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Schweiz SVP ergreift Referendum gegen die Energiestrategie 2050

Die SVP will gegen die Energiestrategie 2050 das Referendum ergreifen. Einige Verbände und Unternehmen unterstützen sie dabei. Die ganz grossen fehlen jedoch.

Legende: Video SVP ergreift Referendum gegen die Energiestrategie 2050 abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.10.2016.

Der Widerstand gegen die Energiestrategie 2050 wird konkret: Die SVP ergreift das Referendum dagegen. Aus Sicht der Partei verursacht das vom Parlament verabschiedete erste Massnahmenpaket für die Bevölkerung und das Gewerbe zu hohe Kosten.

Das Gesetzespaket sei verantwortungslos und greife «massiv in alle Lebensbereiche eines jeden Einzelnen von uns ein», erklärte die Partei ihren Entschluss in einer Mitteilung.

Einige Verbände mit an Bord

Es bürde insbesondere den nachfolgenden Generationen grosse Lasten auf. Daher sei es notwendig, dass die «Bürger, Mieter, Hausbesitzer, Autofahrer und Gewerbler» dazu Stellung nehmen können.

Die Partei ergreift das Referendum dank der Unterstützung «gewisser Verbände und Unternehmen», wie sie weiter schreibt. Dazu zählen etwa die Branchenverbände GastroSuisse, Auto Schweiz und Swissmem. Nicht mit an Bord sind allerdings wie angekündigt die zwei grössten Wirtschaftsdachverbände.

Economiesuisse hatte bereits im Frühling entschieden, ein Referendum weder zu lancieren noch zu unterstützen. Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) beschloss am vergangenen Montag ebenfalls, auf ein Referendum gegen die Energiestrategie 2050 zu verzichten.

Trotzdem ein Referendum

Der Parteivorstand der SVP hatte sich im August für ein Referendum zur Energiestrategie 2050 ausgesprochen – unter der Voraussetzung, dass die Wirtschaft mitzieht. Nach dem negativen Entscheid von Economiesuisse und sgv blieb deshalb in der Schwebe, ob die SVP das Referendum trotzdem ergreift.

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91 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
    Wer meint, wir könnten hier in der Schweiz Klimaprobleme lösen, hat nichts begriffen. Solange die Weltbevölkerung um 80 Millionen jährlich wächst können wir hier lediglich den Zuwachs der Umweltverschmutzung etwas bremsen, zu vergleichsweise horrenden Kosten.
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Wir können uns Lösungen leisten, die für den Rest der Welt noch nicht bezahlbar sind. Wir können auch neue Technologien entwickeln, die so für alle erschwinglich werden. Dank unserem Reichtum können wir eine Vorreiterrolle einnehmen, und schlussendlich auch davon profitieren. Hier geht es um unsere Zukunft, das alternative Energien besser für die Umwelt sind ist nur ein Nebeneffekt. Abgesehen davon, was kostet ein Weltuntergang und die Vernichtung der Menschheit? DAS wären dann horrende Kosten!!
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    2. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Der Spruch: "Wir allein können sowieso nichts andern" zeigt deutlich: die grossen Bedrohungen der Menschheit , Die Umweltverschmutzung, Kriege und Übervölkerung können nur global gelöst werden.
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Die hohen Lasten für die Nachgeborenen sind z.B. Uranabfall, CO2 Belastung, Schwefelsäure. Geldschulden sind reine, menschliche Konstrukte, die mit einem Federstrich zu lösen sind. Gifte in Wasser, Luft und Boden sind reale Bedrohungen unserer Lebenswelt. Zudem sind alle Ausgaben stets auch Einnahmen von jemandem. Was der Staat bezahlt, das verdient die Wirtschaft. Aber die SVP schafft es mal wieder, noch kürzer zu denken als ich es für möglich hielt.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Taeten wir die Einwohnerschaft der CH begrenzen, koennten wir mit dem was wir haben gut leben, die AKWs rueckbauen und mit Solarstrom und teilweise Windstrom unsere Tage mit Energie versorgen, Nachts mit Waserkraft... ergaenzen.. geht! Unsere Umwelt ist nun mal am Limit, werden wir so weitermachen geht alles futsch! Inkl Menschen.. wer will das?
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Genau! Deshalb habe ich die SVP bei der Mei unterstützt. Weniger Menschen im Land, aber auch weniger Wirtschaftswachstum, weniger 24 Std. Konsum-Gesellschaft, aber eben auch höhere Preise für Strom, bewegt dann vielleicht die Menschen dazu, sparsamer damit umzugehen. Menschen, denen es gut geht, sparen eben nur noch, wenn es ihnen & ihrem Geldbeutel weh tut.
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    2. Antwort von marianne marty (marima)
      E.Waeden, Bis es den Menschen denen es gut geht,- (Ihre Interpretation)-, in ihrem Geldbeutel weh tut, ist der Mittelstand längst zahlungsunfähig!!
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    3. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Wir müssen unsere Probleme Global angehen. Wer denkt diese Probleme könne man lösen in dem man die Bevölkerung der Schweiz reduziert hat nichts Begriffen.
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    4. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      @M. M.: Entgegen z. B. KK-Prämien, können wir betr. Strom-Rechnung selber steuern, wieviel wir dafür bezahlen, indem wir eben mehr sparen & unseren Stromkonsum einschränken. Günstiger Strompreis macht uns zu Verschwendern. @R. G.: Mit diesem gobalen Denken & eben viele so denken, ändert sie nie was. Und immer mehr Menschen brauchen auch mehr Ressourcen. Ein 1 Personen-Haushalt braucht in der Regel weniger Strom, als eine 4-köpfige Familie es tut.
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