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Versicherungen treten auf die Bremse
Aus Kassensturz vom 12.03.2019.
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Verbot von Provisionen Versicherungen treten auf die Bremse

Der Pensionskassenverband fordert ein Verbot von Vermittler-Provisionen in der zweiten Säule. Das geht der Versicherungsbranche zu weit.

Letzte Woche machte «SRF Kassensturz» publik: 300 Millionen Franken bezahlen Pensionskassen an Vermittler Jahr für Jahr. Dieses Geld, etwa in Form von Provisionen, kann Broker dazu verleiten, jene Pensionskassen zu vermitteln, die ihnen am meisten zahlen und nicht die Pensionskassen mit den besten Leistungen für die Versicherten.

Honorar statt Provisionen

Deshalb sollen erfolgsabhängige Courtagen und Provisionen künftig untersagt werden. Das fordert der Pensionskassenverband ASIP. Verbandspräsident Hanspeter Konrad machte sich im Studio-Gespräch für einen Systemwechsel stark.

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Hanspeter Konrad vom Pensionskassenverband fordert, dass der Arbeitgeber den Broker entschädigen soll (Sendung vom 05. März 2019)
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Die Kleinbetriebe, die mit Hilfe eines Brokers eine neue Pensionskasse suchen, sollen den Vermittler direkt bezahlen, je nach Aufwand. So könne man die falschen Anreize im System korrigieren.

Der Pensionskassenverband vertritt jene Sammelstiftungen, denen sich Betriebe ohne eigene Pensionskasse anschliessen können. Damit ein Verbot funktioniert, muss aber auch die Versicherungsbranche ein solches unterstützen Rund 1.8 Millionen Angestellte haben ihre Pensionskasse bei Versicherungen, deutlich mehr als bei den Sammelstiftungen.

Versicherungen wollen Provisionsmodell beibehalten

«Kassensturz» fragt die Versicherungen, die auch berufliche Vorsorge anbieten, ob sie ein Verbot unterstützen. Die Antworten sind dürftig: Swiss Life, Baloise, Helvetia, Axa, Allianz, Mobiliar, Pax, und Zürich äussern sich nicht. Sie schreiben unisono, man solle sich in dieser Frage an den Verband wenden.

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Für Thomas Helbling, Direktor des Schweizerischen Versicherungsverbandes, soll der Kunde die Art der Entschädigung selbst wählen können
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Dieser tritt auf die Bremse. Der Direktor des Versicherungsverbands SVV, Thomas Helbling, sagt, man müsse die «Ideen» des Pensionskassenverbands zuerst diskutieren. Er spricht sich explizit weder für noch gegen ein Verbot aus, hält aber fest: «Wir sind dafür, dass der Kunde auswählen kann, welche Entschädigungsart er will. Das soll beibehalten werden».

Der Broker müsse den Kunden beim ersten Gespräch transparent über die Form der Entschädigung aufklären.

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So funktioniert das System
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5 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Soviel zum verantwortungsvollen Umgang mit den Milliarden von AHV und Pensionskassen gegenüber der Schweizer Bevölkerung: Eigeninteressen-Verfolgung...!?
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Krankenversicherer - Versicherungen - der Politfilz in der Schweiz, welcher sich aktiv aus egoistischen, habgierigen Gründen (lukrative VR-Mandate), mittels Lobbyismus und Vetternwirtschaft ua auch hinter diese stellt!! Scchweizer Volks-Politik"!?
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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Oder man setzt ganz auf die gerechte AHV, welche nicht bankrott gehen kann, sich nicht verspekulieren kann, und dem uralten Gesellschaftsvertrag entspricht, dass Eltern für Kinder sorgen und dafür die Kinder später für die Alten. Wer genug Geld hat kann das privat sparen in der dritten Säule, wer nicht genug hat soll von der AHV würdig alt werden können.
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