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«Vereinbarung von Lugano» Berlin und Bern stärken die Zusammenarbeit im Bahnverkehr

  • Die Schweiz und Deutschland wollen den grenzüberschreitenden Schienenpersonenverkehr stärken.
  • Profitieren sollen der Regionalverkehr in den Grenzregionen, Nachtzüge sowie die Neat.
  • Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga und ihr deutscher Amtskollege Andreas Scheuer haben dazu eine Vereinbarung unterzeichnet.
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Archiv: Beim Alpen-Güterverkehr wurden 2019 Massnahmen vereinbart
04:32 min, aus Echo der Zeit vom 18.05.2019.
abspielen. Laufzeit 04:32 Minuten.

Neben der Stärkung des grenzüberschreitenden Schienenpersonenverkehrs wolle sich Deutschland auch dafür einsetzen, dass die Leistungsfähigkeit der nördlichen Zulaufstrecken zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (Neat) gesteigert werde, schreibt das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) in einer Mitteilung.

Im Hinblick auf den Bau der Neat hatten sich die Schweiz und Deutschland 1996 in der «Vereinbarung von Lugano» darauf verständigt, die Kapazitäten auf den Neat-Zulaufstrecken der wachsenden Verkehrsnachfrage entsprechend zu erhöhen.

Im September 2021 sind es 25 Jahre seit der «Vereinbarung von Lugano», wie das Uvek schreibt. Die beiden Länder hätten dies zum Anlass genommen, die Abmachung an die Entwicklung der letzten Jahre anzupassen und auszuweiten –die neue Vereinbarung ersetzt somit diejenige von 1996. Sie wurde laut Uvek von Sommaruga und Scheuer im Rahmen eines digitalen Treffens unterzeichnet.

Neat-Anschluss bis 2040

Der Ausbau der Neat-Zulaufstrecken bleibe ein wesentlicher Teil der neuen Abmachung. Inzwischen habe Deutschland verschiedene Abschnitte der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel auf vier Gleise ausgebaut. Zudem habe das deutsche Parlament den Vollausbau mitsamt der dafür nötigen Finanzierung beschlossen.

Diese Arbeiten werden gemäss aktuellen Prognosen etwa bis 2040 abgeschlossen sein. Verzögerungen gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan könnten durch betriebliche Massnahmen wie zusätzliche Trassen für Güterzüge sowie punktuelle Ausbauten – etwa am Bahnknoten Offenburg – kompensiert werden. Zudem wurden die Strecken nach München sowie nach Ulm ausgebaut und elektrifiziert.

Klimaschutz stärken

Beim Ausbau des Schienennetzes rücke die Zusammenarbeit in den Vordergrund. Weiter möchten die Schweiz und Deutschland die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Innovation und Digitalisierung vertiefen. Mit der Harmonisierung von technischen Vorgaben soll der grenzüberschreitende Verkehr weiter vereinfacht werden.

Mit der Stärkung der Verlagerungspolitik und attraktivem Personenverkehr werde auch der Klimaschutz gestärkt, sagte Sommaruga laut Mitteilung.

SRF 4 News, 25.08.21, 17 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Tut mir leid, doch von einer Unterschrift eines gewissen Herrn Scheuer halte ich rein gar nichts. Dieser Mann hat in meinen Augen fast nur versagt. Die deutschen Steuerzahler*innen könnten ihn eines Tages nur noch auf den Mond schiessen wollen.
  • Kommentar von Daniel Thür  (Dany2)
    Solange bei unseren Nachbarn das Bahnpersonal mit ihren Streiks das ganze Bahnnetz lahmlegen, sind solche Abkommen nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind. Die Politik muss dringen den Gewerkschaften die Flügel stutzen. Sonst klappt es weder im Güterverkehr noch im geplanten Nachtzugverkehr.
    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Im Gegenteil. Wenn kritische Basisinfrastruktur zum Duminglohnfeld verkommen, ist die Zuverlässigkeit in Gefahr (oder wird gar nicht erst erreicht, wie jeder DB-Passagier sicher weiss). In diesem Sinne ist es richtifg, dass das DB-Personal seine Lohnaituation klärt, um die Servicequalität auf das erforderliche Niveau für so ein Hochleistungssystem zu bringen!
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Die EU Staaten Deutschland und Italien sollen endlich die in den Verträgen Vereinbarten Anschlüsse und Bahn Infrastrukturen fertigstellen!
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Herr Heusser, Wo bitte sind in Italien die Anschlüsse noch nicht fertig gestellt?