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Migros hat Umsatz und Gewinn trotz Coronavirus gesteigert
Aus Tagesschau vom 29.03.2022.
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Steigende Preise Wofür wir mehr bezahlen – und wofür weniger

Der Krieg in der Ukraine treibt die Preise für Benzin, Öl und Gas in die Höhe. Das schlägt sich auch in den Preisen für andere Konsumgüter nieder. Bei der Migros rechnet man vorerst zwar nicht mit massiven Preisaufschlägen. Allerdings werde man mittelfristig eine Anpassung der Preise nach oben nicht verhindern können, sagte Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen bei der Präsentation der aktuellen Unternehmenszahlen. Dennoch zeichnen sich in verschiedenen Bereichen bereits Preisverschiebungen ab – und zwar nicht nur bei der Migros. Eine Übersicht.

Was ist jüngst teurer geworden? In den vergangenen Monaten sind vor allem fossile Produkte teurer geworden; namentlich Gas, Benzin, Diesel und Heizöl. Die Preise für Erdölprodukte sind im Februar 2022 im Vergleich zum Vormonat um 6.1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt der Anstieg gar 27.2 Prozent.

Auch Kleider und Schuhe kosten seit Anfang Jahr im Durchschnitt leicht mehr: Im Februar sind die Preise um 3.3 Prozent gestiegen verglichen mit dem Januar.

Migros schreibt erneut Gewinn

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«Wir sind seit letztem Herbst mit steigenden Energie- und Rohstoffkosten konfrontiert», sagte Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen in einem Interview mit AWP-Video. Der Krieg in der Ukraine habe die Situation noch verschärft. Es sei derzeit sehr schwierig, Prognosen zu Preiserhöhungen in den Läden zu machen, weil die Abhängigkeiten weltweit so gross seien. «Wir analysieren Produkt für Produkt, was das bedeutet», sagte der Migros-Chef.

Die Migros ist hat 2021 auf bereinigter Basis einen Fünftel mehr verdient und ist zum vierten Jahr in Folge profitabler geworden. Unter dem Strich resultierte ein um 20.4 Prozent höherer Reingewinn von 668 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte um 11.4 Prozent auf 800 Millionen Franken. Laut der Mitteilung konnte das Unternehmen seine Profitabilität somit bereits zum vierten Mal hintereinander steigern. Dies sei gelungen, obwohl wichtige Geschäftsfelder wie Reisen, Gastronomie und das Freizeitgeschäft erneut Rückschläge erlitten hätten.

Kosten auch Lebensmittel mehr? Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosten im Februar nur unwesentlich mehr als im Januar: Der Aufschlag beträgt +0.2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Preise sogar um 1.1 Prozent gesunken. Die Angaben basieren stets auf Durchschnittswerten für alle Lebensmittel. Das heisst, einzelne Produkte wie etwa Kaffee oder Pasta können im Ladenregal durchaus mehr kosten als vor einigen Monaten. Andere Nahrungsmittel wiederum sind im selben Zeitraum aber auch billiger geworden, zum Beispiel Früchte oder Rindfleisch.

Wie hängen steigende Preise und die Teuerung zusammen? Die Teuerung – oder auch Inflation genannt – wird monatlich aufgrund eines Warenkorbs berechnet. Dieser Warenkorb umfasst zahlreiche Kategorien: Nahrungsmittel, Getränke, Bekleidung und Schuhe, Wohnen und Energie, Gesundheitspflege, Verkehr, Freizeit und Kultur, Restaurants und so weiter. Von Teuerung spricht man dann, wenn die Preise auf breiter Front steigen und nicht nur in einer Kategorie. Aus Sicht der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist die Teuerung in der Schweiz vor allem auf den Anstieg bei den Erdölprodukten und auf Waren, die von Lieferengpässen betroffen sind, zurückzuführen.

Wie hoch ist die Teuerung in der Schweiz? Die Teuerung in der Schweiz beträgt per Ende Februar 2.2 Prozent. Im Ausland ist sie zum Teil sehr viel höher: In der EU bei 5.8 Prozent, in den USA bei 7.9 Prozent und in Grossbritannien bei 6.2 Prozent. Im weiteren Jahresverlauf rechnet die SNB mit einer Teuerung in der Schweiz von 2.1 Prozent, wie sie vor wenigen Tagen bekannt gegeben hat.

SRF4 News, 29.3.2022, 12 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, vielen Dank für Ihre Kommentare. Wir wünschen eine gute Nacht. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Eine Teuerung ist nicht nur schlecht. Im internationalen Vergleich sind wir monetär zumeist privilegiert bis verwöhnt. Vielleicht schätzen wir das Einzelne, das wir kaufen, wieder bewusster und üben uns wieder mehr in Demut=weniger ist mehr.
  • Kommentar von Lukas Schmid  (Traugott)
    Ich denke die Preise steige bei Gewissen Produkten wegen der Coronapandemie. Vorallem elektronische Güter sind davon betroffen, da China und Taiwan Lockdowns verordnet haben und die Werke längere Zeit still gelegt wurden. Dies führte zu einer verknappung. Bei Holz sehe ich es eher so das Gewiss Rohstoffe entlich sind und halt langsam knapper werden.
    Bei Lebensmittel gibt es auch eine verknappung nur die Schweiz ist reich und kann sie sich immernoch beschaffen, auf kosten der Lieferländer.