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Die Corona-Zeit wirkt sich auf die Steuern aus
Aus Espresso vom 27.05.2020.
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Steuererklärung 2020 Die Coronazeit wirkt sich auf die Steuern aus

Im Homeoffice fallen kaum Berufsauslagen an. Das muss in der nächsten Steuererklärung deklariert werden.

Berufsauslagen können in der Steuererklärung grundsätzlich abgezogen werden. Es sind die Mehrkosten, die man hat, wenn man zur Arbeit geht. Entfallen diese, dürfen sie folglich auch nicht abgezogen werden. «Der Arbeitgeber muss im Lohnausweis auf die Zeit im Homeoffice oder allfällige Kurzarbeit hinweisen», sagt Michelle Birri, Inhaberin des Beratungsunternehmens Belle Tax in Wallisellen.

Belege sammeln und einreichen

«Die auswärtige Verpflegung über Mittag fällt beim Homeoffice weg», so Birri. Deshalb dürfe man solche Ausgaben in der nächsten Steuererklärung nicht geltend machen. Gleiches gilt für das Abonnement im Öffentlichen Verkehr. Allerdings: Man hatte während des Lockdowns zwar keinen Arbeitsweg, aber die Auslagen für das Abo unter Umständen eben doch. Michelle Birri rät deshalb: «Ich würde generell empfehlen, die Belege der Berufsauslagen 2020 aufzubewahren und der Steuererklärung beizulegen; besonders beim Jahresabo.»

Auch die Kurzarbeit muss entsprechend berücksichtigt werden. Für die Tage ohne Arbeit müssen die Berufsauslagen entsprechend dem Prozentsatz der Kurzarbeit gekürzt werden.

Abzug für das Arbeitszimmer

Im Homeoffice mussten sich viele Arbeitnehmer zu Hause neu organisieren. Der Esstisch wurde kurzerhand zum Bürotisch umfunktioniert. Bis ein Arbeitszimmer aber von den Steuern abgezogen werden kann, brauche es etwas mehr, so Michelle Birri.

Aufgrund der Berufsauslagenpauschale lohne es sich kaum, für die meist doch relativ kurze Zeit im Homeoffice ein Arbeitszimmer geltend zu machen. «Wenn man einen Arbeitszimmer-Abzug machen möchte, macht das nur Sinn, wenn dieser Abzug die Pauschale überschreitet.» Andererseits müsse nachgewiesen werden, dass ein Arbeitszimmer ausschliesslich zu diesem Zweck genutzt werde. Ein Laptop am Esstisch gilt also noch nicht als Arbeitszimmer.

Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus:

Espresso, 27.05.20, 08:13 Uhr

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zyler  (Peter Zyler)
    Ja super. Da wird geklotzt, wenn es um die Unterstützung von überdimensionierten Fluggesellschaften geht. Geht es aber um Klecker-Beträge für nicht mehr vorhandene auswärtige Verpflegung, dann wird man plötzlich kleinlich.
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  • Kommentar von Stefan von Känel  (Trottel der feinen Gesellschaft)
    Werte Wirtschafts-Redaktion von SRF, wäre es möglich zum Thema Steuern und Verschuldung mal die Ökonomen hinter der Plattform "Makroskop" zu befragen? Paul Steinhardt und Heiner Flassbeck haben einige sehr spannende Ansätze zum Thema "Schuldenstaat vs. Steuerstaat" beizutragen, brandaktuell in der laufenden Krise. Ein Streitgespräch zwischen Ökonomen mit entsprechenden Qualifikationen wäre grossartig.
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Stefan von Känel Besten Dank für Ihren interessanten Vorschlag. Wir haben diesen an unsere Fachredaktion Wirtschaft weitergeleitet.
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  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Darum müssen sich zum Glück unsere Parlamentarier nicht sorgen ihre Spesen sind pauschal und üpig genug das gut etwas übrig bleibt ende Monat, steuerfrei. Der Kleine muss aber jeden Franken am liebsten 2X versteuern.
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