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Der Rückbau der Tamoil-Erdölraffinerie startet
Aus Schweiz aktuell vom 12.08.2021.
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Teurer Rückbau im Wallis Tamoil-Erdölraffinerie wird für 10 Millionen Franken abgerissen

Es ist eines der grössten Rückbauprojekte Europas. Dabei werden 90 Kilometer Rohrleitungen demontiert.

Über Jahrzehnte prägte sie das Landschaftsbild im untersten Kantonsteil des Wallis. Die Tamoil-Raffinerie bei Collombey-Muraz. Im Jahr 2015 kam die Hiobsbotschaft: Tamoil verkündete die Schliessung. Der internationale Preisdruck sei zu gross. Seit nunmehr sechs Jahren steht die Raffinerie still. Nun wird sie abgerissen.

Legende: Keystone

«Von den grossen Tanks wird fast alles recycelt und die Teile der Raffinerie werden wir, wenn möglich, an andere Raffinerien verkaufen», sagt Stéphane Trachsler, Direktor von Tamoil Schweiz. 95 Prozent der ganzen Anlage werde entweder wiederverwendet oder recycelt.

Als das Ende der Raffinerie bekannt gegeben wurde, sei das ein Schock für die Region gewesen, sagt SRF Wallis-Korrespondent Roger Brunner: «Die Raffinerie war ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerzahler. Das abrupte Ende musste zuerst einmal verarbeitet werden.» 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben damals ihren Arbeitsplatz verloren.

Ein Stück Walliser Industriegeschichte

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Legende: Keystone

Die Erdölraffinerie Raffinerie bei Collombey-Muraz war von 1963 bis 2015 in Betrieb. Errichtet wurde sie vom italienischen Konzern Eni und war zuletzt im Eigentum der Tamoil.

Dieser Schock ist nun aber längst verdaut. Auf dem Gelände der Raffinerie gibt es Platz für neue Ideen. Die Gemeinde Collombey-Muraz will nun von Grund auf einen neuen Ortsteil aufbauen. Der Gemeindepräsident Olivier Turin erhofft sich einen grossen Mehrwert und träumt von einem Ortsteil mit guter Durchmischung: «Ich sehe einen Innovationspark mit neuer Technologie, aber auch mit Naherholungsgebiet, wo es sich gut leben lässt, mit Biodiversität und Langsamverkehr.»

Ein Innovationspark mit neuer Technologie, aber auch mit Naherholungsgebiet, mit Biodiversität und Langsamverkehr.
Autor: Olivier Turin Gemeindepräsident Collombey-Muraz

Tamoil will das Grundstück behalten. Stéphane Trachsler, Direktor von Tamoil Schweiz: «Wir werden das Terrain an interessierte Unternehmen vermieten.»

Bevor das Areal aber zu neuem Leben erwachen kann, muss neben dem Rückbau der Anlage auch der Boden saniert werden. Diese Altlasten werden parallel bereits während dem Rückbau beseitigt. Betroffen sind etwa zwei Prozent des Geländes.

Schweiz aktuell, 12.08.2021, 19:00 Uhr;

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    @ F. Meyer 06:25: Diese gehören zu den 95%, wie aus dem Text entnommen werden kann.
    Wiederverwenden ist oft günstiger und dauch ökologischer weil das Recycling, obwohl notwendig und hilfreich immer noch viel mehr Energie verbraucht als eine dierkte Wiederverwendung.
  • Kommentar von marc sutter  (sutterberlin)
    Ach ja liebe SRF Schreiber, eines der grössten Rückbauprojekte Europas ist das ja nun wirklich nicht, da stehen doch noch sehr viele grössere Industrieleichen rum. Wie ich den restlichen Artikeln entnehmen kann, übernimmt sogar Tamoil die Kosten dafür, was eigentlich bei jedem solchen Projekt sein sollte, wenn die goldene Kuh ins Rentenalter kommt.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Mit "rumstehen" ist es nicht gemacht. Ein Rückbauprojekt ist eine Anlage erst dann, wenn effektiv Rückgebaut wird.
  • Kommentar von Bernhard Meyer  (Bernhard Meyer)
    Am Ende der Abbrucharbeiten müssen von Schweizer Behörden Probebohrungen gemacht werden, um allfällig tiefer liegende Altlasten zu eruieren.