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Abzocke mit falschem Coop-Gewinnspiel
Aus Espresso vom 19.12.2018.
abspielen. Laufzeit 03:26 Minuten.
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Teurer Wettbewerb Abzocke mit falschem Coop-Gewinnspiel

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Facebook kursiert ein Wettbewerb, bei dem man angeblich einen Coop-Gutschein über 750 Franken gewinnen kann.
  • Wer mitmacht, muss eine Hotline anrufen und dort Frage um Frage beantworten. Was die Teilnehmer nicht wissen: Der Anruf kostet 1.99 Franken pro Minute.
  • Hinter dem Wettbewerb steckt nicht Coop, sondern eine holländische Firma. Der Detailhändler ärgert sich auf Anfrage des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso», kann nach eigenen Angaben jedoch wenig ausrichten.

Ein 750-Franken-Gutschein von Coop – der Wettbewerb auf Facebook tönt verlockend. Doch wer beim Gewinnspiel mitmacht, wird auf eine Telefonhotline verwiesen, wo Frage um Frage beantwortet werden muss. Was die Teilnehmer nicht wissen: Hinter dem Gewinnspiel steckt nicht Coop – und das Telefon kostet 1 Franken 99 pro Minute.

Konkret muss man beim Gewinnspiel zunächst seinen Namen und seine Telefonnummer angeben, um anschliessend auf eine 0900er Nummer anzurufen. Dass diese kostenpflichtig ist, erfahren die Teilnehmer während des Anrufs nicht. Ein entsprechender Hinweis versteckt sich schlecht lesbar im Kleingedruckten der Internetseite. Dort steht auch, dass offenbar eine Firma aus Holland hinter dem Spiel steckt.

Abgezockte Teilnehmer machen Coop verantwortlich

Mehrere erboste Teilnehmer des Gewinnspiels haben sich bei der SRF-Konsumentensendung «Espresso» gemeldet. Sie wurden am Telefon für viel Geld hingehalten und hatten keine Chance auf den Gewinn. Und: Sie fühlten sich zunächst durch Coop abgezockt. Kein Wunder: Auf der Seite des Gewinnspiels hat es mehrere Coop-Logos und sogar ein bildschirmfüllendes Foto aus einem Coop-Supermarkt. Dass Coop mit dem Wettbewerb nichts zu tun hat, erfahren die Geprellten erst später.

Coop prüft rechtliche Schritte

Entsprechend ärgert sich auch Coop auf Anfrage von «Espresso» über den angeblichen Wettbewerb des Detailhändlers, der über Facebook verbreitet worden ist. Sprecherin Andrea Bergmann: «Wir können solche Gewinnspiele nicht verhindern, prüfen jedoch rechtliche Schritte.» Man melde solche betrügerischen Wettbewerbe jeweils auch Facebook, falls sie dort verbreitet worden seien.

Andrea Bergmann empfiehlt Kunden vorsichtig zu sein und jeweils gut zu prüfen, ob es sich wirklich um einen echten Wettbewerb handelt. Um Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, könne man auf der Facebook-Seite des Unternehmens nach einem blauen Häkchen neben dem Firmennamen Ausschau halten. Facebook bestätige so die Authentizität der Seite.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Es gibt mehrere Gauner aus Holland im Internet, noch gibts eine Firma die seit 2016 ihr Unwesen treibt, sie steigern ihre Artikel durch eigene Leute hinauf, bis sie in der sicheren maximalen Gewinnzone sind, der Dumme ist dann der glaubt, der Steigerungspreis sei von anderen Mitbietern hochgetrieben worden. Noch immer kümmert sich der Rechtsstaat in der EU nicht um die Stilllegung dieser Gaunerfirmen. Aber wenn der kleine Mann arglos vom Internet herunterladet warten happige Bussen.
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  • Kommentar von Marina Zingg  (openyourmind)
    Die Mär von „Gratis“ geistert immer noch durch die Köpfe.
    Es gib nichts gratis: Mit den Kundenkarten werden Daten gesammelt, sehr billig, viel billiger geht nicht mehr, für ein paar Rabattmärkli. Mit Wettbewerben werden zukünftige Kunden gewonnen, mit Suchmaschien wird personifizierte Werbung platziert, bei Gruppenchat werden die Daten aller Mitglieder ausspioniert, etc. etc.. Hier wären Artikel wie der Markt funktioniert, im Sinne von einem kleinen ABC der Wirtschaft, sinnvoll.
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  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    Sorry liebe COOP, was gibts denn da noch zu prüfen, wenn Ihr nicht dahintersteckt und damit nichts zu tun habt? Oder habt ihr doch was zu verbergen? Wenn ich ein Bild oder Foto einfach so verwende und ich habe keine Einwilligung des Rechteinhabers, kann mich das eine sehr hohe Summe kosten. Und wenn ich dann noch so ein "Gewinnspiel" starte, ist das ja auch nicht legal. Also handelt gefälligst, für anderen Blödsinn habt ihr doch genug in Eurem WERBEETAT.
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