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Überschwemmung in Gunten (SRF Augenzeuge Daniel Schoonbroodt)
Aus Meteo Zusatzmaterial vom 17.06.2020.
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Unwetter am Thunersee Dauerregen führt zu Überschwemmungen

  • Starke Regenfälle haben in der Region Thunersee zu Überschwemmungen geführt. In Gunten (Gemeinde Sigriswil) ist ein Bach über die Ufer getreten.
  • Gemäss viasuisse ist die Kantonsstrasse Thun – Interlaken, die Seestrasse via Gunten, noch bis mindestens 20 Uhr gesperrt.
  • Die Kantonsstrasse Steffisburg – Teuffenthal ist nach einer Sperrung wegen Murgängen wieder geöffnet.

Die Kantonspolizei Bern hat am Morgen verschiedene Meldungen aus Gunten wegen Wassereinbrüchen erhalten. Dort überschwemmte am frühen Morgen das Älebächli, das durch den Eygraben führt, die Kantonsstrasse Thun – Interlaken.

Seestrasse in Gunten unterbrochen

Videobilder von SRF-Augenzeugen zeigten Wassermassen auf der Seestrasse und stecken gebliebene Autos. Die Seestrasse ist wegen Wasser, Geröll und Holz gesperrt.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-sda sagte der lokale Feuerwehrkommandant Thomas Dreyer gegen Mittag, die steckengebliebenen Autos hätten wieder wegfahren können. In Tiefgaragen in der Nähe des Bachs seien aber mehrere Autos beschädigt worden. Der Bach sei nun wieder in seinem Bett, doch die Kantonsstrasse am See voller Geröll. Der Einsatz von Polizei und Feuerwehr dauert noch an.

Die Kantonspolizei hat gemäss Sprecherin Jolanda Egger keine Kenntnis von verletzten Personen. Auch die Seepolizei ist im Einsatz und klärt ab, ob eine Sperre gegen das Schwemmholz errichtet werden muss.

Schwemmholz treibt im Thunersee bei Gunten. Die Seepolizei überlegt, ob eine Sperre eingebaut werden muss.
Legende: Schwemmholz treibt im Thunersee bei Gunten. Die Seepolizei prüft, ob eine Sperre eingebaut werden muss. SRF-Augenzeuge Daniel Schoonbroodt

Teuffenthal ist nicht erreichbar

Nach mehreren Murgängen musste am Morgen auch die Kantonsstrasse Steffisburg – Teuffenthal bei Buchen gesperrt werden. Ab ungefähr 15.30 Uhr war die Strasse wieder befahrbar.

In der Region Gunten – Sigriswil – Teuffenthal regnete es in der Nacht auf Mittwoch besonders stark. Laut SRF Meteo fielen im nahen Thun in den Stunden nach Mitternacht 33 Liter Regen pro Quadratmeter.

Bei der Kantonspolizei Bern gingen am Morgen etwa 30 Schadenmeldungen aus dem ganzen Kanton ein, die meisten aus der Region Gunten und Sigriswil. Betroffen waren aber auch die Regionen Oberaargau, Langenthal, Thörigen und Wangen an der Aare.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:32 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Klar, wenn's nass und kalt ist, ist es das Wetter und - wie letztes Jahr im Juni - wenn es mal etwas wärmer und trockener ist, ist es das Klima!
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Urs Dupont: Vielleicht schauen Sie mal die Gletscherentwicklungen an. Die reagieren träger auf Einzelereignisse als die Bäche rund um den Thunersee.
    2. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      Genau, werter Herr Leu, und darum hatte es mehrheitlich während den letzten Jahrmillionen weder Gletscher noch Eiskappen an den Polen und vor 16'000 - 10'000 Jahren ist das Eis der Gletscher in der Schweiz massiv rasanter geschmolzen als heute! Wir können uns noch so sehr dagegen stemmen, die Zeit mit einer völlig eisfreien Erde kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder.
    3. Antwort von Dave Gruen  (Echt jetzt?)
      Wie der Vogel Strauss. Kopf in den Sand. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
  • Kommentar von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
    Schwere Zeiten für die, für dieses Jahr vorgesagte, Jahrhundertdürre.
    1. Antwort von marc rist  (mcrist)
      Das ist ja der Witz. Es müsse einen Monat am Stück (sic!) regnen, um das Manko wettzumachen, lassen uns die CH-Medien wissen. Und jetzt sowas...
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Mihai Löchli: Der Klimawandel neigt zu Extremen. Vielleicht ist das so ein Ereignis. Ich würde jetzt aber mal behaupten, dass das nichts miteinander zu tun hat. Tendenziell wird es trockener. Das erkennen Sie an den langsam ausdörrenden Nadelwäldern im Mittelland.
    3. Antwort von daniel luder  (daniel2seeluft)
      Wenn es in wenigen Stunden 30mm Regen gibt, geschieht eben genau das, das Wasser läuft ab. Darum müsste es 1 Monat regnen, damit das Wasser auch in die tieferen Bodenschichten gelangen kann, den die sind an vielen Orten immer noch viel zu trocken.
    4. Antwort von Urs Dupont  (udupont)
      @T. Leu: Ich sehe nur völlig intakte Wälder. Mit der Baumsterbehysterie ist schon längstens kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Ganz abgesehen davon: Wenn es wärmer wird (was momentan tatsächlich tendenziell der Fall ist, wenn auch nicht wegen dem CO2) verdampft mehr Wasser und das bleibt nicht oben, sondern es kommt insgesamt mehr runter. Angenehmer Nebeneffekt: Mehr Wasserdampf -> mehr Wolken -> die Klimaerwärmung wird gedämpft :-)
  • Kommentar von Marc Berger  (mberg)
    Wenn das Seeufer in Guten nicht so verbaut wäre, würde das Wasser gerade in den See fliessen statt parallel dem See entlang über die Strasse.
    1. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Das hat mit dem Seeufer gar nichts zu tun. Bei jedem Gewitter kommt an diesem Ort Wasser denn Hang herunter da der kleine Bach die Wassermassen schlicht nicht schlucken kann. Bei 30mm in paar Stunden erst recht nicht. Schauen sie das Video an auch wenn am See nicht ein Haus stehen würde wäre genau das Gleiche passiert.
    2. Antwort von Andreas Matter  (Andreas Matter)
      Ja Herr Berger - und wenn es nicht so stark geregnet hätte, wäre das Wasser unter der Strasse durchgeflossen und Sie hätten ihren interessanten Kommentar nicht schreiben können.
    3. Antwort von Markus Stüdeli  (Markus Stüdeli)
      Die Strasse und die Mauern wirken wie ein Riegel, welcher das Wasser aufhält und in die Breite, respektive in die umliegenden Tiefgaragen und Keller verteilt.
      Bei einem Bach, welcher notorisch über die Ufer tritt, wäre es angebracht, den Auslaufbereich unverbaut zu lassen und die Strasse z.B. auf Stelzen darüber zu leiten. Die Art, wie hier das Bachbett und der Uferbereich verbaut wurden, ist in der Tat nicht zukunftsträchtig.
    4. Antwort von Samuel Von Gunten  (Samuelv.g.)
      An dieser Stelle kommt im Normalfall nicht viel bis gar kein Wasser. Nur bei wirklich ganz starken, anhaltenden Gewittern wird auch dieser Bach gefährlich. Darum wären weitere Massnahmen eigentlich sinnlos, da sie wenig gebraucht werden. Da gibt es rund um den Thunersee andere Stellen die etwas umgebaut werden müssten.