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Tierspital Bern: Übermüdete Studenten verwechseln Katheter
Aus Espresso vom 15.09.2016.
abspielen. Laufzeit 08:27 Minuten.
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Schweiz Tierspital Bern: Übermüdete Studenten verwechseln Katheter

Am Tierspital Bern arbeiten die Veterinär-Studierenden unter noch prekäreren Bedingungen als ihre Zürcher Studienkollegen. Darunter leiden nicht zuletzt die betreuten Tiere. Studierende berichten von gravierenden Vorfällen.

Lange Einsätze bei Tag und Nacht – zum Teil bis zu 24 Stunden – kaum Pausen und das alles ohne einen einzigen Rappen Lohn: Mehrere Veterinär-Studierende der Uni Bern, die am Tierspital ihr Praktikum machen, berichten Haarsträubendes. Das Arbeitsgesetz scheint man dort gänzlich zu ignorieren.

Drohungen und fatale Fehler

So dürften sich die Studentinnen und Studenten theoretisch nach einer anstrengenden und langen Nachtschicht zuhause erholen. Wenn man aber darauf poche, dann reagierten die Verantwortlichen mit Drohungen, schreibt eine Studentin an SRF: Das wirke sich negativ auf die Bewertung aus, heisse es. Manche arbeiteten deshalb einfach übermüdet weiter – mit fatalen Folgen: Ein Student berichtet von einem Tier, das gestorben sei, weil ihm ein übermüdeter Kommilitone versehentlich Flüssignahrung in den Venenkatheter gespritzt habe. Ein anderer erwähnt ein Tier mit Nierenproblemen, dem man versehentlich ein nierenschädigendes Medikament gespritzt habe.

«Das Studium verändern»

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Interview mit David Spreng
08:02 min, aus Espresso vom 14.09.2016.
abspielen. Laufzeit 08:02 Minuten.

Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» konfrontiert den verantwortlichen Studienleiter an der Universität Bern, David Spring, mit diesen happigen Vorwürfen. Seine Reaktion: «Das ist absolut nicht das, was wir wollen.» Er verspricht, man werde das Studium nun ändern. Es werde mehr Betreuung für die Studierenden geben, vor allem auch in den Notfalldiensten und auch sonst strebe man bessere Arbeitsbedingungen an. Schöne Worte. Ob ihnen auch Taten folgen, muss sich zeigen.

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Illegale Nachtarbeit: Uni Zürich beutet Studenten aus
Aus Kassensturz vom 13.09.2016.
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10 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Man muss eben nicht Studenten ohne letzte Überwachung durch einen erfahrenen Arzt arbeiten lassen. Das ist nicht nur hier so, sondern in allen Branchen. Nichts gegen junge Leute, aber die haben eben noch keine Erfahrung in wichtigen Dingen.Wenn es sich um Arbeiten handelt, die sich nicht gross gesundheitlich oder finanziell auf jemanden auswirken, kann man junge Menschen eher selbständig arbeiten lassen. Bei wichtigen Berufen wie Ärzten, Lehrern, Politik braucht es Jahre unter direkter Aufsicht.
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Und wenn man Dan der Rechnung bekommt, müsste schon 2 Chefarzten operiert habe. Und das Tier leid ist die Verantwortlichen offensichtlich egal.
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  • Kommentar von b h  (BB)
    studieren auf staatskosten, am liebsten noch mit einem schönen lohn, jammern wenn mal ein effort verlangt wird, klagen wegen einer toten katze und dann beim mac chicken nuggets bestellen... gratuliere.. so stell ich mir die Elite von morgen vor.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Ziemlich unqualifiziert, was Sie da von sich geben. Studierende haben keinen Lohn, bezahlen Studiengebühren dass sie Praktikas machen dürfen. 36 Stunden am Stück arbeiten ist nicht "ein effort", sondern schlicht illegal und gefährlich und was Sie mit den chicken nuggets im Zusammenhang mit Tieren die anstatt gesund tot geworden sind im Spital erschliesst sich wohl nur Ihnen. Passt, dass Sie anonym schreiben.