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Trockenheit und Hitze Wenn vom Fluss nur noch das Bett bleibt

Trotz lokaler Niederschläge hat die Trockenheit die Schweiz weiter im Griff. Mancher Fluss scheint sogar verschwunden.

Legende: Video Durch Hitze und Trockenheit ist das Flussbett der Töss vollständig ausgetrocknet abspielen. Laufzeit 0:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.07.2018.

Töss, weg. Emme, weg. So scheint es auf den ersten Blick. Mancherorts ist von diesen Flüssen nur noch das ausgetrocknete Flussbett sichtbar. Der Grund: In der Schweiz ist es so trocken wie lange nicht mehr. Die Pegel der Gewässer erreichen neue Tiefstwerte.

Ausgetrocknetes Flussbett der Töss bei Wila (ZH).
Legende: Die Töss bei Wila (ZH) am 26. Juli: Wo einst die Töss geflossen ist, sind nur noch Steine zu sehen. Hitze und fehlender Regen lassen nur noch das Bett zurück. Keystone

Nicht nur kleinere und mittlere Bäche und Flüsse seien von tiefen Abflüssen betroffen. Auch bei grösseren Flüsse wie Thur, Limmat, Aare, Rhein, Ticino und Reuss liegen die registrierten Abflussmengen nahe oder teils auch unterhalb der langjährigen saisonalen Tiefstständen. Bei der Thur etwa seien die Abflüsse in diesem Monat so tief wie seit Juli 1949 nicht mehr.

Von den tiefen Wasserständen betroffen sind auch grössere Seen in der Zentral- und Ostschweiz. Auf sehr tiefen Niveaus liegen derzeit etwa die Pegel von Walen- und Zürichsee. Im Boden-, Vierwaldstätter- und Zugersee waren die Wasserstände zuletzt im Juli 1949 so tief wie heute.

Das trockene Flussbett der Emme.
Legende: Dieses Bild von der Emme hat User Lukas Hollenstein am 26. Juli gemacht. Auch hier ist Wasser weit und breit nicht zu sehen. SRF Augenzeuge/Lukas Hollenstein

Wegen der deutlich unterdurchschnittlichen Niederschläge der letzten Monate gingen laut Markus Künzi vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) auch die Grundwasserstände und Quellabflüsse stetig zurück. Im Zuge der Trockenheit seien derzeit normale bis zunehmend tiefe Grundwasserstände und Quellabflüsse mit sinkender Tendenz zu verzeichnen.

Trockenheit

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11 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Von welchen Flüssen und Bächen zweigen die Bauern Wasser ab? Wen immer mehr Flussbette austrocknen nehmen auch die Wildtieren grossen Schaden. Zu hoffen ist, dass viele Fische gerettet bzw. umgesiedelt werden konnten, sei es aus Wassermangel hohe Temparaturen des Wassers. Was für ein Sommer - mit grossen Schäden für die Bauern und die Umwelt.
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  • Kommentar von georg hanselmann (jü)
    Was soll mit diesem Unsinn und Unwarheiten von der Töss ? Die Töss ist im Sommer ,wenn es mal nicht 1 Woche geregnet hat, unterhalb Wila-Turbenthal immer mit sehr wenig Wasser (Rinnsal) oder gar keines . Der Grund ist Hausgemacht: Stadt Winterthur bezieht ab Hulftegg-Gibswil Ihr Leitungswasser. Und das schon ca. 50-60 Jahre, darum gibt es weniger für die Fiscche, und ein Teil Versicker im Kiesbett. Ich verbrachte mein Jugend im Tösstal, Rikon und Steinenbachertal
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    1. Antwort von Peter Oertel (PetOert)
      Nu ja - das Bild von der Töss bei Wila ist tatsächlich tendenziös: die Töss trocknet hier - zumindest oberflächlich - schon nach kurzen Trockenzeiten aus. Falsch ist, dass dies wegen der Trinkwasserfassung für die Stadt Winterthur so ist. Winterthur fasst das Wasser nicht aus der Töss. Ein Teil des Tösswassers fliesst streckenweise - u. a . unterhalb von Wila - immer unterirdisch. Wenn es in diesen Teilen trocken ist, heisst das nur, dass Sie weniger als ein gewisses Minimum hat.
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  • Kommentar von Dani Hoozer (DH-CH)
    Nun wāre es interessant zu wissen, wer die Klimaerwārmung im Jahr 1949 verursacht hat. Wenn wir die finden würden, kōnnten wir sie nachtrāglich noch “hart anpacken”
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