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Strassenverkehr Bundesrat will keinen Mindestabstand zwischen Autos und Velos

  • Der Bundesrat fordert von Auto- und Lastwagenfahrern Rücksicht beim Überholen von Velofahrern.
  • Einen seitlichen Mindestabstand will er aber nicht vorschreiben.

Die Rechtsprechung lege sich nicht auf einen konkreten Mindestabstand fest, schreibt der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von SP-Nationalrat Matthias Aebischer (BE). Zudem sei es schwierig zu kontrollieren, ob der Abstand auch eingehalten werde.

Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die markierten Mindestbreiten von Radstreifen dafür sensibilisieren, Velofahrern nicht zu nahe zu überholen. Aebischer hatte geltend gemacht, dass einer von zehn Velounfällen geschehe, wenn Fahrzeuge einen Velofahrer oder eine Velofahrerin überholten oder passierten.

Einige Länder, etwa Frankreich und Spanien, hätten im Gesetz einen Mindest-Überholabstand festgeschrieben. Andere Länder prüften solche Gesetzesänderungen. Wer zu nah überholt, wird nach den Angaben von Aebischer gebüsst.

Der Bund überprüft zudem, ob mit bestimmten Elektrofahrzeugen, welche die technischen Anforderungen für Mofas erfüllen, auch für Velos reservierte Flächen benutzt werden dürfen. Gemeint sind damit etwa motorisierte Trottinetts und Stehroller. Die Änderung der Gesetzgebung soll nun in eine Vernehmlassung gegeben werden.

Auf für Fussgänger reservierten Trottoirs und auch auf der Fahrbahn für Autos sollen diese Gefährte aber nicht verkehren dürfen, hält der Bundesrat in der Antwort auf ein Postulat von Thierry Burkart (FDP/AG) weiter fest. Er argumentiert mit der Sicherheit.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Arthur Müller (Arthur)
    als Velofahrer bin sofort einverstanden, uns Velofahrende genauer und häufiger zu kontrollieren. Mit dem missachten der Stoppschilder, des Rotlichtes, dem rücksichtslosen Fahren auf den Trottoirs haben wir die mögliche Toleranz mit unserer Rücksichtslosigkeit deutlich überschritten. Wenn der gesunde Menschenverstand nicht mehr reicht, muss mehr kontrolliert und geahndet werden, leider. Und das momentane Verhalten der Velofahrenden beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Alterskategorie.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    "Der Bundesrat ist der Ansicht..." - irgendwie reichen dieser Tage schon die paar Worte, damit mei Körper schon prophylaktisch Adrenalin bildet. Der Bundesrat will nie etwas, das der Bevölkerung zugute kommt.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Viele Unfaelle LW-Radfahrer passieren, weil die Radfahrer bei stehender oder langsamfahrender Kolonne LW rechts ueberholen. Es ist nicht einsichtig, warum die Radfahrer nicht - wie die Motorradfahrer - ihren Platz in der Kolonne beibehalten muessen. Der LW-Fahrer bemerkt einen Radfahrer, den er ueberholt viel besser, als einer der rechts ueberholt und dann gar neben dem LW stehen bleibt....
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    1. Antwort von Arthur Häberli (Arthur Häberli)
      Es ist halt erlaubt. Ob es einsichtig ist oder nicht. Ihre 'Unfallstatistik' wage ich zu bezweifeln. Gibt es dazu eine Quelle wo man das nachsehen kann? Ich erlebe immer wieder, wie LW oder Cars auch die sauber markierten Velospuren gefährlich eng passieren oder auch mal 'betreten'. Bei gefühlten 80 von 100 close encounters, ist es rücksichtslose oder unüberlegte Fahrweise eines Vierrädrigen. Auch durch plötzliches öffnen von Autotüren von parkierten, also sogar von still stehenden Autos.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      @Haeberli-Noch ist es erlaubt. Aber wenn es dem Bundesrat um die Sicherheit der Radfahrer ginge wuerde er es verbieten. Wen Caristen und LW-Fahrer einen Radfahrer ueberholen, haben sie ihn gesehen. Solche die von hinten ueberholen oder sich beim Ueberholtwerden nicht sofort hinter den Ueberholer zurueckfallen lassen,koennen jedoch leicht uebersehen oder gar nicht gesehen werden. Unfaelle gibts solange nebeneinandergefahren wird. Wird das Nebeneinanderfahren minimiert, nehmen auchdie Unfaelle ab!
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