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Löcher in den Kirchturmfenstern und Dellen an den Uhrzeigern
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 30.07.2021.
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Turmuhr als Zielscheibe Unbekannte schiessen auf Friedenskirche in Olten

An der Turmuhr und an einigen Fenstern der Kirche wurden Einschusslöcher gefunden. Die Kirchgemeinde hat Anzeige erstattet.

Einschusslöcher in den Fenstern, Abdrücke von Projektilen in den Zeigern der Turmuhr: Auf die reformierte Friedenskirche in der Stadt Olten ist mehrmals geschossen worden. Die Löcher und Schäden an der Uhr wurden bei Arbeiten am Kirchturm entdeckt. Für die Sanierung ist dieser momentan eingerüstet.

Legende: ZVG/Michael Hochuli

Vermutlich habe jemand als Zielübung auf den Turm geschossen, meint Thomas Rutschi, Leiter der Baukommission der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Olten. Die betreffende Person habe sich wohl nichts Böses dabei gedacht. Angst habe er keine, meint Rutschi. Er gehe nicht davon aus, dass mit der Aktion jemand in Gefahr gebracht werden sollte.

Gefährlich könnten die Schiessübungen auf den Kirchturm trotzdem sein. «Es gibt ab und zu Führungen auf den Turm. Wenn gleichzeitig geschossen wird, wenn sich jemand im Turm befindet, dann kann das natürlich gefährlich sein.» Bilder des Sigristen zeigen, dass die Uhrzeiger mehrfach von Schüssen getroffen wurden. Auch die Turmfenster weisen mehrere Einschusslöcher auf.

Legende: ZVG/Michael Hochuli

In alten Zeitungsberichten ist zu lesen, dass Kirchenglocken, Uhren oder Turmspitzen früher ab und zu als Zielscheibe hinhalten mussten. Bei Sanierungsarbeiten an Kirchtürmen finden sich manchmal Schusslöcher. Jene in Olten sind aber neueren Datums. Die Kirchgemeinde hat deshalb Anzeige erstattet.

Auch bei der Soloturner Kantonspolizei ist man nicht erfreut über die Aktion. Die Oltner Friedenskirche liegt in einem Wohnquartier. Abpraller könnten gefährlich sein, meint Polizeisprecherin Astrid Bucher.

Legende: SRF

Wer auf die Uhr am Kirchturm geschossen hat und warum, wissen Polizei und Kirchgemeinde nicht. Es handle sich aber um einen einmaligen Fall, so Bucher. Der Polizei sei nicht bekannt, dass in den letzten Jahren auf ein Gebäude geschossen wurde. Die Schüsse auf die Kirche haben laut Thomas Rutschi einen Schaden von 8000 Franken angerichtet. Dieser sei durch die Versicherung gedeckt.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 20.07.2021, 06:32 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Schneider  (░)
    Läuten die Glocken auch nachts? Wut wegen Lärmbelästigung in der Nacht wäre dann ein mögliches Motiv.
  • Kommentar von Lothar Drack  (spprSso)
    Da nimmt also jemand eine Waffe in die Hand, die zum Töten dient und ballert in einem Wohnviertel herum, aber die «betreffende Person habe sich wohl nichts Böses dabei gedacht» meint der Leiter der zuständigen Baukommission beschwichtigend. Da scheinen in Olten irgendwie amerikanische Verhältnisse zu herrschen. Hauptsache, jeder Schweizer hat ein Gewehr zu Hause und jeder weiss ja ohnehin, was sich gehört und was nicht und Zifferblätter demolieren sind nun mal Volkssport.
    1. Antwort von Patrik Schaub  (Kripta)
      Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die Projektile, NICHT mit einem Sturmgewehr der CH-Armee abgeschossen wurden.
    2. Antwort von Andi Schwarber  (aschwa)
      Ed gibt auch Leute die behaupten die Erde sei eine Scheibe!
    3. Antwort von Patrik Schaub  (Kripta)
      @Schwarber: klar, und jeder hat ein Gewehr zu Hause.