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Die Staatsanwalt schliesst Verfahren zu den Osterkrawallen 2021 ab
Aus Nachrichten vom 08.02.2022.
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St. Galler Krawallnächte 2021 Geldstrafen und Bussen in 58 Fällen nach Jugendkrawallen

  • Nach den Osterkrawallen in der Stadt St. Gallen im letzten Jahr hat die Staatsanwaltschaft gegen rund 60 Personen Strafbefehle erlassen.
  • Zumeist wegen Sachbeschädigung und Landfriedensbruch, wie sie mitteilt.
  • Die betroffenen Personen erhielten Geldstrafen und Bussen.

Rund um Ostern war es in St. Gallen zu massiven Ausschreitungen gekommen. Mehrere hundert – zumeist jugendliche Personen – versammelten sich, randalierten und warfen Steine, Flaschen, Pyros und ein Molotow-Cocktail auf Polizisten. An beiden Krawalltagen entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.

Geldstrafen und Bussen

Ein Grossteil der über 100 Verfahren, die nach den Krawallen eingeleitet wurden, sind nun abgeschlossen. In 58 Strafbefehlen wurden hauptsächlich Delikte wie Sachbeschädigung, Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Missachten polizeilicher Anordnungen abgehandelt und mit Geldstrafen sowie Bussen bestraft, teilt die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen mit.

Zwei Strafbefehle wurden aufgrund von Einsprachen an das zuständige Gericht überwiesen. Dabei ging es um Widerhandlungen gegen das Kantonale Übertretungsstrafgesetz – um das Missachten einer polizeilichen Anordnung und mehrfachen Verstoss gegen eine polizeiliche Fernhaltung.

Unter den über 100 Personen, die zur Anzeige gebracht wurden, befanden sich 31 Minderjährige, welche sich vor der Jugendanwaltschaft zu verantworten hatten oder haben.

Die Jugend ging auf die Strasse

Angefangen hatte alles eine Woche vor Ostern mit einer illegalen Party von 100 Personen auf den «Drei Weieren» oberhalb der Stadt St. Gallen. Die Party wurde zwar friedlich aufgelöst. Die Situation eskalierte aber später auf dem Roten Platz im Stadtzentrum, wo sich rund 200 Personen versammelt hatten.

Es galt damals wegen der Corona-Pandemie ein Versammlungsverbot mit Abstandsregeln. Vordergründig waren es diese vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen, welche zum Widerstand führten. Die jungen Menschen fühlten sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeengt.

Krawalle und Wegweisungen

In der Menschenansammlung waren aber offenbar auch Jugendliche und junge Erwachsene, die einfach Dampf ablassen, Unruhe stiften und sich mit dem ausgerückten Polizeigrossaufgebot anlegen wollten. Als die Einsatzkräfte den roten Platz räumen wollten, zog in der ersten Krawallnacht ein gewalttätiger Mob von rund 80 Personen vom Bahnhof in Richtung Stadtzentrum und verwüstete Schaufenster und Mobiliar. Es entstand ein Sachschaden von 100'000 Franken, die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas ein.

An Karfreitag folgten hunderte junge Menschen einem zweiten Aufruf in den Sozialen Medien. Es kam erneut zu Ausschreitungen. Einsatzkräfte der Polizei wurden mit Flaschen, Steinen, Pyros und einem Molotow-Cocktail beworfen. Auffällig viele schaulustige junge Menschen mischten sich unter die Menge. Die Bilanz: mehrere zehntausend Franken Sachschaden, zwei verletzte Personen.

Am Ostersonntag griff die Polizei nach einem dritten Aufruf mit rigorosen Kontrollen am Hauptbahnhof durch und wies 650 Personen weg.

Nicht alle Täterinnen und Täter bekannt

Von den über 100 Verfahren wurde in über 40 Fällen das Verfahren sistiert – wegen unbekannter Täterschaft. Sieben Verfahren sind laut Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen noch pendent. Damit ist ein Grossteil der staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen abgeschlossen.

SRF 4 News, 08.02.2022, 10:00 Uhr;

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