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Legende: Video Die Schweiz im Eiweiss-Fieber abspielen. Laufzeit 00:50 Minuten.
Aus SRF News vom 13.07.2019.
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Viel Umsatz, Resultat ungewiss Das grosse Geschäft mit den Proteinen

Der Fitnesstrend sorgt für immer mehr Protein-Shakes in Schweizer Regalen. Ob der rege Konsum mehr Muskeln bringt, ist indes ungewiss.

40 Mal mehr Absatz seit der Markteinführung im Jahr 2014: So lautet die eindrückliche Bilanz von Chiefs – einem der Schweizer Markführer für High-Protein-Milchmischgetränke. Die Detailhändler tragen dem Trend Rechnung und nehmen immer mehr hoch konzentrierte Protein-Produkte in die Regale: Alleine von Emmi sind es heute 20 gegenüber fünf im Jahr 2015.

Für Marco Toigo vom «Chamer Kompetenzzentrum für Athletiktraining und Forschung im Spitzensport» ist dieser Trend zwiespältig: «Man kann die Protein-Zufuhr sehr gut mit normaler Ernährung abdecken.» Die Massenprodukte bei den Detailhändlern erfüllten die Kundenbedürfnisse zwar punkto Geschmack. Inhaltlich seien diese aber nicht restlos überzeugend.

Machen Protein-Shakes dick?

Tatsächlich enthalten Protein-Shakes neben Protein oft auch viel Zucker und Süssungsmittel. Beispielsweise der «Oh! High Protein Drink Banane» von Migros. Er enthält 12.5 Gramm Zucker. Die Hälfte dessen, was die Weltgesundheitsorganisation pro Tag in verarbeiteten Lebensmitteln als Höchstgrenze empfiehlt. Besser schneidet Chiefs ab: Hier liegt der Zuckeranteil deutlich tiefer.

Inhalte von Protein-Shakes

Protein (g)Zucker (g)Fett (g)
Chiefs Choco Mountain (330 ml)268.34.6
Emmi Energy Milk High Protein Vanille (330 ml)26.414.95
Oh! High Protein Drink Banane (hochgerechnet auf 330 ml)
23.116.51.65

Marco Toigo warnt deshalb vor zu viel Produkten, die mit Protein angereichert sind: «Im dümmsten Fall nimmt man einfach zu viel Energie auf.» Ohne körperliche Aktivität laufe man dann Gefahr, dass man keine Muskeln gewinne, sondern Fett.

Wer trainiert und sich muskelfördernd ernähren will, hat auch konventionelle Möglichkeiten: Mageres Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Nüsse oder Eier. Alle diese Lebensmittel enthalten reichlich Protein und sind eine Alternative.

Protein ist kein Doping

Die Wirkung von Protein-Shakes aus dem Detailhandel ist zwar umstritten. Sie mit Doping-Substanzen zu vergleichen, wie sie diese Woche bei einer grossangelegten Razzia von Europol beschlagnahmt wurden, wäre jedoch weit gefehlt. Hingegen gilt: Ausreichende Proteinzufuhr geht auch ohne Protein-Shakes und Co.

Legende: Video Boom von Protein-Shakes abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.07.2019.
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17 Kommentare

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  • Kommentar von Bert Kramer  (Bertkramer)
    Die Migros streicht die Légerlinie und macht Platz für Proteinjoghurts. Diabetiker haben sowieso schon keine Auswahl, nun gewinnt Lifestyle auch über echte Krankheit - traurig! Hauptsache es gibt Geld in die Kasse.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Jeder Mann, jede Frau, kann sich ganz einfach über eine ausgewogene, Sinn machende Ernährung für Menschen mit sportlicher Aktivität, Hochleistungs-Aktivität und ohne informieren. Wie wäre es mit "Hirn" einschalten und logischer Überlegung betreffend Ernährung für sich, seine Organe und seinen Körper?
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Ein gesundheitlicher Stumpfsinn aus absoluter, egoistischer Profitgier der Produzenten einerseits und falschem Gesundheits-Wahn, Unwissen, Dummheit von KonsumentenInnen andererseits!
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