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Schweizer Soldaten der Kosovo-Mission stehen bei einem Appell.
Legende: Seit Oktober 1999 beteiligt sich die Schweizer Armee an der Friedensmission in Kosovo. Keystone/Archiv
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Schweiz Verlängerter Kosovo-Einsatz – auch aus Eigeninteresse

Die Schweizer Armee soll ihre Unterstützung der Schutztruppe in Kosovo verlängern. Dafür plädiert Armeechef André Blattmann. Ziele sollen die Stabilisierung der Lage und die Verhinderung einer neuen Flüchtlingswelle sein.

Weil in der Schweiz die grösste kosovarische Exilgemeinde lebe, «haben wir Interesse daran, dass es nicht eines Tages wieder zu einer Flüchtlingswelle kommt», sagte Blattmann der Zeitung «Nordwestschweiz».

Was in Kosovo passiere, habe einen direkten Einfluss auf die Schweiz. Wenn sich die Truppen zu früh zurückzögen, setze man alles aufs Spiel. «Ohne Truppenpräsenz reicht ein Funke, und wir würden um Jahre zurückgeworfen.» Nur schon rein finanziell käme das viel teurer zu stehen.

Gerade weil die Schweiz neutral sei, könne sie mit beiden Seiten reden und werde geschätzt. Blattmann geht deshalb davon aus, dass das Parlament den Einsatz der Schweizer Armee verlängert.

Schweiz mit regionalem Kommando

Das Parlament hatte den Einsatz der Schweizer Armee zur Unterstützung der Kosovo-Schutztruppe bis Ende 2014 genehmigt. Der Beschluss sieht vor, dass das Kontingent kurzfristig mit höchstens 80 Personen für ein Jahr verstärkt werden kann.
 
Im Norden des Landes führt die Schweizer Armee innerhalb der von der Nato geführten Schutztruppe ein regionales Kommando an. Dazu sagte Blattmann, er erachte es als wichtig, dass man international zur Kenntnis nehme, dass sich die Schweiz einbringe.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Lucas Kunz , Sallneck
    Ist es nicht so, dass sein Chef mit dessen SVP-Club sich andauernd vehement gegen Auslandeinsätze stemmt?
    1. Antwort von Fritz Frei , Buriram
      Stimmt. Hier ist aber die Meinung seines Chefs und seiner Partei nicht gefragt. Das Parlament hat den Einsatz zu verlängern oder nicht. Dennoch zeihe ich den Hut vor BR Maurer. Nur besonders gute Chefs unterstützen einen Untergebenen, der ihnen in vielen Bereichen überlegen ist. Dafür ist Blattmann auch 100% loyal.
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Da in der Schweiz die grösste kosovarische Exilgemeinde lebt, könnte sie demnach Kosovaren für die Armeeeinsätze rekrutieren. Diese Leute sprechen die Sprache, kennen deren Kultur und es wäre ein Zeichen der Dankbarkeit an die Schweiz, die soviele Flüchtlinge aus diesem Land aufgenomeb hat.
    1. Antwort von Fritz Frei , Buriram
      Blattmann erwähnt, dass die Schweizer als neutral akzeptiert und von beiden Seiten anerkannt werden (serbische Minderheit und albanische Mehrheit). Da würde mit einem CH-Kontingent aus Albanischstämmigen der Schuss nicht nur hinten hinausgehen sondern machtvoll explodieren.
    2. Antwort von Mirko Ristić , Oftringen
      Diese "Kosovaren" würden nur auf serbische Zivilisten und serbische Kirchen schiessen! Denkt doch mal nach,bevor ihr etwas schreibt! So war es 1999, so wird es jetzt sein, wenn "Kosovaren" wieder Waffen bekämen!
  • Kommentar von Fritz Frei , Buriram
    Typisch Blattmann: einfach, klar und realistisch begründet.