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Durchstich beim 5504 Meter langen Sicherheitsstollen
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 28.09.2022.
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Strecke Zürich-Chur Sicherheitsstollen Kerenzerbergtunnel: Mineure feiern Durchstich

Der Bund baut die Tunnelsicherheit weiter aus. Beim Kerenzerbergtunnel gab es am Mittwoch einen grossen Meilenstein.

Die Gesamterneuerung des knapp sechs Kilometer langen Kerenzerbergtunnels auf der Autobahn A3 am Walensee ist einen grossen Schritt weiter: Am Mittwochvormittag erfolgte tief im Berg der Durchstich des neuen, 5504 Meter langen Sicherheitsstollens.

«Der Sicherheitsstollen verläuft parallel zum Strassentunnel. Auf beiden Seiten wurden die ersten 250 Meter im Sprengvortrieb ausgebrochen. Dann kam die Tunnelbohrmaschine zum Einsatz», sagt Julian Räss vom Bundesamt für Strassen (Astra). Die Maschine habe pro Tag rund 20 Meter tief gebohrt.

Der Bau des Sicherheitsstollens ist eine der Hauptmassnahmen bei der Gesamterneuerung des fünftlängsten Strassentunnels der Schweiz. Der Stollen, der selbst die Dimensionen eines Tunnels aufweist, wird als Fluchtweg und als Abluftkanal dienen. Bisher verfügt der Kerenzerbergtunnel ausser einem Fluchtstollen in der Tunnelmitte über keine weiteren Notausgänge.

Sanierung des Autobahntunnels

Nach der Fertigstellung des Sicherheitsstollens – voraussichtlich im Jahr 2024 – werden umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Autobahntunnel durchgeführt. Die Bausubstanz wird saniert und die Betriebs- und Sicherheitstechnik wird erneuert. Der Bau des Sicherheitsstollens hat laut dem Astra keine Auswirkungen auf den Verkehr auf der Nationalstrasse. Für die Instandsetzung des bestehenden Autobahntunnels sind hingegen verschiedene Streckensperrungen notwendig, hauptsächlich in der Nacht. Der Verkehr wird während der Sperrzeiten auf der Seestrecke geführt.

Das Astra rechnet mit Gesamtkosten von 436 Millionen Franken, wovon 240 Millionen auf den Bau des Sicherheitsstollens entfallen. Das Grossprojekt soll 2026 abgeschlossen werden. Hintergrund des Vorhabens sind laut dem Astra nicht zuletzt die verheerenden Tunnelbrände im Montblanc- und im Gotthard-Strassentunnel, welche um die Jahrtausendwende eine erhebliche Anzahl an Todesopfern forderten. Der Bund ist seither bestrebt, die Tunnel des Nationalstrassennetzes sicherheitstechnisch aufzurüsten.

Ausweichstrecke für den Gotthard

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Der zweispurige Kerenzerbergtunnel zwischen Weesen und Murg wird ausschliesslich in südlicher Richtung befahren, in Richtung St. Galler Rheintal, Chur und Tessin. Er ist Teil der Gotthard-Ausweichstrecke über den San Bernardino. Der Gegenverkehr nach Zürich führt am Ufer des Walensees entlang, wechselweise in Galerien, kurzen Tunneln und auf offenen Strecken.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1986 wurden am Kerenzerbergtunnel laut Astra keine grösseren Instandsetzungen durchgeführt. Um das Bauwerk den heutigen Normen anzupassen und sicherer zu machen, wird seit 2020 eine umfangreiche Sanierung durchgeführt.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 28.09.2022, 12:03 Uhr;

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