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Mit den Robidogs nahmen die Steuern zu
Aus SRF 4 News aktuell vom 27.11.2019.
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Teure Vierbeiner Einnahmen durch Hundesteuern steigen stark an

  • Die Einnahmen aus Hundesteuern sind innerhalb eines Jahrzehnts stark angestiegen.
  • Kantone und Gemeinden konnten dank dieser Abgabe im Jahr 2017 über 50 Millionen Franken einnehmen.
  • Massive Unterschiede bestehen bei der Hundetaxe in den verschiedenen Gemeinden.
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Aus dem Archiv: Haustiere – lieb und teuer
Aus ECO vom 19.08.2019.
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So zahlen Hundebesitzer im zürcherischen Uster mit 200 Franken pro Jahr rund drei Mal mehr als Hundehalter in Bellinzona, wo die Steuern 70 Franken betragen, wie es in der Medienmitteilung des Internetvergleichsdienstes Comparis heisst.

Die Robidog-Kästen verteuern die Hundehaltung

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Leo Hug, Gebührenexperte von Comparis, führt die Verteuerung der Hundehaltung auf die Einführung der Robidog-Kästen in den 90er-Jahren zurück: «Die Entsorgung aus den Robidogs und deren Unterhalt kostet. Deshalb hat man diese Kosten in Form von Gebühren an die Hundehalter weitergegeben.»

Aber grundsätzlich sei eine Hundesteuer eine Steuer, was bedeutet, dass die Gelder nicht notwendigerweise fürs Hundewesen verwendet werden müssen. Dass es tendenziell teurer ist, Hunde in Städten zu halten als auf dem Land führt Hug darauf zurück, dass die Akzeptanz für Hunde in Städten nicht gleich gross sei.

2007 nahmen Kantone und Gemeinden über die Hundetaxe noch 33.2 Millionen Franken ein, 2017 waren es 50.5 Millionen Franken. Das entspreche einem Anstieg von 52 Prozent, heisst es weiter. Comparis hat für die Zahlen die Hundesteuer in den Kantonshauptorten und grössten Schweizer Städten verglichen.

Unverhältnismässiger Anstieg

Der massive Anstieg ist laut dem Vergleichsdienst nicht auf die gestiegenen Anzahl Hunde zurückzuführen. Im untersuchten Zeitraum habe die Hundepopulation um nur 12 Prozent auf 551'000 Hunde zugenommen.

Die zusätzliche Belastung der Hundebesitzer durch Gemeinden und Kantone sei in den letzten zehn Jahren unverhältnismässig gewesen, meint Comparis-Experte Leo Hug. «Einige Gemeinden versuchen offensichtlich, die Hundepopulation durch eine progressive Hundetaxe zu steuern. Nicht selten verlangen sie für den zweiten Hund den doppelten Tarif.»

Besonders schmerzhaft sei das in Basel. Die Stadt verlange für den zweiten Hund 320 Franken.

Nicht für alle Hunde wird Taxe erhoben

Lawinen- und Katastrophenhunde aber auch Behinderten- oder Diensthunde sind in der Regel von einer Taxe befreit. Viele Gemeinden sehen eine Ermässigung für Wachhunde auf Bauernhöfen vor.

Comparis stützt sich beim Gebührenvergleich auf die Angaben auf den Internetseiten der Gemeinden. Die steuerstatistischen Angaben zu den Einnahmen aus Hundetaxen beruhen auf der Finanzstatistik der Eidgenössischen Finanzverwaltung, die im September 2019 publiziert wurde.

Teil der Gelder geht an Kantone

Die Gemeinden können die Hundesteuern im Rahmen kantonaler Leitlinien erheben, wie es weiter heisst. Sie werden zum Teil für die Entsorgung für Hundekot verwendet. Sie können aber auch für Zwecke genutzt werden, die nichts mit dem Hundewesen zu tun haben.

Einen Teil ihrer Einnahmen aus Hundesteuern müssen die Gemeinden den Kantonen weitergeben, wie es weiter heisst. Im Jahr 2017 haben die Kantone 10.1 Millionen Franken oder 20 Prozent der Hundesteuern für sich beansprucht. Aktuellere Daten sind laut Comparis nicht erhältlich.

Der Vergleichsdienst hat auch den Zusammenhang von Hundesteuern auf die Dichte der Hundepopulation untersucht. Der Kanton Basel-Stadt weise mit einem Hund auf 38,4 Personen die geringste Hundedichte auf und ziehe relativ hohe Hundesteuern ein.

Der Kanton Zürich mit einer ebenfalls hohen Hundetaxe komme auch auf eine relativ geringe Hundedichte von 25.3 Einwohnern je Hund.

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