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Hotellerie: Leichte Zunahme der Logiernächte
Aus Tagesschau vom 04.08.2021.
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Tessin als Ausnahme Weiterhin trübe Aussichten für Schweizer Hotellerie

Das schlechte Wetter und das Virus lassen kaum Ferienstimmung aufkommen. Nur aus dem Tessin kommen positive Signale.

In Tessiner Hotels sieht es diesen Sommer aus, als hätte es nie eine Pandemie gegeben. Gegenüber 2019 steigt die Zahl der Logiernächte im ersten Halbjahr um über 27 Prozent. Der Rückgang vom Vorjahr bleibt damit ein einsamer Ausreisser nach unten.

Das liege besonders am starken Frühling, sagt Jutta Ulrich von Tessin Tourismus: «Nach dem langen Winter mit Covid-Restriktionen konnten wir bereits im Frühling deutlich den Wunsch nach Ferien spüren.»

Legende: Die Sonnenstube der Schweiz, das Tessin, konnte eine Zunahme an Logiernächten von 27 Prozent verzeichnen. Keystone

Davon können andere Kantone nur träumen. Schweizweit stieg die Zahl der Logiernächte gegenüber 2020 zwar um gut 14 Prozent. Damit bleiben die Hotels aber nach wie vor deutlich unter dem Vorkrisenniveau – mit über sieben Millionen Übernachtungen weniger.

Weniger ausländische Gäste

Dass die Ergebnisse nicht noch schlechter ausfallen, ist lediglich der starken Binnennachfrage zu verdanken. Der Anstieg von über 50 Prozent gegenüber 2020 bei inländischen Übernachtungen vermag jedoch den Rückgang der ausländischen Gäste nicht zu kompensieren.

Selbst im Tessin trübt dies die sonst positive Stimmung. Eine Erholung bei den Logiernächten von ausländischen Touristen hänge stark davon ab, wie sich die «Reisebedingungen und Quarantäneregeln der Länder» in den nächsten Wochen entwickelten, heisst es bei Tessin Tourismus.

Nur kurzfristiger Optimismus

Trotz dieses Rückgangs und dem Wetterpech, welches nur an wenigen Tagen zu kurzärmligem Flanieren einlädt, ist man im Tessin auch für den Spätsommer optimistisch: «Der August ist ebenfalls schon sehr gut gebucht.» Die Buchungszahlen seien aber noch etwas unter Vorjahresniveau.

Legende: Der Städtetourismus (hier Luzern) spürt nach wie vor die Auswirkungen der Pandemie. Keystone

Weniger optimistisch blickt man bei Schweizer Hotels in die entferntere Zukunft. «Mittlerweile werden Buchungen noch kurzfristiger getätigt als vorher.» Das schränke auch bei Tessiner Betrieben die Planungssicherheit ein und schaffe Unsicherheit beim Einstellen neuer Mitarbeitenden. Ein weiteres Risiko sei, dass Touristen immer flexiblere Buchungs- und Stornierungsbedingungen einforderten.

Besonders betroffen hiervon ist der Städte- und Kongresstourismus. Dieser wurde von der Pandemie besonders getroffen. Nicht wenige Betriebe mussten gar schliessen. Bis sich dieser Sektor erholt hat, wird es laut Branchenorganisationen auch bei positivem Pandemie-Verlauf noch Jahre dauern.

Tagesschau, 4.8.2021, 12:45 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Berta Tschümperlin  (Gentiana123)
    Vielleicht müsste das Angebot grundsätzlich überdenkt werden. Jeder Unternehmer weiss wie wichtig mehrere Standbeine sind. Gerade Luzern hat extrem auf die Asiaten gesetzt. Es wurde ein enormer Werbeaufwand in Asien betrieben. Man brauchte nur durch die Altstadt zu gehen und man wähnte sich in Asien. Ganz zu schweigen von den vielen grossen Reisecars, die die ganzen Strassen und Plätze verstopft haben.
    Ein weiteres Thema ist Preis/Leistung. Man darf ruhig ein wenig nach Österreich schielen.
  • Kommentar von Wolfgang Bortsch  (a2b3c4d5)
    Wenn die Schweiz Schwierigkeiten - wie auch immer - in der Touristik "ortet" ,
    können dies wirklich nur "Geschehnisse" in der Größenordnung einer Pandemie
    sein !
    Aber: die Schweiz hat in jeder Beziehung vorgesorgt.....!
    Dies ist eines der größten "Positivas" in diesem Land .
  • Kommentar von Patrick Janssens  (patrickjanssens)
    Schweizer Hotellerie / Ausländische Gäste
    Man sollte sich einmal die Einkommen in Europa in den verschiedenen Ländern ansehen bei Eurostat, dann mal die Hotelpreise in der Schweiz ansehen.
    Dass ein Normalbürger aus Portugal, Spanien oder Polen nicht 2 Wochen in St Moritz in einem Hotel verbringen kann wundert mich überhaupt nicht.
    Von den top 5% der Bevölkerung kann man Hotels nicht auslastend belegen das ganze Jahr.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Die Luxus Hotellerie hat weniger Probleme als die weniger teuren Hotels. Sehr reiche Leute können sich immer Ferien leisten und sind auch gerne unter sich, wie z.B. in St. Moritz und Gstaad.