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Entgleisung in Luzern Untersuchung dauert Monate

Legende: Video Fünf Tage ohne Bahnanschluss abspielen. Laufzeit 05:34 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 23.03.2017.

Auch zehn Tage nach dem Zugunfall im Bahnhof Luzern wird über die Ursache noch gerätselt. Gemäss ersten Auswertungen sei nicht offensichtlich, was zur Entgleisung des Eurocity-Zugs bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof geführt habe, sagte der Bereichsleiter der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) Christoph Kupper.

Es sei eine aufwändige Untersuchung nötig. Diese dürfte Monate in Anspruch nehmen. Im Fokus der Ermittlungen stünden der Unglückszug und die Infrastruktur im Bahnhof wie Weichen und Schienen sowie ein mögliches Zusammenspiel, sagte Kupper.

Diese Woche untersuchten die Ermittler den Unglückszug, der noch immer im Bahnhof Luzern steht. Es stünden weitere Untersuchungen insbesondere an den Drehgestellen an, sagte Kupper. Zudem würden unter anderem Wartungsprotokolle ausgewertet.

Zug noch nicht freigegeben

Der Unglückszug wurde von der Bundesbehörde noch nicht freigegeben. Der Lokomotivführer, der den italienischen Neigezug steuerte, soll in der kommenden Woche befragt werden.

Laut dem SUST-Sprecher arbeiten rund ein Dutzend Leute an dem Fall. Für gewisse Expertisen würden Spezialisten von Fachinstituten hinzugezogen.

Am Mittwochnachmittag letzter Woche war im Bahnhof Luzern ein Eurocity-Zug aus Italien mit 160 Personen an Bord entgleist. Beim Vorfall wurden sechs Personen leicht verletzt. Ein Wagen kippte um und unterbrach den Bahnstrom. Es entstand Schaden in Millionenhöhe.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Ich finde das ganz sympathisch, dass man sich etwas Zeit nimmt, die Sache bestmöglich zu untersuchen und nicht alles gleich von der Unfallstelle wegräumt. Andernorts hätten die Medien womöglich schon vor dem Ereignis davon berichtet, gleich festgestellt welche terroristische Gruppierung dahinter stehe und mindestens ein entsprechendes am Tatort verloren gegangenes Identifikationspapier eines Attentäters gefunden.
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  • Kommentar von Roger Stahn (jazz)
    Tja, vor über 30 Jahren wurden nur die Fähigsten und diszipliniertesten Techniker/Ingenieure (harte Ausbildung, langjährige Praxiserfahrung) in Produktion/Unterhalt (Maschinenbau, Anlagenbau, Servicetechnik, Revision usf.) in der Schweiz eingesetzt, was damals zur berühmten Schweizer Qualität weltweit führte. Heutzutage haben wir uns dem umliegenden Mittelmaas angepasst. Diese Entwicklung ist leider sehr bedenklich.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Am Augenfälligsten ist dieses "Mittelmaas" in den Kommentarspalten.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Seit einer Woche gibt es jeden Tag mindestens eine Fahrleitungsstörung die Stunden dauert. Deutsche Verhältnisse also. Mit immensem Schaden für die Volkswirtschaft. Da macht jemand seinen Job nicht richtig und dieser Jemand trägt zwei Namen: Monika Ribar, VR-Präsidentin der SBB und Andreas Meyer, CEO der SBB. Wo bleiben die Stellungnahmen dieser Personen?
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