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Unterschiedliche Praxis bei Corona-Tests in Spitälern
Aus HeuteMorgen vom 22.04.2021.
abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
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Unterschiedliche Praxis Nicht alle Spitäler machen flächendeckende Coronatests

  • «Testen, testen, testen» ist eines der Schlagworte bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.
  • Deshalb würde man vermuten, dass automatisch auch alle Patientinnen und Patienten auf das Virus getestet werden, die in ein Spital eintreten.
  • Viele Spitäler machen das auch – aber nicht alle. Eine einheitliche Vorgabe gibt es nicht.

Das Kantonsspital St. Gallen ist eines jener Spitäler, das beim Eintritt nicht automatisch alle Patientinnen und Patienten auf Corona testet. Die Begründung: Es gebe keine landesweite Vorgabe von Swissnoso, dem nationalen Zentrum für Infektionsprävention.

Weshalb macht Swissnoso keine Vorgabe zu den Coronatests beim Spitaleintritt, dem sogenannten Screening?

Regionale Unterschiede

Weil es grosse regionale Unterschiede gebe. Deshalb mache eine nationale Vorgabe keinen Sinn, sagt Swissnoso-Präsident Andreas Widmer: «Es gibt Kliniken, mehrheitlich in der Westschweiz, die noch sehr hohe Fallzahlen und viele Patienten haben. Dort macht ein Screening absolut Sinn.»

Richtung Ostschweiz würden die Fallzahlen aber tendenziell abnehmen, so Widmer weiter. «Dadurch muss man extrem viel screenen, um einen einzigen Patienten zu identifizieren.»

Die Schutzmassnahmen, die sowieso in den Spitälern gelten, sind so gut, dass eine Übertragung innerhalb eines Spitals sehr selten ist.
Autor: Andreas WidmerPräsident von Swissnoso

Denn die vielen Tests seien sehr aufwändig und nicht immer sinnvoll. Etwa, wenn das Virus in einer Gegend nicht stark verbreitet sei. Statt auf Tests in allen Fällen setzen deswegen einige Spitäler auf Fragebögen, um abzuklären, wie gross das Risiko ist, dass sich ein Patient vor dem Spitaleintritt mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Die Schutzmassnahmen funktionieren

Auch wenn gewisse Spitäler auf flächendeckende Tests beim Spitaleintritt verzichten: Bisher sei es innerhalb der Spitäler kaum zur Ausbreitung des Virus gekommen, hält Widmer fest: «Die Schutzmassnahmen, die sowieso in den Spitälern gelten, sind so gut, dass eine Übertragung innerhalb eines Spitals sehr selten ist – selbst wenn ein Patient positiv eingeschleust wird.»

Laut Swissnoso haben die Spitäler die Situation also gut im Griff – auch ohne flächendeckende Coronatests beim Spitaleintritt.

Heute Morgen, 21.04.2021, 6 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Huwiler  (huwist)
    So viele Orte wo sich fast keiner ansteckt. Im Spital nicht, draussen nicht, beim Sport nicht, im Gym nicht, im Restaurant nicht, in der Schule nicht. Es hat kein Ende.
    Überall da steckt man sich an. Immer dann wenn jemand infiziert ist und die Abstände zu klein sind. Ist niemand infiziert kann man so blöd tun wie man will und nichts passiert.
  • Kommentar von Alex Hanselmann  (kinkiri)
    Der Hintergrund der Selbstzufriedenheit ist wohl, dass bald fast alle vom Gesundheitspersonal geimpft wurden - sofern sie die Impfung wollten . Dadurch besteht derzeit kaum Gefahr, dass Spitäler mangels Personal zusammenbrechen.

    Und falls dann irgendwann diesen Sommer alle ICU Betten mit ungeimpften Personen belegt sind, hat Spitalpersonal wiederum Priorität, da systemrelevant. Gewisse Personenkreise profitieren doppelt und das schlägt sich im Urteilsvermögen nieder.
  • Kommentar von Kralyxx Mill  (Kralyxx)
    Einfach ausgedrückt: Auch wenn das Risiko einer Ansteckung evtl klein ist, so ist der Schaden, wenn dies doch Eintritt, gross. Dh das Gesamtrisiko dürfte nicht eingegangen werden. Ausserdem ist man als Patientin ja eventuell geschwächt, dh es müsste alles gemacht werden, dass man in diesem Zustand nicht auch noch an Covid19 erkrankt. Die Haltung von Swissnoso halte ich für grobfahrlässig und sollte überdacht werden!
    1. Antwort von Daniela Langenauer  (Daniela L.)
      Ich finde es auch völlig unverständlich, dass nicht generell bei jedem Eintritt getestet wird. Genau aus den von Ihnen genannten Gründen.