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Legende: Video SBB und SEV streiten um WC-Putz-Zulage abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Tagesschau am Vorabend vom 09.04.2019.
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Verschmutzte Zug-Toiletten SBB streicht Reinigungspersonal Zulage fürs WC-Putzen

Das Putzpersonal erhielt bisher 1.45 Franken mehr pro Stunde – die Gewerkschaften wollen die Zulage zurück.

Es ist wohl einer der übelsten Jobs in der Schweiz: WC-Putzen bei der SBB. Für das Personal sei es eine grosse Belastung, sagt Jürg Hurni, Sekretär Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, in der «Tagesschau»: «Diese Toiletten sind zum Teil voll mit Erbrochenem, vor allem wenn wieder irgendwo in der Schweiz ein Fest war.» Aber auch an normalen Tagen seien diese Toiletten stark mit Fäkalien verschmutzt.

Das Reinigungspersonal erhielt für solche Einsätze deshalb eine Zulage von einem 1.45 Franken pro Stunde. Seit Anfang Jahr ist dies allerdings nicht mehr der Fall, wie die SBB einen Bericht von «20 Minuten» bestätigt.

Neues Lohnsystem mit Lücken

Hintergrund ist laut SBB eine Vereinfachung des Lohnsystems, indem unter anderem auf Zulagen verzichtet wird. Mitarbeitende der tiefsten Lohnklasse seien im Rahmen dieser Überarbeitung bessergestellt worden. Allerdings sei es zutreffend, dass durch den Wegfall der Zulagen einige Reinigungsmitarbeitende weniger Lohn erhielten, sagt SBB-Mediensprecher Reto Schärli.

«Selbstverständlich wollen wir für diese Mitarbeitenden eine gute Lösung. Wir haben den Gewerkschaften ein Angebot gemacht, die Gespräche laufen noch», sagt Schärli. Wie das Angebot aussieht, will die SBB öffentlich nicht sagen. Die Gewerkschaft jedenfalls hält es noch für ungenügend.

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Mühlethaler (Rhenus)
    In Frankreich haben die dort oben den Treibstoff verteuert und damit mehr als das halbe Land gegen sich aufgebracht. In der Schweiz sind sie schlauer: Die knöpfen sich nach und nach eine Gruppe nach der anderen vor und nie zu viele miteinander. Die sind da cleverer.
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  • Kommentar von Erich Bucher (Farbenfroh)
    Beschämend! Bodenlose Frechheit! Dieses Personal verdient Respekt und Annerkennung. Und eine gebührende Entlöhnung!
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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Nach der Post nun also die SBB mit einer schmutzigen Story. Frau Sommaruga muss in einigen (allen?) Bundesbetrieben das Chaos ihrer CVP-Vorgängerin aufräumen. Ein paar von den Chefposten sollten subito neu besetzt werden. Bei den SBB ist ganz oben anzufangen (CEO und VR-P). Bei der Post kann der Neue zeigen, dass er das selber drauf hat.
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