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Gemeindefusion Studie: Gemeindefusionen haben keinen Spareffekt

Wie viel lässt sich durch Zusammenlegungen von Gemeinden sparen? Eine Analyse zeigt: nichts.

Legende: Video Ausgaben konnten nicht signifikant gesenkt werden abspielen. Laufzeit 1:25 Minuten.
Vom 14.12.2016.
  • Kosteneinsparungen gelten als attraktives Argument für Gemeindefusionen – in der Praxis existieren sie aber nicht.
  • Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität St. Gallen in einer Untersuchung, die der «Rundschau» vorliegt.
  • Kantone subventionierten Gemeindefusionen bisher mit rund 730 Millionen Franken, wie die «Rundschau»-Recherche zeigt.

Mögliche Kosteneinsparungen werden oft als Begründung für eine Gemeindefusion angegeben. Jetzt zeigt eine Studie: Gemeinden können ihre Ausgaben nach Zusammenschlüssen nicht signifikant senken. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität St. Gallen, die 142 Gemeindefusionen in zehn Kantonen untersuchten.

Dass der erhoffte Spareffekt vielerorts ausbleibt, könnte daran liegen, dass Gemeinden ihr Sparpotenzial schon vor der Fusion durch interkommunale Zusammenarbeit ausschöpfen. Gerade kleine Gemeinden nehmen verschiedene Aufgaben bereits vorher über die Gemeindegrenzen hinweg gemeinsam wahr.

Trotzdem finanzieren die Kantone Gemeindefusionen seit Jahren stark mit. Oft sind die Millionen aus der Staatskasse ein wichtiger Anreiz für eine Fusion. Eine Umfrage der «Rundschau» bei allen Kantonen zeigt: 730 Millionen Franken haben diese bereits für Gemeindefusionen ausgegeben.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Aurel Specker (Auspec)
    Es gibt weitere, wichtige(re) Gründe für Fusionen: -Kleine Gemeinden haben oft Probleme beim besetzen politischer Ämter, davon gibt es nun weniger -Die Regionale Raumplanung kann strategischer angegangen werden, die Zersiedelung kann so eher gebremst werden. -Steuerausgleich bei den Gemeinden. Der teils unfaire Wettbewerb zwischen kleinen Gemeinden kann so behoben werden.
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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Wie war das nun schon wieder mit populistischer Politik? Waren das die Rechten?
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  • Kommentar von Aldo brändli (aldo)
    Wieder so eine irreführende Überschrift und ein unsinniger Artikel. Die Untersuchung sagt das nicht signifikant gespart werden kann. Und beim Wort "signifikant" liegt der Haken. Es wird gespart mit Fusionen aber nicht viel, weil viele Ausgaben wie z.B. Bildung etc. fix sind.
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    1. Antwort von Aurel Specker (Auspec)
      Sie haben nicht viel Ahnung von Statistik nehme ich an... Ein Significanztest ist wichtig um festzustellen ob etwas höchstwahrscheinlich im Zusammenhang steht oder ob es eher Zufallsresultate sind aus anderen Gründen. Es kann sein, dass wirklich gespart wird, es kann aber auch sein dass es rein zufällig bessere Resultate gab. Solche Studien zeigen aber, dass Einsparungen nicht sehr deutlich sind, falls sie zustande kommen. Deshalb sollte dieses Argument nicht mehr zählen.
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