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BFU: Stürze und Ersticken als häufige Todesursachen
Aus Nachrichten vom 18.08.2020.
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Unfallstatistik der Schweiz Das sind die häufigsten Todesursachen bei Freizeitunfällen

  • Stürze sind die häufigste Todesursache nach Unfällen zu Hause und in der Freizeit.
  • Zweithäufigste Ursache ist laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) Ersticken – meist sind davon ältere Menschen betroffen.
  • In der Schweiz ersticken pro Jahr knapp 120 Menschen im häuslichen Umfeld und in der Freizeit.

In sechs von zehn Fällen ersticken Menschen beim Essen, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zu ihrer neuen Statistik mitteilte. Gut 70 Prozent der Erstickten waren über 65 Jahre alt.

Erstickungsgefahr bei Kindern

Dieses Schicksal trifft pro Jahr auch drei Kinder, praktisch ausschliesslich unter Vierjährige. Die BFU macht darauf aufmerksam, dass kleine Kinder auch an Kleinteilen wie Magneten, Knopfzellenbatterien und ähnlichem ersticken können.

Nur jeder zehnte Unfall mit Ersticken wird auch als solcher erkannt, obwohl zwei Drittel der Opfer beim Unfall nicht alleine sind. Zeigen sich Symptome wie Panik, Atemnot, Blauverfärbung und ähnliches, sollten unverzüglich die Rettungskräfte alarmiert und deren Anweisungen befolgt werden.

Gefährlicher Ballsport

Unangefochten am meisten Todesopfer fordern weiterhin Stürze mit 1680 Fällen in Jahr, wie die BFU weiter mitteilte. Insgesamt verletzen sich in der Schweiz jedes Jahr über eine Million Menschen bei Unfällen in Freizeit und Haushalt.

37'000 von ihnen tragen schwere Verletzungen davon, 2400 Unfälle enden tödlich. Damit ereignen sich 85 Prozent der tödlichen Unfälle der Schweiz in Haushalt oder Freizeit. 21'000 Verletzte sind auf Strassenverkehrsunfälle zurückzuführen.

419'000 Menschen verletzen sich jährlich beim Sport, am meisten von ihnen beim Ballsport (136'000), vor Wintersport (90'000) und Bergsport (29'000).

Radio SRF 4 News, 18.08.2020, 12 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Da sind kürzlich die E-Bike Unfälle hoch gespielt worden, verbunden mit einer Unzahl unsinniger Forderungen. Wenn ich die obige Statistik anschaue muss ich annehmen, dass E-Bike Fälle unter "anderer Hergang" zu finden und bei weitem nicht so dominant wie z.B. Unfälle im Haushalt sind. Da dürfte man ruhig auch von einigen Forderungen Abstand nehmen.
    1. Antwort von Vanessa Grünig  (vgruenig)
      Mit dem Unterschied, dass fast jeder einem Haushalt beiwohnt, und nur ganz wenige sich auf einem E–Bike verantwortungslos verhalten und somit nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefärden. Es ist wohl nicht zuviel verlangt, wenigstens die Tode, die offensichtlich verhindert werden können, zu hinterfragen.
    2. Antwort von Christian Weber  (CWeb)
      Die müssten bis auf wenige Ausnahmen eigentlich zum Strassenverkehr zählen.
    3. Antwort von Walter Matzler  (wmatz)
      Einverstanden. Wer sich verantwortungslos verhält, sei es auf zwei oder 4 Rädern, handelt VERANTWORTUNGSLOS. Da gibt es nichts zu rütteln, aber das hat nichts mit untauglichen Forderungen und Vorschriften zu tun. Ein Tagfahrlicht z.B. ersetzt mangelnde Beherrschung eines Fahrzeuges oder fehlende Kenntnisse der Verkehrsregeln nicht. Ich akzeptiere Vorschriften wenn sie Hand und Fuss haben.
    4. Antwort von Enrico Dandolo  (Doge)
      Die angesprochenen E-Bike Unfälle sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Strassenverkehr oder im Sport aufgeführt, Herr Matzler.
  • Kommentar von Marc Soltermann  (M.SRF)
    Über 2000 Tote im Haus und in der Freizeit! Sofort alle Häuser schliessen und die Freizeit abschaffen! Wo kämen wir da hin, wenn wir plötzlich akzeptieren würden, dass sterben menschlich ist...
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Vielen Dank BfU für eine Statistik mit "Hand und Fuss"! Den vollständigen Ueberblick gibt es zum Jahr 2017: Dürfen wir im Jahr 2023 den vollständigen Ueberblick zum Jahr 2020 erwarten? Hier und heute eine Frage zu 2020, wo viele ü65 "zuHause" waren: wie ist das Verhältnis der ü65-Jährigen mit Haushaltunfällen im Vergleich zu C? Nur schon in meinem Bekanntenkreis steht es 5 zu 1! Zweite Frage: ist Haushalten Freizeit? Kurz: die B-Daten-Bewirtschaftung ist mir ein Buch mit mindestens 7 Siegeln.
    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Sehen Sie sich doch die unter den Grafiken angegebenen Links an, dann dürften Ihre Fragen beantwortet sein.