- Trotz Betroffenheit soll der Chienbäse stattfinden, entscheidet der Stadtrat von Liestal.
- Nach dem Brandunglück in Crans-Montana diskutierte Liestal aus Pietätsgründen über eine Absage des Feuerbrauchtums.
- Die Feuerwehr könnte den Anlass bei Gefahr aber noch kurzfristig absagen.
Die Brandkatastrophe in Crans-Montana hat in Liestal, im Kanton Baselland, eine emotionale Debatte ausgelöst: Ist der feuerlastige Umzug Chienbäse dieses Jahr angemessen? Die Stadträtin Pascale Meschberger (SP) stellte zur Debatte, ob der Feuerbrauch abgesagt werden soll – aus Pietätsgründen. Das sorgte im Stedtli Liestal für viel Gesprächsstoff.
Jetzt hat der Liestaler Stadtrat aber beschlossen, dass der Traditionsanlass auch dieses Jahr stattfinden soll. Allerdings hat bei diesem Entscheid der Einsatzleiter der Feuerwehr das letzte Wort. Dieser kann, je nach Wetter- und Gefahrensituation, den Anlass auch kurzfristig absagen. Diese Regelung gilt jedes Jahr. In einer Medienmitteilung zeigt sich der Stadtrat tief betroffen vom tragischen Unglück in Crans-Montana und betont, dass die Frage nach einer Absage durchaus berechtigt sei.
Entscheid «nach sorgfältiger Abwägung»
Trotzdem hat der Rat «nach sorgfältiger Abwägung» einstimmig beschlossen, an der Durchführung dieses Jahr festzuhalten.
«Der Anlass soll als Zeichen für den Zusammenhalt und die Gemeinschaft in seiner Tradition fortgeführt werden», heisst es. Der Chienbäse beruhe auf einer langjährigen Tradition und habe für die Bevölkerung eine grosse Bedeutung.