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Ansturm auf zweite Frauensession in Bern
Aus Tagesschau vom 22.06.2021.
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Teilnehmerinnen stehen fest 200 Frauen sind für die Frauensession 2021 gewählt

  • Die Siegerinnen der Wahl für die Frauensession vom 29. und 30. Oktober sind bekannt.
  • 12'000 registrierte Wählerinnen haben aus rund 1400 Kandidatinnen 200 Frauen ausgewählt, die an der Frauensession teilnehmen werden.
  • Gewählt wurden viele Frauen aus Gruppen, die in der Politik nicht häufig anzutreffen sind.

Das Resultat freut Kathrin Bertschy, Co-Präsidentin des Frauendachverbandes Alliance F, der die Wahl organisierte. Wählen lassen konnten sich auch unter 18-Jährige und Frauen ohne Schweizer Pass, damit die weibliche Schweizer Bevölkerung besser repräsentiert werde.

«Tatsächlich sehen wir nun, dass Frauen auffallend gut gewählt wurden, die in der Politik typischerweise untervertreten sind», sagt Bertschy. «Zum Beispiel Frauen, die nicht weisser Hautfarbe sind, oder vielleicht keinen Schweizer Pass haben oder einen Namen, der auf den ersten Blick nicht schweizerisch tönt.»

Eine von ihnen ist Mentari Baumann aus Bern. Sie hat eine indonesische Mutter und einen Schweizer Vater. Die 28-Jährige absolviert ein Masterstudium in Religion, Politik und Wirtschaft, engagiert sich bei den FDP-Frauen und in der Gay-Community, hatte aber noch nie ein politisches Amt.

An der Frauensession wolle sie sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen, sagt Baumann. «Und mit meiner Person will ich zeigen, dass auch lesbische Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund mitreden können.»

«Schwung und Vernetzung» erwünscht

Das Altersspektrum der Gewählten reicht von zwei 17-Jährigen bis zu einer 82-Jährigen. Auch ein paar bereits etablierte Frauen sind darunter – so zum Beispiel die grüne Zürcher alt Stadträtin Monika Stocker. Sie initiierte die letzte Frauensession vor dreissig Jahren.

Neben politischen Impulsen habe die Frauensession etwas Entscheidendes gebracht, das sie auch den Teilnehmerinnen der kommenden Frauensession wünsche: Schwung und Vernetzung. «Beim Anblick all dieser Frauen hatte ich das Gefühl, ich werde gross und stark. Diese Lebendigkeit und Kraft, das war ein Erlebnis, das mich prägte.»

Die 200 nun gewählten Frauen werden zusammen mit 46 Geladenen – die meisten davon aktive Politikerinnen – ab August in Kommissionen Themen vorbereiten. An der zweitägigen Frauensession werden dann politische Forderungen diskutiert und verabschiedet.

Tagesschau, 22.06.2021, 19:30 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Christine Gross  (Tina)
    Warum überkommt mich als 65jährige Frau, die sich immer für Gleichberechtigung eingesetzt hat, die Zukunftsangst für unsere Nachkommen ob solcher Veranstaltungen? Weil diese die Gesellschaft immer weiter auseinanderdividieren: in Frau gegen Mann und vice versa, in LGBTIQ gegen hetero uvv, in Schwarz gegen Weiss uvv ... Um die grossen Probleme dieser Welt zu lösen, wäre ein MITEINANDER zwingend von Frauen UND Männern, ungeachtet ihrer politischen, religiösen, sexuellen, kulturellen Orientierung.
    1. Antwort von Ernst Bachofner  (ebacho)
      Genau so ist es. Super Kommentar.
  • Kommentar von Hans Peter  (HPet)
    Bin ich der Einzige der 12'000 Wählerinnen als extrem wenig erachtet für ein so "wichtiges" Ereignis? Insbesondere wenn man bedenkt, dass mehr als 10% davon selber an dieser Session teilnehmen wollte und vermutlich auch abgestimmt hat.
    1. Antwort von Fabienne Roos  (F. Roos)
      Lieber Hans Peter

      Geht man davon aus, dass 4,3 Millionen Frauen in der Schweiz leben, scheinen die 12'000 Wählerinnen sicher wenig. Der ganze Kandidatur- und Wahlprozess fand jedoch ausschliesslich online statt, es hingen nicht zahlreiche Plakate und es wurden auch keine amtlichen Wahlcouverts verteilt. Das ist wohl ein Teil der Erklärung.
      Schön finde ich übrigens Ihre Bemerkung, dass dies ein wichtiges Ereignis ist. Ich hoffe, Sie können sich nun trotzdem weiter mit allen Gewählten freuen.
  • Kommentar von Walter Schmid  (W. Schmid)
    Es wurden auch Frauen ohne Schweizer Bürgerrecht ausgewählt und zugelassen (gestern SRF Tagesschau) Wir sind nun tatsächlich am verblöden.
    1. Antwort von Fabienne Roos  (F. Roos)
      Guten Tag Herr Schmid
      Darf ich fragen, wer "wir" ist und warum sie denken, dass eine Frauensession mit Teilnehmerinnen ohne Schweizer Bürgerrecht zu einer Verblödung bei "euch" beitragen könnte?
      Möglicherweise dient Ihnen die Erläuterung, dass eine Frauensession ein Anlass ist, der organisiert werden kann wie (in diesem Fall) frau möchte. Da kommen Bestimmungen wie z.B. für die Wahl in den National- oder Ständerat nicht zum tragen.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas die Angst nehmen.