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Nachts gibts mehr Securitas für die Partymeile
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 10.05.2021.
abspielen. Laufzeit 02:37 Minuten.
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Trotz Partynacht Ausgangsmeile Basler Hafen bleibt offen

Am Wochenende feierten etwa 1500 Menschen ohne Abstand und Maske. Der Kanton verschärft die Coronaregeln trotzdem nicht.

Im Basler Hafen beim Dreiländereck hat am Wochenende eine grosse Party stattgefunden. Die vorwiegend jungen Leute kamen nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus den angrenzenden Ländern Frankreich und Deutschland.

Die Stimmung sei angespannt gewesen, erzählt Katja Reichenstein, die im Hafen arbeitet und am Wochenende zugegen war. «Ich habe gespürt, dass die Stimmung drehen wird.» Und das ist dann auch geschehen. Es gab eine Schlägerei mit 20 Beteiligten und einem lebensgefährlich Verletzten.

Polizei kam vorbei, konnte aber nichts ausrichten

Die Polizei sei immer wieder im Hafen gewesen an diesem Abend, sagt Reichenstein. «Sie kam 15 bis 20 Mal, schaute die Situation an und ging wieder.» Für das Nicht-Eingreifen zeigt Reichenstein Verständnis. «Die Polizei hat wohl gemacht, was machbar war.»

Verschärfungen der Coronaregeln, wie sie in der andern Ausgangsmeile Steinenvorstadt nach ausufernden Partys eingeführt wurden, sind derweil für den Hafen nicht geplant.

Der Hafen als Ausgangsviertel muss offenbleiben.
Autor: Beat JansRegierungspräsident Basel-Stadt

Regierungspräsident Beat Jans sagte am Rande einer andern Medienkonferenz, er wolle das Gebiet trotz wiederholten Verstössen gegen die Coronabeschränkungen nicht schliessen: «Der Hafen muss offenbleiben.» Man engagiere nun zusätzliche Securitas-Leute um den Barbetreiberinnen und -betreibern zu helfen.

Dass im Hafen im Dreiländereck trotz Coronabeschränkungen Partys gefeiert werden, ist nicht neu. Um ein Fest zu unterbinden, wurde die Uferstrasse, die durch das Gebiet führt, am Wochenende gesperrt. Wer das veranlasst hat, ist am Montag nicht bekannt. Diese Massnahme hat am vergangenen Wochenende ihre Wirkung aber offensichtlich verfehlt.

Partybilder aus Basel haben bereits im vergangenen Jahr für viel Kritik gesorgt. Damals feierten Leute in der Steinenvorstadt ohne Abstand und ohne Maske. Der Kanton erklärte das Gebiet beim aktuellen Öffnungsschritt deshalb zum «Hotspot» mit verschärften Corona-Schutzmassnahmen.

Regionaljournal Basel, 10.05.2021, 12:03 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Rochus Schmid  (Rochus Schmid)
    Das wären ideale „ research in reality“ Möglichkeiten. Aber auch ohne Wissenschaft ist es ja recht klar, dass da (Ansteckungs)behauptung und Realität weit auseinander klaffen.
    Die Aufklärung erreichte, dass man der Kirche nicht mehr alles glaubte.
    Dieser Geist der Aufklärung muss nun nochmals auf die aktuelle Situation angewendet werden.
    1. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      Die Aufklärung wollte nicht Party feiern, sondern das Hirn zum selbständigem Denken gebrauchen.
      Parties in Zeiten von Pandemien war Sache der Kirche, nicht ein Anliegen der Aufklärung. Die hätten keine Probleme gehabt rational nach zu vollziehen, dass Menschenansammlungen ein erhöhtes Risiko darstellen.
      Gleich ob der Schaden eintritt oder mal nicht.
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Bei der Frauendemo in Basel war die Basler Polizei an vorderster Front und griff übermässig durch! Aber das Hafenareal dicht machen, dafür ist man nicht fähig. Und wenn dann der Regierungspräsident davon spricht, dass der Kanton zusätzliches Securitas-Personal engagiert, dann verstehe ich diese Welt nicht mehr!
    1. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      Vermutlich wurde das Gewaltpotential an der Frauendemo in Basel massiv überschätzt, oder die Basler Polizei gewichtet Weekendsparties am Stadtrand anders als Demontrationen in der Stadt, oder der Gruns ist derselbe, wrshalb gestern die Sonne schien und es heute regnet.
      Äpfel und Birnen sind Obst, aber nicht dasselbe.
  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Immer wieder bleiben solche “Verstöße” ohne epidemiologische Folgen, aber niemand zieht die logischen Schlüsse. Schon merkwürdig.
    1. Antwort von Christian Kunz  (CK124)
      Immer wieder gewinnen Leute im Lotto, welche Schlüsse ziehen sie für die Mehrheit?
      Anektotische Ereignisse und Ausnahmen sind von jeder Regel möglich.
      Ein paar Stunden Patry unter jungen Leuten mit geringem Risiko führt noch nicht zur Explosion der Zahlen. Zudem müssten die Fälle kausal erst nachgewiesen werden und das dürfte achon recht schwierig werden.
      Solches Verhalten in einer Pandemie wird aber nie zur Besserung der Pandemie beitragen.