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Die Verlagerung der Güter oder der Lastwagen auf die Bahn klappt nicht
Aus Rendez-vous vom 12.05.2020.
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Verlagerung auf die Schiene Zu viele Lastwagen fahren auf der Strasse durch die Alpen

Die Verlagerungsziele der Alpen-Initiative werden nicht erfüllt. Die Coronakrise wird daran nur temporär etwas ändern.

Knapp 900'000 Lastwagen sind 2019 durch den Gotthard, den San Bernardino, über den Simplon und den Grossen St. Bernhard gefahren. Das sind zwar rund fünf Prozent weniger Fahrten als noch im Jahr zuvor und fast 500'000 weniger als im Jahr 2000.

Aber es sind trotzdem zu viele. Eigentlich hätten es schon Ende 2018, zwei Jahre nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels, nur noch 650'000 Lastwagen-Fahrten sein dürfen. Das verlangte die Alpen-Initiative, die 1994 vom Volk angenommen wurde. Der Verein Alpen-Initiative zeigt sich denn auch enttäuscht.

Abgabe sollte höher sein

Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) müsse erhöht werden, fordern die Alpenschützer. Aus ihrer Sicht ist der aktuelle Rückgang an Fahrten viel zu gering und zudem nicht als Erfolg in der Verlagerungspolitik zu werten.

Denn der alpenquerende Güterverkehr ist auch auf der Schiene in ähnlichem Umfang zurückgegangen, vor allem weil die Wirtschaft in Italien bereits im vergangenen Jahr lahmte.

Die aktuelle Krise wird die Zahlen fürs laufende Jahr deutlich drücken, wohl aber nur temporär. Bis das gesetzlich vorgegebene Maximum von 650'000 Fahrten nachhaltig eingehalten werden kann, wird es wohl noch einige Jahre dauern, obschon die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels Ende 2020 die Bahn nochmals attraktiver machen dürfte für Güterfahrten durch die Alpen.

Video
Aus dem Archiv: 30 Jahre Alpeninitiative – wie weiter?
Aus Tagesschau vom 18.05.2019.
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Rendez-vous, 12.05.2020, 12:30 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Bechtel  (wernib)
    Der Wille zur Verlagerung ist da. Die Kapazität im Tunnel, Inland und Ausland fehlt. Nach einem Güterzug kann Personenzug erst 20 Min. später in den Tunnel, Geschwindigkeitsdifferenz. Was nicht geht, funktioniert auch mit Gebühren nicht.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Werner Bechtel: Finde ich nicht. Man könnte lange Güterzüge zu den Randzeiten in grossen Mengen durch die NEAT schieben. Aber das will niemand finanzieren, weil der Strassentransport so billig ist. Der Strassentransport finanziert die externen Kosten nicht, und operiert mit Billigchauffeuren aus Osteuropa, die im Winter mit ihren Sommerpneus ihr Leben und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährden. Da hat die Bahn keine Chance, auch wenn sie sich noch so anstrengt.
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  • Kommentar von Esther Jordi  (EstherJ.)
    1998 hat das Volk in einer Abstimmung Kosten von insgesamt 14.5 Milliarden Franken für die NEAT bewilligt. Kostenstand heute: Rund 23 Milliarden Franken. Man muss sich schon fragen, wozu dieses Geld "verlocht" wurde.
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  • Kommentar von Peter Lustig  (PeterLustig)
    Sind den die entsprechenden Ressourcen auch vorhanden?
    Ich meine etwa vor einem Jahr gelesen zu haben, dass die Bahn an die Kapazitätsgrenzen stosst. Einerseits an Rollmaterial, aber vorallem auch an der Kapazität der entsprechenden Strecken.
    der Güterverkehr hängt auch direkt von unserem Konsumverhalten ab. Früher war es ok, wenn ein Paket eine Woche unterwegs war. Heute muss es am nächsten Tag da sein,..einfach mal darüber nachdenken
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