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Standortsuche für eine Werkstatt der BLS
Aus Schweiz aktuell vom 13.09.2021.
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Streit um Bahn-Infrastruktur Freiburger machen Vorschlag für neue BLS-Werkstätte

Der Bau einer neuen Bahn-Werkstätte bei Bern harzt. Nun gibt es einen neuen Vorschlag für ein Projekt bei Flamatt.

Seit Jahren sucht das Berner Bahnunternehmen BLS einen Standort für eine neue Werkstätte. Dort will die BLS in Zukunft ihre Züge warten. Nach langer Suche hat sich ein Areal im Westen der Stadt Bern im sogenannten Chliforst herauskristallisiert. Der Bau auf der grünen Wiese wird aber stark kritisiert.

Nun ist ein neuer Vorschlag aus dem Kanton Freiburg auf dem Tisch. Der Gemeindeverband Region Sense schlägt vor, die Autobahn A12 bei Flamatt zu überdecken und dort die Werkstätte zu bauen. Der Verband will sich für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie einsetzen, wie er am Montag mitteilte. «Die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs ist der Region Sense ein grosses Anliegen.»

Legende: Die Autobahn (unten im Bild) soll überdacht werden. SRF

Der grosse Vorteil an diesem Standort sei, dass kein Kulturland verloren gehe, sagt der Sensler Oberamtmann Manfred Raemy. «Mit der Überdachung der Autobahn wird zudem der Lärmschutz verbessert.» In der Region erhofft man sich auch das Ansiedeln qualifizierter Arbeitsplätze.

Ganz neu ist der Vorschlag nicht. Schon vor fünf Jahren war Flamatt als möglicher Standort im Gespräch. Die Idee wurde damals aber nicht weiterverfolgt.

Die BLS will auch heute nichts davon wissen. Das Bahnunternehmen favorisiert noch immer das andere Projekt. «Das Gebiet Chliforst Nord entspricht allen Ansprüchen am besten», teilt das Bahnunternehmen auf Anfrage mit. «Es gibt gegenwärtig keine bekannte Alternative.»

Für die BLS ist Flamatt «zu weit weg»

Das Gebiet um Flamatt sei ungeeignet. «Der Fahrplan lässt es nicht zu, dass zwischen den regulären Zügen genug freie Gleise vorhanden sind, um alle Züge für Service-Arbeiten nach Flamatt zu fahren.» Und: «Flamatt liegt zudem in einem topografisch ungünstigen Gebiet.» Die BLS verweist auf den Höhenunterschied zwischen Autobahn und Bahnlinie sowie die Erdrutschgefahr.

Legende: So stellt sich die BLS ihre neue Werkstätte im Chliforst bei Bern vor. zvg/BLS

Gemäss der BLS ist das Depot zwingend in der Nähe der Stadt Bern zu bauen. «Mehr als zwei Drittel der BLS-Züge verkehren über den Bahnhof Bern. Deshalb braucht es eine Anlage in der Nähe des Bahnhofs Bern.» Der Standort Chliforst ist 9 Kilometer Luftlinie vom Bahnhof Bern entfernt, der Standort Flamatt 11.

Das sagen die Chliforst-Gegner

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Der Verein Chlyforst wehrt sich gegen die Werkstätte im Westen der Stadt Bern. Präsident Matthias Thomet begrüsst die Bemühungen um die Suche nach einem möglichen neuen Standort. Er zeigt sich aber enttäuscht von der BLS, dass sie schon jetzt nichts von dieser möglichen Alternative wissen will. «Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir das Projekt im Chliforst verhindern können.»

Die BLS will an ihrem Projekt Chliforst Nord festhalten. Derzeit läuft durch den Bund die Vorprüfung des sogenannten Plangenehmigungsverfahrens. Im Frühling wurde bekannt, dass diese Vorprüfung länger dauert als angenommen. Dadurch konnte das Projekt nicht wie geplant vor den Sommerferien 2021 öffentlich aufgelegt werden. 

Audio
Lösen Freiburger den Berner Bahn-Knatsch?
02:59 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 13.09.2021.
abspielen. Laufzeit 02:59 Minuten.

 

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 13.9.2021, 17:30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Warum fusioniert die Bls nicht mit den SBB? Dies ergäbe doch Synergien.
  • Kommentar von Klaus Waldeck  (Oldie)
    Sehr interessanter Vorschlag . Eine ähnliche Lösung wäre auch im Tessin bei der Verlegung der Werkstätten nach Castione denkbar (gewesen) um wertvolles Kulturland zu sparen.