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Zu Fuss statt mit dem Auto: Auf die Zürcher Stadtpolizei warten neue Aufgaben
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 12.03.2021.
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Vertrauen in die Polizei Spazieren und schwatzen: Stadtzürcher Polizei setzt auf mehr Nähe

Das Vertrauen der Stadtzürcher in ihre Polizei ist nach wie vor hoch. Neu will die Polizei mehr zu Fuss unterwegs sein.

Die Corona-Pandemie sorgt in weiten Teilen der Bevölkerung für ein Gefühl der Unsicherheit. Nicht zu wissen, wann sich das Leben wieder normalisiert oder ab wann wieder ein unbeschwertes Zusammensein möglich ist, schlägt aufs Gemüt. Oft kommen dazu auch noch Sorgen um die eigene Gesundheit oder den Arbeitsplatz.

Trotz all dieser negativen Belastungen: Auf das Sicherheitsgefühl der Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher hat sich die Pandemie nicht gross ausgewirkt. Dies zeigt die neueste Sicherheitsbefragung der Stadtpolizei Zürich.

Ein Wunsch der Befragten fällt allerdings auf: Über ein Viertel möchte, dass mehr Polizistinnen und Polizisten zu Fuss unterwegs sind. Dies hänge wohl mit einem subjektiven Empfinden der Bevölkerung zusammen, vermutet Michael Buess vom Befragungsinstitut Demoscope. «Eine Fusspatrouille wird als aufmerksamer empfunden als Polizisten, die mit dem Auto vorbeifahren.»

«Es ist offensichtlich ein Bedürfnis», meint auch die Stadtzürcher Polizeivorsteherin Karin Rykart (Grüne). Die Bevölkerung wolle Polizisten ansprechen und sehen können. Gleichzeitig sei es auch für die Polizisten von Vorteil, sie würden mehr sehen und seien näher bei den Leuten.

Die Bevölkerung will Polizisten sehen und ansprechen können.
Autor: Karin RykartSicherheitsvorsteherin Stadt Zürich

Das Bedürfnis der Bevölkerung nach mehr Nähe und Sichtbarkeit will die Polizei nun in einem Pilotprojekt aufnehmen, und zwar mit sogenannten «Dialogpatrouillen»: Das Ziel: Mit Einwohnern und Gewerbetreibenden Gespräche führen und über Bedürfnisse und Probleme sprechen, erklärt Polizeikommandant Daniel Blumer: «Wenn es zum Beispiel rund um ein Schulhaus vermehrt zu Lärm durch Jugendliche kommt und sich Anwohnerinnen belästigt fühlen, holen wir dort die Bedürfnisse ab und reden mit ihnen.»

Die Polizei dein Freund und Gesprächspartner

«Der primäre Auftrag der Fusspatrouillen ist der Kontakt mit der Bevölkerung, nicht Kontrolle und Repression», so Blumer weiter. Wo genau die Patrouillen unterwegs sind, sei noch nicht festgelegt. Mögliche Einsatzorte könnte die Umgebung von Schulhäusern und Altersheimen sein. Aber auch bevor Quartierfeste stattfänden, könnten die Polizisten präventiv die Anwohner aufsuchen und über mögliche Bedürfnisse oder Befürchtungen diskutieren.

Im Mai sollen die ersten Fusspatrouillen in der Stadt Zürich unterwegs sein, zunächst für ein halbes Jahr. Bewähren sie sich, verspricht Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart, sollen die Fusspatrouillen in die normale Polizeiarbeit integriert werden.

So wurde die Sicherheitsbefragung 2020 durchgeführt

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Das Markt- und Sozialforschungsinstitut DemoSCOPE AG führte die repräsentative Sicherheitsumfrage im Auftrag der Stadtpolizei Zürich durch. Zwischen dem 10. Juli und dem 31. August 2020 wurden insgesamt 2983 Personen ab 15 Jahren mit Wohnsitz in der Stadt Zürich befragt. Schweizer und Ausländerinnen (mit C-Aufenthalt) beantworteten Fragen zum subjektiven Sicherheitsgefühl, Vertrauen und zur Einstellung gegenüber der Polizei sowie zu weiteren Themen. Die Fragen konnten online (Anteil: 93 Prozent) oder telefonisch (Anteil: 7 Prozent) beantwortet werden.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12.03.2021, 06:32 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Gugganig  (Gugi)
    Finde ich einen sehr guten Ansatz !! Sofort umsetzen.
  • Kommentar von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
    Die Polizei der Stadt Zürich macht im grossen und ganzen einen super Job. Es ist immer einfach eine Organisation zu kritisieren, wenn man aussenstehend ist. Trotzdem ist es wichtig für die Polizei aufzuzeigen, wie Sie sich korrekt verhaltet, genau um Rassismus Vorwürfe zu vermeiden. Man muss auch erwähnen, dass die Sicherheitspräsenz an den Bahnhöfen mit den Sicherheitsdienstleistern die Menschen besser fühlen lässt. Wäre cool wenn es da mehr Partnerschaften gibt.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Roger Ebischer: Wenn ein dunkelhäutiger Mann einen Juwelier-Laden ausgeraubt hat, kann man ja nicht die hellhäutigen Männer anhalten und die anderen ziehen lassen. Dann müsste man ja auch, wenn man jemanden mit roter Jacke sucht, nur diejenigen mit den blauen Jacken kontrollieren. So kann man die Polizeiarbeit gleich ganz aufgeben und hoffen, dass man Verdächtige vielleicht noch per Zufall erwischt.
    2. Antwort von Matthias Ebneter  (Mattula)
      Was für eine sinnlose Argumentation, Herr Leu. Man spürt dass sie Racial Profiling nicht verstehen. Wenn eine dunkelhäutige Person einen Laden ausraubt (was glaube ich sehr selten vorkommt) dann werden alle dunkelhäutigen Personen verdächtigt und überprüft. Wenn ein hellhäutiger gesucht wird, kann man offenbar differenzieren und untersucht nicht jede hellhäutige Person, sondern nach ganz klaren sachlichen Kriterien.