssen.»

Kritisch wird auch gesehen, dass die Schülerinnen und Schüler die Masken selbst auftreiben und bezahlen müssen, die Lehrer hingegen die Masken zur Verfügung gestellt bekommen.

Am besten wäre eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum – überall dort, wo man mit Fremden in Kontakt kommt.
Autor: @selviekhawajaKommentar auf Instagram

Es gibt jedoch auch Befürworter der Maskenpflicht. Jan Anton-Sommer schreibt auf Facebook: «Ich arbeite in der Pflege und trage seit Februar den Nasen-Mundschutz. Er stört mich nicht und ich lebe trotzdem. So what?» Moreno Lombardi weist ebenfalls darauf hin, dass die Masken das kleinere Übel seien als ein zweiter Lockdown.

Auch Betroffene sind geteilter Meinung

SRF-User Beat Reuteler ist überzeugt, dass das Maskentragen schnell zur Normalität werden wird. Und Instagram-Userin @selviekhawaja findet sogar, dass die Maskenpflicht an Schulen zu wenig weit gehe. «Am besten wäre eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum – überall dort, wo man mit Fremden in Kontakt kommt. So würden Infektionsherde wirklich vermieden.»

Auch die befragten Schüler der Kantonsschule Sursee, die von der Maskenpflicht betroffen sind, sind übrigens geteilter Meinung. Dort reicht das Spektrum von «kein Problem» bis «psychisch ein wenig belastend».

Tagesschau, 13.07.2020, 19:30 Uhr;

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178 Kommentare

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  • Kommentar von Frank Zurbriggen  (Arbeitnehmer)
    Also ich schaffe seit Wochen mit Maske Im Gesundheitswesen 8-10 Stunden am Tag und hab seitdem jeden Abend Kopfschmerzen, konzentrationsprobleme, massive Müdigkeit, Atemnot und Kreislaufprobleme. Mir kann keiner verkaufen das das nicht Gesundheitheitsschädigend ist ! Frage was ist besser Corona oder langzeitschäden täglich Kopfschmerzen usw......
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Fakt ist, dass das COVID-19 weltweit weiter aktiv und unkontrollierbar ist. Fakt ist auch, dass es in den Ländern zu einer Beruhigung, zu einem massiven Rückgang der Ansteckungen kam, wo klare Massnahmen angeordnet und von der Bevölkerung einsichtigerweise umgesetzt, eingehalten wurden, weiterhin werden.
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    1. Antwort von roland huegli  (Roland Hügli)
      Fakt ist auch, dass durch die Massnahmen Jobs verloren gehen, Leute verhungern, Kinder zuhause misshandelt werden und das alles wegen eines Virus welcher gemäss führendem Epidemiologe Prof. Ioannidis von Standford Universität eine vergleichbare Todesrate wie eine starke Grippe hat. Das was neu ist ist, dass man so genau hinschaut, viel Testet und die Medien nicht ausgewogen darüber berichten.
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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Es geht immer um mehrheitsfähige Güterabwägung.
    Man kann und soll die "Risiken" der Maske nicht isoliert betrachten, sondern immer nur im Hinblick auf die "Risiken" keine zu tragen.
    Wenn man belegen können, dass man eher an der Maske stirbt, als an Corona, geht der Punkt natürlich an die Maskengegner.
    Aber eben - bis jetzt fehlt mir nur schon die diesbezügliche, reife und unvoreingenommene sinnvolle und zielführende Diskussion.
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    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Da bin ich einmal ganz Ihrer Meinung. Aber da es ums Sterben geht und wir uns nach wie vor in Schockstarre befinden, wird höchstwahrscheinlich keine solche Diskussion stattfinden. Übrigens möchte ich die Gelegenheit nutzen und Sie wie versprochen darauf hinweisen, dass die Infektionszahlen in der Schweiz nicht wieder exponentiell gestiegen sind. Soll auch für die nächsten Wochen gelten, wobei man eigentlich nur weltweit schauen muss, wie wenig steil die Kurven im Verhältnis ausgefallen sind.
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