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Teilweise im Ausstand Gemeindepräsident von Crans-Montana bleibt im Amt

  • Der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud, bleibt im Amt.
  • Er tritt aber bei den Aspekten, die die Brandkatastrophe betreffen, in den Ausstand.
  • Nach der Brandkatastrophe vom 1. Januar hatte die Walliser Staatsanwaltschaft am Montag strafrechtliche Ermittlungen gegen Féraud und vier weitere Personen aufgenommen.

In einer Mitteilung schreibt der Gemeinderat von Crans-Montana, dass sie die Vorladung von Nicolas Féraud zur Kenntnis genommen habe und seine Arbeit «gelassen» fortführen wolle.

Für andere Geschäfte weiter zuständig

Féraud ist ab sofort nicht mehr mit Entscheidungen rund um die Aufarbeitung der Brandkatastrophe in der Neujahrsnacht betraut. Er trete in dieser Sache in den Ausstand, nehme ansonsten seine Aufgaben als Gemeindepräsident weiter wahr, teilte der Gemeinderat nach einer Krisensitzung mit.

Um die Bearbeitung der mit der Tragödie vom 1. Januar verbundenen Angelegenheiten sicherzustellen, wurde Stadtrat Sébastien Rey zu seinem Nachfolger ernannt.

Person mit Brille und Anzug spricht.
Legende: Ermittelt wird insgesamt gegen neun Personen, einer davon ist der Gemeindepräsident von Crans-Montana. Keystone/Gian Ehrenzeller

Der Beschluss erfolgte, weil die Staatsanwaltschaft gut zwei Monate nach der Tragödie mit 41 Toten und mehr als 115 Verletzten Ermittlungen gegen Féraud aufgenommen hat. Sie führt ein Strafverfahren unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung.

«Ich habe damit gerechnet, im Rahmen dieser Untersuchung von der Staatsanwaltschaft angehört zu werden», wird Féraud in der Mitteilung zitiert. Eine solche Tragödie werfe unweigerlich viele Fragen auf. Er werde uneingeschränkt mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, damit die Fakten festgestellt werden könnten.

Aufsichtspflicht verletzt?

Im Raum steht die Frage, ob Féraud seine Aufsichtspflicht verletzt hat. Er hatte kurz nach dem Brand eingeräumt, dass die Gemeinde die jährlich vorgeschriebene Brandschutzkontrolle in der Unglücksbar «Le Constellation» seit 2019 nicht mehr durchgeführt hatte.

Es handelt sich um dieselben Anklagepunkte, die auch gegen die Betreiber der Unglücksbar «Le Constellation», Jacques und Jessica Moretti, sowie gegen den ehemaligen und den aktuellen Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde Crans-Montana erhoben wurden.

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Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 9.3.2026, 17:30 Uhr ; 

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