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Trend hält an Immer mehr Wohnungen finden keinen Mieter

  • Insgesamt standen per 1. Juni 2019 in der Schweiz 75'323 Wohnungen leer.
  • Im Vergleich zum Vorjahr sind es 3029 Wohnungen mehr, die nicht belegt sind.
  • Damit hält der seit zehn Jahren zu beobachtende Aufwärtstrend an.
Legende: Video Aus dem Archiv: Was Vermieter gegen leere Wohnungen tun abspielen. Laufzeit 03:29 Minuten.
Aus 10vor10 vom 11.09.2017.

Nach einem zweistelligen Wachstum im Vorjahr fiel die Zunahme in den letzten zwölf Monaten weniger steil aus, wie das Bundesamt für Statistik bekanntgab.

Aufwärtstrend hält an

Die 75'323 leerstehenden Wohnungen am 1. Juni 2019 entsprechen 1.66 Prozent des gesamten Bestandes an Wohnungen (einschliesslich Einfamilienhäuser). Im Vergleich zum Vorjahr waren 3029 Wohnungen mehr nicht belegt, was einer Zunahme von 4.2 Prozent entspricht.

Damit hält der seit zehn Jahren zu beobachtende Aufwärtstrend an. Die Dynamik im Wohnungsmarkt hat sich jedoch verlangsamt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte die Zunahme an leeren Wohnungen noch 13 Prozent betragen. Die Leerwohnungsziffer lag per 1. Juni 2018 noch bei 1.62 Prozent.

Starke Zunahme im Tessin

Die Zahl der auf dem Markt angebotenen und leer stehenden Wohnungen nahm per 1. Juni 2019 gegenüber dem Vorjahr in fünf Grossregionen zu. Am stärksten stieg die Leerwohnungsziffer im Tessin und im Espace Mittelland, während sie in den Hotspots Zürich und Genfersee zurückging.

Im kantonalen Vergleich wies der Kanton Solothurn wie schon im letzten Jahr die höchste Leerwohnungsziffer auf. Als einziger Kanton überschritt Solothurn die Marke von drei Prozent deutlich. Hohe Leerstandquoten wiesen ferner die Kantone Thurgau (2.65 Prozent), Jura und Aargau (je 2.59 Prozent) aus.

Wo ist die Leerwohnungsziffer am höchsten, wo am tiefsten? Die Top 5 der Kantone:

KantonLeerwohnungsziffer (in %)Leer stehende Wohnungen
Solothurn3.404674
Thurgau2.653575
Jura2.59997
Aargau2.598377
Schaffhausen2.561088
(...)(...)(...)
Basel-Stadt1.021124
Zürich0.896654
Obwalden0.87187
Genf0.541260
Zug0.42244

Zug mit tiefster Ziffer

Unter der Marke von ein Prozent blieben die Kantone Zug (0.42 Prozent), Genf (0.54 Prozent), Obwalden (0.87 Prozent) und Zürich (0.89 Prozent). Am stärksten nahm das Wohnungsangebot mit ein und zwei Zimmern zu, während weniger Wohnungen mit sechs und mehr Zimmern auf dem Markt waren.

Weiter zu nimmt der Bestand an leer stehenden Einfamilienhäusern. Per 1. Juni 2019 waren knapp 7600 Einfamilienhäuser zur Miete oder zum Kauf ausgeschrieben. Das waren 5.6 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Zahl der unbewohnten neuen Wohnungen verharrte mit gut 10'000 Einheiten auf dem Vorjahresniveau.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von pedro neumann  (al pedro)
    Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Da auf dem Finanzmarkt das Kapital kaum mehr Erträge lieferte, wurde in Immobilien investiert bis zum Umfallen. In jeder Gemeinde stehen diese gleichförmigen, phantasielosen Rendite-Blöcke. Nun drückt das allmählich auf die Mietpreise. Doch noch immer rechnen sich auch nicht voll vermietete Objekte und die stete Immigration wird auch diese nach und nach füllen....
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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Wo in welchen Regionen und welchen Preissegmenten, das fehlt hier gänzlich. Eine Statistik ist erst dann eine brauchbare Statistik, wenn selbige einigermassen etwas aussagt, was die aktuelle Situation wirklich wiedergibt. zB. In welchem Preis-Segment gibt es wie viel Leerstände? In welchem Preis-Segment gibt es kaum bis gar keine Leerstände. Es fehlen halt die Details und das macht die Statistik einerseits und diesen Bericht andererseits eher unbrauchbar.
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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    Die Leerstände sind oft vom Vermieter selbst verursacht.
    Bei uns im Haus wurde die monatliche Miete der frei werdenden Nachbarswohnung von 1700 auf 2400 Franken (also um 700 Franken pro Monat !!!) erhöht. Die Wohnung steht nur deshalb seit 8 Monaten leer.
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