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Sturmwind in der Schweiz «Fabienne» fegte durchs Land – nur wenige Schäden

Legende: Video Das Sturmtief Florence zog über die Schweiz abspielen. Laufzeit 00:59 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 24.09.2018.
  • Das Sturmtief «Fabienne» zog am Sonntagabend mit Windstössen von bis zu 113 Kilometern pro Stunde durchs Flachland.
  • Laut SRF Meteo erreichten die Böen auf dem Säntis und dem Chasseral Spitzengeschwindigkeiten von 132 Kilometern pro Stunde.
  • An den Flughäfen Zürich, Basel und Genf kam es am Abend zu Verspätungen von teils über einer Stunde. In Zürich waren vorübergehend keine Starts und Landungen erlaubt.
  • Im Verlauf der Nacht flaute der Wind allmählich ab.

Die stürmischen Winde wurden begleitet von lokalen Gewittern und kräftigem Regen. Abgesehen von umgestürzten Bäumen und einer laut Medienberichten losgerissenen Fensterputz-Gondel am Flughafen Zürich wurde über grössere Schäden zunächst nichts bekannt.

In Deutschland hinterlässt «Fabienne» eine Tote

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Auf einem Campingplatz in Bayern stürzte am Sonntagabend ein Baum um und erschlug eine 78 Jahre alte Frau, wie die Polizei mitteilte. Die Frau erlitt schwerste Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Ebenfalls von einem umstürzenden Baum getroffen wurde in Baden-Württemberg ein vierjähriger Knabe. Er wurde lebensgefährlich verletzt und liegt im Spital.

In der Stadt Zürich war am Abend ein Teil des Bahnhofquais vorsichtshalber für den Verkehr gesperrt. Gründe waren laut Polizei der Sturmwind und die einsturzgefährdete Brandruine in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die Sperrung wurde am frühen Morgen wieder aufgehoben.

In Siebnen im Kanton Schwyz wurde der traditionelle Jahrmarkt am Sonntag vorsorglich bis am Montagmorgen unterbrochen. Sämtliche Stände und Jahrmarktbahnen wurden geschlossen und der Markt geräumt, wie die Polizei mitteilte.

Viele Schadensmeldungen im Kanton Bern

Die Berner Kantonspolizei erhielt nach dem Sturmtief «Fabienne» mehr als 50 Schadensmeldungen, wie sie per Twitter mitteilte. Bei den meisten Meldungen ging es um umgestürzte Bäume oder Äste auf den Strassen. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Im Kanton Luzern stürzten in Sempach und Dagmersellen je ein Baum um. In Dagmersellen füllte sich zudem eine Bahnunterführung mit Regenwasser an. In Luzern musste ein überschwemmter Keller ausgepumpt werden.

Flugzeuge mit grossen Verspätungen

Der Sturm wirbelte den Flugverkehr kräftig durcheinander. An den Flughäfen von Zürich, Basel und Genf kam es am Abend gemäss Fluginformationen bei praktisch allen Starts und Landungen zu grösseren Verspätungen von teils über einer Stunde. Einzelne Flüge etwa nach Österreich und Deutschland wurden gestrichen oder umgeleitet.

Am Flughafen Zürich waren vorübergehend keine Starts und Landungen erlaubt, wie aus Flugaufzeichnungen hervorging. Mehrere Flieger mussten durchstarten, andere Warteschlaufen drehen. Im Verlauf der Nacht flaute der Wind allmählich ab.

Tropisches Tessin

Im Tessin stiegen die Temperaturen mit dem Nordföhn am Morgen rasch an. Nach Angaben von SRF Meteo wurden in Chiasso am frühen Morgen 23 Grad gemessen. Damit erlebte der Südkanton eine Tropennacht, während es auf der Alpennordseite deutlich kühler war.

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