- Heftige Gewitter sind am Dienstagabend und Mittwoch über die Schweiz gezogen. SRF Meteo zählte über 25'000 Blitze.
- Der Flughafen Zürich wurde der Flugbetrieb über längere Zeit beeinträchtigt, über 10'000 Passagiere waren von Umbuchungen und Flugausfällen betroffen.
- Die Stadt Bern war von intensivem Regen im Mittelland am intensivsten betroffen.
- In der Innerschweiz kam es zu Felsstürzen sowie Problemen auf Strassen und Schienen.
Kräftige Gewitter führten in der Region Bern und im Berner Oberland zu Schäden. Am Mittwochvormittag bildete sich quer über das Mittelland eine kräftige Gewitterlinie, von der die Stadt Bern am stärksten betroffen war.
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Bild 1 von 2. Im Kanton Bern kam es am Mittwochmorgen zu einem heftigen Gewitter. (Bild: Thun). Bildquelle: SRF Augenzeuge/Ulrich Steiner.
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Bild 2 von 2. Auch in der Stadt Bern hinterliessen die starken Winde ihre Spuren. (im Bild: Monbijoupark). Bildquelle: SRF.
Bei der Polizei gingen bis am Mittwochmorgen elf Meldungen aus dem Berner Oberland und eine aus der Region Bern ein, vorwiegend zu umgefallenen Bäumen und Wassereinbrüchen in Gebäuden.
Gewitter zwingt Swiss zu Flugausfällen und Umleitungen
Am Flughafen Zürich mussten wegen der Wetterlage insgesamt 26 anfliegende Flugzeuge umgeleitet werden und stattdessen auf Ausweichflughäfen landen. Die Situation wurde zusätzlich erschwert, weil der «klassische» Ausweichflughafen Basel rasch ausgelastet war. Teilweise mussten Maschinen deshalb weiter entfernte Flughäfen wie Lyon, Mailand, Stuttgart oder Genf anfliegen, wie eine Flughafensprecherin sagte.
Mehr als zwölf Stunden nach heftigen Gewittern am Dienstagabend war der Flugbetrieb immer noch beeinträchtigt. Maschinen und Besatzungen fehlten am Mittwoch in Zürich für geplante Flüge. 70 Flüge mussten bis 7 Uhr annulliert werden, mehr als 10'000 Passagiere waren betroffen.
Am Dienstagabend waren bereits 20 Starts gestrichen worden. Viele Reisende mussten am Flughafen übernachten. Nach dem Gewitterende wurde die Betriebszeit ausnahmsweise bis nach 23:30 Uhr verlängert. Dadurch hätten noch 14 Maschinen ankommen und 15 abfliegen können. Inzwischen laufe der Flugbetrieb aber wieder normal, hiess es am Mittwochmorgen vom Flughafen.
Felsstürze und gesperrte Strassen in der Innerschweiz
Auch in der Innerschweiz sorgten die Gewitter und Regenfälle für Probleme: In Seedorf UR wurde die Seestrasse zwischen dem Schulhaus Seedorf und dem Bolzbach kurz vor Mitternacht gesperrt, wie der Kanton Uri über die Alertswiss-App mitteilte. Die Sperrung wurde gemäss Alertswiss Mittwoch um kurz vor 6:30 Uhr wieder aufgehoben.
Bereits zuvor hatte der Kanton Uri via Alertswiss gemeldet, auf der Urner Seite des Sustenpasses sei es zwischen Gorezmettlen und der Passhöhe zu einem Felssturz oder Erdrutsch gekommen. Das betroffene Gebiet sei weiträumig zu umfahren.
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Bild 1 von 3. Wie es bei der Kantonspolizei Uri auf Anfrage hiess, handelte es sich um einen Murgang, ausgelöst durch ein starkes Gewitter... Bildquelle: Baudirektion Uri.
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Bild 2 von 3. ... niemand sei zu Schaden gekommen. Am Mittag meldet der Kanton, dass die Aufräumarbeiten andauerten, die Strasse bleibe gesperrt. Bildquelle: Baudirektion Uri.
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Bild 3 von 3. Auch in der Urner Gemeinde Seedorf kam es zu Murgängen. Bildquelle: Baudirektion Uri.
Wegen eines Erdrutsches kam es am frühen Mittwochmorgen auf der Klausenstrasse zwischen Urnerboden und Ennetlinth-Linthal GL zu Verkehrsbehinderungen, wie der TCS mitteilte. Der Verkehr werde wechselseitig geführt.
Über 700 Feuerwehreinsätze im Kanton Zürich
Im Kanton Zürich kam es seit Dienstag zu über 700 Feuerwehreinsätzen. Besonders betroffen waren die Stadt Zürich sowie die Gemeinden Wallisellen, Dübendorf und Rafz, wie Schutz & Rettung Zürich (SRZ) in der Nacht auf Mittwoch mitteilte.
Die Einsatzleitzentrale von SRZ schaltete gegen 20:30 Uhr in den sogenannten Unwettermodus. Die Tagesschicht wurde zurückbehalten und umliegende Milizfeuerwehren aufgeboten, um die erwartete Zahl an Notrufen bewältigen zu können.
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Bild 1 von 3. Das Unwetter zog gemäss Schutz & Rettung Zürich zunächst am Dienstagabend über den Kanton Zürich und erreichte rund eine Stunde später die Stadt Zürich (im Bild). Bildquelle: SRF Augenzeuge/Nadine Spielmann.
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Bild 2 von 3. Heftiger Starkregen, der sich nur langsam fortbewegte, führte zu überlaufenden Kanalisationen und Strassen, überfluteten Unterführungen, vollgelaufenen Kellern sowie zu Gewässern, die über die Ufer traten. Im Bild eine Strassenunterführung in Wallisellen. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 3. Blitze über Cham / Zugersee . Bildquelle: SRF Augenzeuge/Marcel Dubacher.
Wegen des starken Regens musste am Abend zudem ein Konzert der Rockband Linkin Park im Zürcher Letzigrund-Stadion für rund 45 Minuten unterbrochen werden. Danach wurde die Veranstaltung fortgesetzt.