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Überraschende Kehrtwende Genf verzichtet auf eigenes E-Voting-System

  • Der Kanton Genf verzichtet gemäss dem Westschweizer Radio RTS auf seine elektronische Abstimmungsplattform.
  • Der Genfer Staatsrat entschied, keine weiteren Investitionen in das revisionsbedürftige System zu tätigen.
  • Der Entscheid fiel aus finanziellen Gründen. Sicherheitsprobleme sollen keine Rolle gespielt haben.
Legende: Video Aus dem Archiv: Hacker knacken Genfer E-Voting abspielen. Laufzeit 04:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.11.2018.

Der Entscheid des Staatsrats habe nichts mit dem Hacking-Test zu tun, der vor einem Monat durchgeführt wurde. Damals hatten es Hacker geschafft, potenzielle Wähler auf eine gefälschte Website umzuleiten.

Die Sicherheitslücke hätte gemäss Staatsrat zwar behoben werden können. Doch Genf will nicht mehr in das E-Voting-Projekt investieren. Der Kanton hätte mehr als 2 Millionen Franken in die Revision des Systems und die Verbesserung der Sicherheit investieren müssen, so RTS.

Änderung erst nach 2019

Für das kommende Jahr bleibe die Plattform jedoch bestehen, insbesondere auch für die eidgenössischen Wahlen. Für die nächsten Jahre suche Genf nach einer Alternative für die elektronische Stimmabgabe.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Roshardt (Schwiizer53)
    Ich bedaure es sehr - als Auslandschweizer. Aber Sicherheit hat natürlich Vorrang. Allerdings - die Post ist da auch nicht sehr zuverlässig. Die hier vermutlich :-) Ein Schelm der Anderes denkt..... Ich bin dankbar, dass ich auch als Auslandschweizer an der direkten Demokratie teilnehmen kann.
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  • Kommentar von Werner Ammann (Ammann)
    Für Auslandschweizer ist dies vielfach die einzige Möglichkeit überhaupt an Abstimmungen teilzunehmen. Bei meinem Freund in Südafrika kommen die Abstimmunterlagen immer erst nach dem Abstimmtag an.
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    1. Antwort von B. Moser (moser.b)
      Gut man kann auch die Frage stellen: Weshalb überhaupt Auslandsschweizer abstimmen müssen? Im Normalfall haben Sie freiwillig das Land verlassen. Und bezahlen auch kaum Steuern. Für Auslandsschweizer braucht es aus meiner Sicht eigentlich kein E-Voting (da teurer Unfug und nicht Sicher!).
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    2. Antwort von Felix Roshardt (Schwiizer53)
      @b.Moser natürlich zahle ich auch steuern in der schweiz - und natürlich habe ich die schweiz freiwillig verlassen - und ich habe 55 jahre in der schweiz verbracht und steuern bezahlt. ich finde es nicht sehr nett, wenn einfach wieder irgend welche behaulptungen in die welt gesetzt werden.
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  • Kommentar von Diego Füllemann (dfm)
    Wie geht es nun weiter, mit einer Post-Monokultur? Wir wissen ja, wie gut Monopole funktionieren. Die Schweizerische Post entwickelt ihr E-Voting-System übrigens nicht selber, sondern kauft es von der Firma Scytl aus Spanien ein. Die Firma wird finanziert durch mindestens 7 verschiedene Venture Capital Funds aus der EU, England und den USA. Wollen wir wirklich unsere Abstimmungen privatisieren, oder das mit dem teuren und unsicheren E-Voting doch lieber bleiben lassen?
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    1. Antwort von B. Moser (moser.b)
      Wenn man E-Voting generell ablehnt, ist dies unwichtig,
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