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Schweiz Täglich fehlen bis zu 50 SBB-Lokführer

Ein internes Informationsschreiben der SBB bringt es ans Licht: Es herrscht ein Mangel an Lokomotivführern. Grund: Die SBB haben vor zwei Jahren zu wenig Lokführer ausgebildet. Wer springt nun in die Bresche?

Legende: Video Der SBB fehlen die Lokführer abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 30.11.2014.

Bei der SBB herrscht ein Mangel an Lokomotivführern. Das schreibt die «Sonntagszeitung» und beruft sich dabei auf ein internes Informationsschreiben der SBB.

Darin stehe, dass die SBB vor zwei Jahren zu wenig Lokführer ausgebildet hätten und dass deshalb nun – je nach Standort – pro Tag bis zu 50 Lokführer fehlten.

Harsche Kritik

Wegen des Engpasses plane die SBB unter anderem Pensionierte zurück zu holen und neue Teilzeit-Gesuche vorläufig nicht mehr zu genehmigen, heisst es im Bericht der Zeitung weiter.

Beim Berufsverband der Lokomotivführer (VSLF) sorgt die Fehlplanung für scharfe Kritik. «Die Personalplanung ist ungenügend. Die jetzt beschlossenen Massnahmen gleichen einer Pflästerlipolitik», sagt Verbandspräsident Hubert Giger. Es sei schon seit Jahren absehbar gewesen, dass die SBB ein grosses Problem bekommen würden, so Giger weiter.

Die Angst vor der Einsamkeit

Langfristig wird sich die Lage aber nicht entspannen. Die SBB wollen deshalb mit einer Ausbildungsinitiative reagieren. Im kommenden Jahr sollen statt 107 neu 169 Lokführer ausgebildet werden. 2016 seien gar 194 Ausbildungsplätze geplant.

Das Problem: Ob sich geeignete Nachwuchs finden lasse, ist nicht sicher. Viele junge Leute meiden den Beruf wegen der unregelmässigen Arbeitszeiten. Zudem fürchten sie die Einsamkeit im Lokführerstand.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond, Vivis
    69-jaehrige Lokfuehrer - allein im Fuehrerstand? Neofeudale "Sicherheit" pur....
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  • Kommentar von Michael Debrotti, Basel
    Schöne heile Welt. Einen Tag nach Der Abstimmung nun dies. Ja die BRD-Lokführer verdienen EUR 2'200.- und hier das doppelte oder mal Drei? Und genau heute Stalder-Rail "Es wird dort Produziert wo es gebraucht wird egal wer es kauft". Ist uns ab jetzt so ziemlich egal! Verreckt in Euren vollen Pendler Zügen mit Gestank und Mief. Ich fahre mit Velo oder dem Auto. Ab jetzt holen wir Ossis für die IT, Ende. Solltet mal hören wie die Deutschen ITler über die Schweizer heute Morgen lachen...
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  • Kommentar von Katharina Müller, 8400 Winterthur
    Gratistipp - holt doch die Fachkräfte in Deutschland, dort gibt es die - im Gegensatz zur Schweiz - in Hülle und Fülle!
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    1. Antwort von m.fischbacher, bern
      Genau, dann wird in der Schweiz das Wort "Streik" auch kein Fremdwort mehr sein! Aber bald wird es ja sicher mehr als genügend Lockführer aus anderen EU Ländern geben...
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    2. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Katharina Müller, wir haben jetzt schon sehr viele Deutsch in der Nordschweiz und sie wollen noch mehr? Ok, nur sollte man sich bitte auch die kulturellen Differenzen zwischen der Deutschschweiz und Deutschland bewusst werden. Die beginnen bereits im Wertesystem das daheim mitgegeben wird und geht weiter über das Schulsystem und was Unterrichtet wird. In D hat z.B. fast jeder 2. die gymnasiale Matur. Rund 90% der Deutschen in der Schweiz haben eine Cheffunktion inne, warum wohl?
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