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Erneute Panne bei der Swisscom
Aus Tagesschau vom 26.05.2020.
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Stundenlang keine Verbindungen Störung im Swisscom-Netz behoben

  • Nach einer landesweiten Störung im Telefonnetz der Swisscom ab 11:50 Uhr ist das Telefonieren über das Fest- und Mobilnetz jetzt wieder möglich.
  • Wie Swisscom mitteilt, konnte die Störung im Fest- und Mobilnetz für Geschäfts- und Privatkunden um 14:55 Uhr behoben werden und die Dienste stehen wieder zur Verfügung. Die Systeme würden von Technikern weiterhin eng überwacht.
  • In einigen Kantonen waren Notfallnummern aus dem Swisscom-Mobilnetz nicht erreichbar, wie Kantonspolizeien auf der Alarm-Website «Alertswiss, Link öffnet in einem neuen Fenster» informierte. Notrufe funktionierten nur aus dem Festnetz.

Einzelne Kantone und Kantonspolizeien hatten ab Mittag auf der Alarmierungs-Website «Alertswiss, Link öffnet in einem neuen Fenster» des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (Babs) Störungsmeldungen publiziert und via der Mobile-App «Alertswiss» mit Push-Meldungen darüber informiert.

Das Telefonieren über das Mobil- und Festnetz von Swisscom war ab etwa 11.50 Uhr in weiten Teilen der Schweiz beeinträchtigt. Die genaue Ursache der Netzstörung sei noch in Abklärung, teilte Swisscom mit. Man bedauere die Störung ausserordentlich.

Während rund drei Stunden waren Gespräche über das Mobilnetz für Geschäfts- und Privatkunden beeinträchtigt, teilte Swisscom mit. Zudem waren Anrufe vom Fest- wie vom Mobilnetz auf Business Nummern (08xx) und Corporate Nummern (058) teilweise nicht möglich.

Andere Telefonanbieter nutzen

Weiter betont Swisscom, dass die Sprachtelefonie im Festnetz, Anrufe auf Notrufdienste und Internet-basierten Dienste sowie WhatsApp oder Skpye nicht beeinträchtigt waren.

Gemäss den Störungsmeldungen von «Alertswiss» waren allerdings in einigen Kantonen die Notrufnummern 112, 117, 118 oder 144 aus dem Mobilnetz nicht mehr erreichbar gewesen. Die Kantonspolizeien empfahlen darum, im Notfall über das Festnetz oder mit Handys von anderen Telefonanbietern zu telefonieren.

Die meisten Störungsmeldungen von direkt betroffenen Kunden betrafen vor allem das Mobiltelefonie-Netz, wie die Meldungen auf der Website allestoerungen.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster zeigen.

Schweizerkarte mit rotem Bereich mit Störungsmeldungen
Legende: Störungsmeldungen von Kunden allestörungen.ch um Stand 13:00 Uhr. allestörungen.ch , Link öffnet in einem neuen Fenster

Ausfälle bereits Anfang Jahr

Die Störung ist bereits die vierte grössere Panne im Swisscom-Netz im laufenden Jahr. Bereits Mitte Januar und Mitte Februar hatte es drei Unterbrüche innerhalb weniger Wochen gegeben. Dabei waren auch die Notrufnummern nicht mehr erreichbar gewesen.

Damals lag die Ursache des Unterbruchs bei Wartungsarbeiten. Verschärfend kam hinzu, dass im Januar auch Notfallnummern lahmgelegt waren und Notrufe nur über das Mobilnetz möglich waren.

Nach der zweiten Panne im Februar intervenierte auch das Bundesamt für Kommunikation und kündigte eine vertiefte Untersuchung an.

Politischer Druck

Auch die zuständige Nationalratskommission verlangte damals Auskunft über die Pannenserie bei der Swisscom. Sie stellte die Frage, ob die Ausfälle systemische oder personelle Gründe hätten oder mit Investitionsentscheiden zusammenhängen würden.

Die Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) teilten mit, es sei «für die Bevölkerung beunruhigend, wenn während gewisser Zeiten keine Notrufe möglich sind».

Swisscom-Chef Urs Schaeppi schloss im Februar personelle Konsequenzen nach der Panne nicht aus. Es sei inakzeptabel, dass Notrufnummern ausfallen.

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Aus dem Archiv: Rettungsorganisationen verärgert über Swisscom
Aus Tagesschau vom 12.02.2020.
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SRF 4 News, 26.05.2020, 13:30 Uhr;

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Hulliger  (Tdudgpieskmo)
    Was die Swisscom vor 20 Jahren noch konnte kann sie jetzt nicht mehr. Dasselbe bei SBB und Post höhere Kosten tiefere Leistung arroganz pur
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  • Kommentar von thomas caluori  (schefzgi)
    Es wird Zeit das das Marktmonopol der Swisscom endlich fällt.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ thomas caluori: Telekomnetze sind sogenannte natürliche Monopole. Nur ein einziger Netzbetreiber ist betriebswirtschaftlich effizient. Schon zwei Anschlüsse, wie wir in der Schweiz mit Telefon und Kabel haben, sind ineffizient und kosten uns insgesamt mehr als nur ein Anschluss. Wenn Sie viele Anbieter wollen, kostet der Anschluss einfach 200 Fr. pro Monat. Pannen in so komplexen Techniken werden immer vorkommen. Sonst müssten Sie auch das Fliegen verbieten, sobald ein Flugzeug abstürzt.
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    2. Antwort von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
      Diese Panne wird wieder extrem "hochgeschaukelt". Es gibt keine Technologie mit 100% Verfügbarkeit und Sicherheit. Diese kann mit redundanten Systemen und entsprechendem technischen Service gegen annähernd 100% gesteigert werden. Die Swisscom hat hier sicher noch Verbesserungspotential. Sie wird diese Probleme aber bestimmt "in den Griff kriegen". "Take it easy".
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  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Wir können ja UPC Cablecom die Grundversorgung übertragen. Die haben nie Pannen und tolle Kundenratings uns sind eine bodenständige Schweizer Firma. Sonst hat ja niemand Netze bis zum Endkunden. Also haben wir genau diese Auswahl.
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