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Legende: Audio Die Verteidigungsministerin muss einen neuen Armeechef suchen abspielen. Laufzeit 04:17 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 04.04.2019.
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Suche nach neuem Armeechef Bis im Herbst soll die Nachfolge stehen

  • Nach dem Rücktritt von Armeechef Philippe Rebord wird eine Findungskommission eingesetzt.
  • Bis im Herbst soll die Nachfolge bestimmt worden sein.
  • Rebord will sich «durchbeissen» und sein Amt weiterführen, um eine gute Übergabe zu gewährleisten.

Rebord tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück: eine schwere Thrombose und eine anstehende Operation am Hüftgelenk. Wegen des Hüftgelenks habe er Mühe, lange zu stehen oder zu gehen, sagte Rebord vor den Bundeshausmedien. Das Gelenk bereite ihm permanent Schmerzen. Er habe sich deshalb zum Rücktritt auf Ende 2019 entschieden. Bis dahin werde er sich «durchbeissen».

Jahrzehntelang im Dienst der Armee

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Der 61-jährige Walliser ist seit über 30 Jahren Berufsmilitär. Nach dem Studium trat er 1985 beim Instruktionskorps der Infanterie in die Armee ein. Nach einem Studienaufenthalt am Collège interarmées de défense in Paris wurde Rebord Stabschef der Generalstabsschulen und im Jahre 2000 Kommandant der Panzerabwehrschule in Chamblon (VD).

2001 wurde er Projektleiter «Rekrutierung Armee XXI». Von 2004 bis 2008 war Rebord dann Kommandant Rekrutierung innerhalb des Personellen der Armee. Auf den 1. Januar 2009 ernannte ihn der Bundesrat zum Kommandanten der Infanteriebrigade 2 und beförderte ihn zum Brigadier. 2014 folgte die Beförderung zum Divisionär und die Ernennung zum Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee/Chef Stab Operative Schulung.

Im April 2016 wurde er vom Bundesrat für die Nachfolge von Armeechef André Blattmann bestimmt, die er Ende 2016 antrat.

Verteidigungsministerin Viola Amherd bedauert den Rücktritt. «Wir haben uns von Anfang an gut verstanden», sagte sie. Rebord habe sie sehr unterstützt. Sie schätze auch dessen menschlichen Führungsstil.

Einarbeitung des Nachfolgers ab Herbst

Der Bundesrat sei erst gestern über den Rücktritt informiert worden, man werde nun sofort die Frage der Nachfolge angehen: Amherd will eine Findungskommission einsetzen, die ein Anforderungsprofil anlegen und einen Nachfolger für Rebord vorschlagen soll. Wer der Kommission angehören wird, ist noch nicht bekannt. Der Chef der Armee wird dann vom Bundesrat gewählt.

Mit der Nachfolge sei bis im Herbst zu rechnen, sagte die VBS-Chefin zum Zeitplan. Der bisherige und der neue Armeechef sollen noch eine Weile überlappend zusammenarbeiten können, um eine gute Übergabe zu gewährleisten. Für die Nachfolge kämen theoretisch nicht nur Korpskommandanten in Frage, sagte Amherd auf eine entsprechende Frage. Bisher seien aber immer Korpskommandanten zum Armeechef gewählt worden. Klare Vorstellungen hat Rebord: Aus seiner Sicht kommen nur Personen aus der Armeeführung in Frage.

Weitere Personalie bestätigt

Amherd kündigte auch an, dass Korpskommandant Daniel Baumgartner vom Kommando Ausbildung zurücktreten wird. Baumann habe sie um seine Versetzung auf den 1. Januar 2020 gebeten, sagte die Verteidigungsministerin.

Zu den Gründen machte Amherd keine Angaben. Es sei Baumgartners Wunsch, betonte sie. Rebord sagte dazu, die beiden Rücktritte seien nicht abgesprochen gewesen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei  (Fritz Frei)
    Bisher nur Korpskommandanten als Armeechefs gewählt? Grundfalsch! Nef war Divisionär und wurde befördert, um sein Amt auszuüben. Blattmann war Brigadier und musste in aller Eile zweimal befördert werden (was er mehr als verdient hat!).
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Ja, als altgedienter Mitarbeitender der Schweizer Armee, wünsche ich mir eine Abkehr der heutigen "Kopfnicken-Strategie" des VBS und der Armeespitze. Obwohl erst seit 3 Monaten im Amt sagt Frau Amherd was Sache ist. Ich traue ihr zu,zwei entsprechende 3-Sterngeneräle zu ernennen, die unsere Armee wieder in eine konkurrenzfähige und dem Schutz der Bevölkerung dienende Einheit lenken werden. Herzblut,Sachorientierung, Uneigennutz und Mut wären gute Eigenschaften - Jüngere Kandidaten sind gefragt!
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  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Bei einer echten strategisch Führung wären Anforderungsprofile von solchen obersten Führungskräften ständig aktuell in Schublade bereit.
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    1. Antwort von Fritz Frei  (Fritz Frei)
      Wieso nicht periodisch die Lage neu beurteilen? Was in der Schublade steckt, ist verstaubt! Als Rebord gewählt wurde, war ein konventioneller Krieg nicht im Vordergrund. Jetzt ist die Bedrohung aus dem Osten wieder so hoch, wie im kalten Krieg. Und die atomare Bedrohung ist noch extremer.
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    2. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      Bedrohung aus dem Osten? Denken sie da an die Österreicher? Dafür wäre dann allerdings die Pfadi Buchs zuständig.
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