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Online-Schalter entlastet die Polizei
Aus HeuteMorgen vom 22.09.2017.
abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.
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«Suisse ePolice» Gute Erfahrungen mit dem virtuellen Polizeiposten

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor vier Jahren wurde der virtuelle Polizeiposten Suisse ePolice in Betrieb genommen. Die Behörden ziehen eine positive Zwischenbilanz.
  • Schon heute werden jedes Jahr bis zu 20'000 Anzeigen online aufgegeben.
  • Für die Polizeikorps bedeutet die Neuerung eine massive Entlastung, was den administrativen Aufwand angeht.
  • Derzeit beteiligen sich 13 Kantone an dem Projekt. Ein Ausbau ist geplant.

Handy oder Velo geklaut, der Lack des neuen Autos zerkratzt, an der Hauswand prangt ein frisches Graffito – Diebstähle und Sachbeschädigungen gehören zum Alltag der Schweizer Polizeikorps.

In der Hälfte der Kantone können Sie solche Anzeigen auch bequem und rund um die Uhr online aufgeben, dank der gemeinsamen Internetplattform Suisse ePolice.

Angebot wird rege genutzt

Vor vier Jahren wurde die ePolice-Plattform, Link öffnet in einem neuen Fenster gestartet. 13 Kantone beteiligen sich daran, darunter beide Basel, Bern und Zürich. Jährlich werden bis zu 20'000 Anzeigen online aufgegeben. Der virtuelle Polizeiposten hat immer geöffnet und ist immer nur ein paar Klicks entfernt, wenn man ihn braucht.

Das sei der grosse Vorteil von Suisse ePolice, sagt Ulrich Vogler, der die Harmonisierung der Polizei-Informatik aller Kantone betreut: «Es geht darum, die einfachen Fälle abzuwickeln, welche auch für die Bürgerinnen und Bürger hauptsächlich administrativen Aufwand bedeuten.» Das könne man mit dem Online-Schalter jederzeit und von überall her tun, und habe die Möglichkeit, alle nötigen Dokumente zusammenzusuchen.

Polizei kann Zeit sinnvoller einsetzen

Durch Suisse ePolice werde die Polizei massiv entlastet, sagt Markus Röösli von der Zürcher Kantonspolizei. Während sich auf dem Polizeiposten jemand habe Zeit nehmen müsse, um die Daten zu erfassen, könne dies die anzeigende Person nun selbst tun.

Dadurch falle ein administrativer Aufwand weg, und es bleibe mehr Zeit etwa für Ermittlungsarbeit, so Röösli. Mit der Online-Anzeige sei ausserdem eine gewisse Hemmschwelle bei den Geschädigten abgebaut worden. Früher habe sich wohl mancher überlegt, ob es sich lohne, wegen eines Velodiebstahls auf den Polizeiposten zu gehen.

Ausbau von Plattform geplant

Neu soll es auch in weiteren Kantonen möglich sein, im Internet Anzeige zu erstatten. Man sei bestrebt, die Plattform auszubauen, sagt Ulrich Vogler von Suisse ePolice: Es würde eine Vereinfachung für die Bevölkerung bedeuten, wenn überall die gleiche Plattform benutzt werden könnte.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Velodiebstahl nicht angezeigt? Dann zahlt auch die Diebstahlversicherung nicht ...
  • Kommentar von Dani Queren  (Queren)
    Noch besser wären Roboterpolizisten, die vor Kriminellen keine Angst haben.
  • Kommentar von Charles Dupond  (Egalite)
    Mit einem Klick angezeigt. Mit einem weiteren Klick der Polizei an die Staatsanwaltschaft ueberwiesen. Und mit einem letzten Klick des Staatsanwalts wegen unbkannter Taeterschaft "vorleufig" eingestellt. C'est les provisoires qui durent!" Der einzige Vorteil bei fleissigem Gebrauch durch die Geschaedigten: Die Statistik ueber Bagatellstraftaten wird nicht mehr so sehr, vom geanderten persoenlchen Anzeigeverhalten (nur noch bei grossen Schaeden) fuer die linke "Sicherheits"propaganda verfaelscht!