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Jürg Zogg von SRF Meteo zur aktuellen Wettersituation
Aus SRF 4 News aktuell vom 10.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
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Sturm vor Höhepunkt Was ist von «Sabine» noch zu erwarten, Jürg Zogg?

Der Sturm «Sabine» hat heute am frühen Morgen die Schweiz erreicht. Mit Geschwindigkeiten von weit über 100 Kilometer pro Stunde fegt er übers Land. Jürg Zogg von SRF-Meteo sagt, welche Gebiete der Sturm am stärksten trifft und wann er seinen Höhepunkt erreicht.

Jürg Zogg

Jürg Zogg

Meteorologe SRF

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Jürg Zogg ist seit April 2004 als Meteorologe bei SRF Meteo tätig. Das Geographiestudium an der Universität Zürich schloss er mit Vertiefung in Klimatologie und Atmosphärenphysik ab. Danach arbeitete er knapp fünf Jahre für den Wetterdienst Meteomedia im Appenzellerland.

SRF News: Welche Schweizer Regionen sind besonders betroffen?

Jürg Zogg: Es ist einerseits der Jura, dann generell das Flachland auf der Alpennordseite – und natürlich auch die Voralpen- und Alpengipfel. Die inneren Alpentäler im Wallis oder in Graubünden sind ein bisschen geschützt. Dort gibt es am Vormittag kurz Föhnsturm, doch dann wird es dort deutlich ruhiger.

Was ist noch zu erwarten?

Auf den Bergen bleibt es durchgehend sehr stürmisch. Heute und morgen muss man mit Windspitzen von 120 bis 200 Kilometern pro Stunde rechnen. Im Flachland gibt es zwei Höhepunkte des Sturms: Einer ist in den Morgenstunden des Montags, dann wird es etwas ruhiger. Und dann wird es zwischen Montagabend und Dienstagmorgen nochmals stürmisch. In dieser Phase muss auch im Flachland mit schweren Sturm- oder Orkanböen von 90 bis 130 Kilometern pro Stunde gerechnet werden.

Bereits letzte Woche gab es mit «Petra» einen starken Sturm. Gibt es einen meteorologischen Zusammenhang mit «Sabine»?

Es gibt Wetterlagen, die die Bildung von solchen Sturmtiefs begünstigen. Wir haben momentan in Europa sehr starke Temperaturgegensätze zwischen den südlichen Gegenden und dem Norden – zum Teil mehr als 15 Grad innerhalb von 600 Kilometern über dem Atlantik. An dieser sogenannten Frontalzone können sich diese Tiefdruckgebiete bilden, die dann vom Jetstream aufs europäische Festland gelenkt werden. Und wenn man in einer solchen Wetterlage drin ist, dann kommt da ein Sturmtief nach dem andern. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass auf Sabine noch ein weiterer Sturm folgt.

Das Gespräch führte Janis Fahrländer.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Einige der Kommentare sind unglaublich. Offenbar gibt's wirklich nichts auf der Welt, was nicht zu politischen Zwecken instrumentalisiert werden kann.... ;-))
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  • Kommentar von Antheon bonic  (antheon)
    Wirklich Jetzt? das ist bis jetzt nur ein Lüftchen. Geht mal Im Winter nach Dalmatien in den Velebitkanal. Dann spührt Ihr was richtiger Wind ist. Über 250km/h auf 0 Meter über Meer. Wenn es in der Schweiz einmal in 10 Jahren mit 120km/h bläst ist sofort Weltuntergang, lol
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    1. Antwort von Herr Stähli  (TheRealDouble3)
      Wo immer das auch ist, auf jeden Fall ein weiterer Grund niemals dorthin zu gehen, danke für den Tipp.
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    2. Antwort von Hans Peter Auer  (Ural620)
      @Hr. Staehli: Ich bin letzten Sommer von Zadar (HR) die kroatisch adriatische Kueste Richtung Italien gefahren. Wunderschoene Gegend mit einmaligen Aussischtspunkten auf die vorgelagerten Inseln, auf welchen eine wirklich einzigartige Flora und Fauna zu bestaunen ist. Sich dieses bloss infolge moeglichen Sturm entgehen zu lassen, ist natuerlich jedem seine eigene Entscheidung, doch Wetterprognosen und deren Kapriolen sind meist vorhersagbar.
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    3. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Da muss man gar nicht so weit gehen. 1999 fegte Lothar übers Land.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Zuerst hoffe ich, dass keine Menschen zu Schaden kommen. Andererseits hat ein solcher Sturm auch Gutes. Wir erfahren einmal mehr, dass wir gegen solche Naturkräfte kräftemässig nur kleine Wesen sind. Wir müssen uns - und das schafft in uns Demut gegenüber der Natur - der Natur auch mal unterziehen. Zwängerei kann u. U. schlimm enden. Dann zeigt das vermehrte Auftreten von Stürmen, dass eben das Klima schon in Veränderung begriffen ist und wir eine unmissverständliche Mitverantwortung haben.
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