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«Espresso» sagt, wie Sie nach einer Covid-Warnung vorgehen sollten
Aus Espresso vom 09.07.2020.
abspielen. Laufzeit 05:11 Minuten.
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SwissCovid-App «Bekomme ich Lohn, wenn ich in Quarantäne muss?»

Was ist mit dem Lohn, wenn man zu Hause bleiben soll, weil die Covid-App Alarm schlägt?

Wer nach einer Warnung der SwissCovid-App zu Hause bleiben und deshalb nicht arbeiten kann, hat Anspruch auf Lohnausfall. Aber nur, wenn der Kantonsarzt eine Quarantäne offiziell verfügt. «Espresso» sagt, wie Sie nach einer Warnung vorgehen sollten.

Die Rechtslage kurz erklärt:

  • Wer eine Warnung auf seiner SwissCovid-App bekommt, sollte sich sofort auf der Hotline des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) melden. Die Nummer dieser Hotline wird den Betroffenen zusammen mit der Warnung mitgeteilt.
  • Die Mitarbeitenden der Hotline klären zunächst anhand der konkreten Situation, wie hoch das Risiko einer Ansteckung ist, ob wirklich ein enger Kontakt zu einer infizierten Person stattgefunden hat.
  • Hat ein enger Kontakt zu einer infizierten Person stattgefunden, wird die zuständige Kantonsärztin oder der Kantonsarzt eingeschaltet. Nach einer nochmaligen Beurteilung der Situation verfügt der kantonsärztliche Dienst eine Quarantäne.
  • Nur wer aufgrund dieser Verfügung in Quarantäne bleiben muss, hat gestützt auf die Covid-Verordnung Anspruch auf Lohn aus dem Covid-Erwerbsersatz.
  • Wer dagegen nach einer Benachrichtigung der App lediglich freiwillig zu Hause bleibt und seine Arbeit nicht im Homeoffice erledigen kann, hat keinen Anspruch auf Lohn.
  • Das Gleiche gilt für Personen, die nach ihren Ferien in einem Risikogebiet zurückkommen und zehn Tage in Quarantäne bleiben müssen. Wenn sie nicht zu Hause arbeiten können, haben sie für diese Zeit keinen Lohnanspruch.

Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus:

Espresso, 09.07.20, 08:13 Uhr

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
    "Hotline klärt zunächst anhand der konkreten Situation, wie hoch das Risiko einer Ansteckung ist, ob wirklich ein enger Kontakt zu einer infizierten Person stattgefunden hat."
    Wis kann sie das? Die App meldet, dass ich z.B. vor 3 Tagen - ohne weitere Orts- und Zeitangabe - zu lange zu nahe einer Infiziert gemeldeten Person war. Wenn ich vor 3 Tagen öV benutzte, im Supermarkt war, einen Spaziergang am Seeufer machte und eine Pizza in einer Gartenwirtschaft ass - weiss die Hotline mehr als ich ?
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    1. Antwort von Mark Keller  (mkel)
      Im Supermarkt oder beim Spaziergang hatten Sie kaum 15min engen Kontakt zu Fremden. Falls Sie beim Spazieren Begleitug hatten, fragt man diese, ob sie krank sei. Im ÖV oder Restaurant war ein Kontakt möglich. Falls Sie im ÖV alleine waren, fällt auch diese Quelle weg. Bleibt das Restaurant. Falls Sie da nicht in der Einzel-Plexiglaskabine sassen, war es vermutlich kein Fehlalarm und das Risiko somit gegeben. Eine vorübergehende Quarantäne mit Test würde also Sinn machen.
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    2. Antwort von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
      könnte.. wäre .. eventuell ...
      Sorry, das ist Hokuspokus...
      Und: Im öV haben alle Masken. Dort, wie im Spital, App also ausschalten.
      Und Test vor Symptomen ist extrem unzuverlässig.
      ALSO: Sich konsequent schützen ist besser als jede App.
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    3. Antwort von Mark Keller  (mkel)
      Sie haben gefragt, wie die Hotline entscheidet, ob das Risiko gegeben ist, ich habe es ihnen erklärt. Wenn Unsicherheiten bleiben, behandelt man sie als potenziell infiziert und trifft Massnahmen, damit Sie das Virus nicht weitergeben. Es ist wirklich nicht so schwer zu verstehen...
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    4. Antwort von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
      Das eben sind die problematischen Grundannahmen:
      1.: Es gibt ein signifikante Riskiko, beim Zusammentreffen mit einer infizierten Person ebenfalls angesteckt zu sein
      2.: Es gibt eine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass man dann selber ebenfalls andere infiziert
      BEIDE Annahmen stimmen für ein "Kappa" nahe 1, wie etwa bei der saisonalen Grippe. Sie stimmen nicht für COVID-19 mit einem Kappa unter 0.5, eventuell nur 0.1
      ALSO: Einzig wirksam ist sich selbst konsequent zu schützen.
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  • Kommentar von Richard Limahcer  (Limi)
    In einer Auflistung ist es besser, wenn die einzelnen Punkte für sich selbst stehen. Der letzte Punkt bezieht sich unnötigerweise auf den zweitletzten. Der letzte Punkt beginnt mit: "Das Gleiche gilt für Personen, die...".
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  • Kommentar von Mark Keller  (mkel)
    @SRF: Danke, dass Sie weiterhin Aufklärung über die App und alles was damit zusammenhängt, betreiben. Wie man leider immer wieder sieht, ist das noch immer nötig. Ich würde es sehr begrüssen, wenn Sie beispielsweise auch nochmals die Datenschutzthematik aufnehmen würden und die Funktionsweise der App (und aller weiterer dafür nötigen Infrastruktur, zB Server) für alle einfach verständlich auslegen würden. Da besteht offenbar noch immer viel Erklärungsbedarf.
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