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Schweiz Studieren im Ausland – der Bundesrat macht's weiter möglich

Die Regierung hat eine Ersatzlösung für Erasmus+ verabschiedet. Das Programm war zuvor wegen der Annahme der Zuwanderungsinitiative von der EU auf Eis gelegt worden. Der Bundesrat will das Studieren im Ausland aber weiter fördern und greift dafür tief ins Portemonnaie.

Legende: Video Übergangslösung für Erasmus abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.04.2014.

Das studentische Austauschprogramm Erasmus+ ist eines der Abkommen mit der EU, das nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative von der EU auf Eis gelegt worden war. Nun präsentiert der Bundesrat eine Ersatzlösung.

Diese sieht vor, dass der Austausch mit jenen Mitteln finanziert wird, die für die Programmbeiträge an die EU vorgesehen waren. Für das Jahr 2014 handelt es sich um 22,7 Millionen Franken. Damit sollen auch jene Kosten gedeckt werden, die für ausländische Studierende in der Schweiz anfallen.

Der Bundesrat betont, dass die Übergangslösung gegenüber Erasmus+ mit Einschränkungen verbunden ist. Die lückenlose Erfüllung der Vorgaben soll jedoch die vollständige Assoziierung an das Mobilitätsprogramm erleichtern. Wie beim Forschungsabkommen Horizon 2020 bleibt dies das erklärte Ziel des Bundesrats.

Warten auf Entscheid im Kroatien-Dossier

In der Folge der Abstimmung vom 9. Februar hatte die EU verschiedene Zusammenarbeiten mit der Schweiz sistiert. Hintergrund ist, dass Bern das Protokoll zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien nicht unterzeichnen kann.

Die Kroatien-Frage gilt als Schlüssel zu all den Abkommen, die auf Eis gelegt worden waren. Am Dienstag hatte es geheissen, eine Einigung scheine in Griffnähe. Doch noch ist nichts entschieden.

«Extra muros»

Die Landesregierung hielt seine Sitzung heute nicht wie gewohnt in Bern ab, sondern in Schwyz. Den Brauch von Sitzungen ausserhalb der gewohnten Räume pflegt der Bundesrat seit 2010. Mehr dazu hier.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Ich erwarte als Steuerzahler und mündiger Bürger , dass ich von gewählten Politikern , die das Volk zu vertreten haben und deren Löhne der Steuerzahler berappt , über politisch wichtige Umstände informiert zu werden ! Wir , das Steuervolk, sind die Arbeitgeber der Politiker und haben das Recht bei Unklarheiten einzugreifen , ob dies in der Gemeinde oder im Staat ist .
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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Die EU schmeisst uns aus dem Erasmus+ Programm und zum Dank finanziert unser Bundesrat Schneider-Ammann die ausländischen Studenten bei uns. Dass er unsere Schweizer Studenten im Ausland unterstützt finde ich gut, aber dass wir die EU-Studenten in der Schweiz unterstützen, kommt nicht in Frage. Das soll die EU aus dem Eramus+ Programm finanzieren. BR Schneider-Ammann täte der Schweiz einen grossen Gefallen mit seinem Rücktritt.
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  • Kommentar von W. Balmer, Busswil
    Die Studis haben es wieder geschafft, ihr "Sondersetting" im Ausland auf Kosten des Steuerzahlers zu erzwingen. Wie sieht es den mit den Lehrlingen aus, welche sich während ihrem "Studium" auch so ein "Sondersetting" wünschen würden. Was ich aus dem Bekanntenkreis weiss, war die Studienzeit im Ausland vorallem Spass und reisen.
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    1. Antwort von Peter Haus, Aargau
      Die Schweiz ist ein Wirtschaftsstandort, dessen Erfolg massgeblich von Wissensimpulsen und damit von internat. Kontakten abhängt! Hören Sie also damit auf, Austauschstudenten als reine Spasstouristen darzustellen. Ich war selbst mit Erasmus im Ausland, habe in vier Monaten ca. 1000 CHF erhalten, der Auslandaufentalt hat mehr als das 5-fache gekostet! Meine Wochenarbeitszeit lag durchschnittlich deutlich über 40 Stunden und ist kurz vor den Abgaben auf mindestens 80 gestiegen!!
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    2. Antwort von W. Balmer, Busswil
      @Peter Haus, Ihrem Namen nach zu urteilen, hat es Erasmus schon vor über 30 Jahren und vor der EU gegeben. Damals war das sicher anders als heute.
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    3. Antwort von Bruno Vogt, Zürich
      @ W. Balmer Was ist das jetzt wieder für eine abschätzige Äusserung welche nichts mit dem Thema zu tun hat? Einige hier haben wirklich nichts besseres zu als andere zu schikanieren. Wie alt schätzen sie mich denn eben ein, auch 50 oder mehr? Ausserdem hat Herr Haus recht, man kriegt ca. 1000 Franken also wahrlich fürs Leben reicht das nicht aus!
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