Zum Inhalt springen
Inhalt

Vierfachmord von Rupperswil Staatsanwaltschaft geht ebenfalls in Berufung

  • Beim Vierfachmord von Rupperswil geht nach dem Beschuldigten nun auch die Staatsanwaltschaft in Berufung.
  • Sie beantragt erneut eine lebenslange Verwahrung.
  • Der Beschuldigte war von der Erstinstanz zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschliessender ordentlicher Verwahrung verurteilt worden.
  • Die neue Verhandlung vor dem Aargauer Obergericht findet am 13. Dezember 2018 statt.
Täter als Gerichtskizze.
Legende: Ob der Beschuldigte an der Berufungsverhandlung teilnehmen wird, ist noch offen. Keystone

Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslängliche Verwahrung sowie ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot bezüglich beruflicher und ausserberuflicher Tätigkeiten mit Minderjährigen, wie die Gerichte Kanton Aargau mitteilen. Zudem soll die angeordnete ambulante Therapie während des Strafvollzugs aufgehoben werden.

Da sich auch der Beschuldigte – ein 34-jähriger Schweizer – gegen das Urteil des Bezirksgerichts Lenzburg wehrt, entscheidet das Aargauer Obergericht nun über die ordentliche Verwahrung, die lebenslängliche Verwahrung, die vollzugsbegleitende ambulante Massnahme sowie das lebenslängliche Tätigkeitsverbot.

Verwahrung

Verwahrung
Legende:Keystone

Lebenslange Verwahrung

Bei der lebenslänglichen Verwahrung wird eine Entlassung nur geprüft, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die erwarten lassen, dass die verurteilte Person so behandelt werden kann, dass sie für die Öffentlichkeit keine Gefahr mehr darstellt.

Ordentliche Verwahrung

Die Verwahrung gemäss Art. 64 Abs. 1 StGB wird auf Grund von Persönlichkeitsstörungen oder psychischen Störungen des Täters vom Gericht ausgesprochen. Die Verwahrung wird nach der abgesessenen Haftstrafe vollzogen. Sie wird üblicherweise in einer Massnahmevollzugseinrichtung oder in einer Strafanstalt durchgeführt. Sie wird jährlich überprüft.

Kleine Verwahrung

Die kleine Verwahrung bezeichnet eine stationäre therapeutische Massnahme, die vom Gericht angeordnet wird.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jonathan Fay (JonathanFay)
    Die gleichen Gesetze wie z.B. in Kalifornien oder Texas sollte es auch hier gelten. Das gibt's (bis jetzt) nicht. Also: 200 Jahren weg sperren, in einer Zelle wie in Amerikanischen Filmen. Manchmal macht's America richtig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Da ist unsere Justiz sehr beflissen - bei Fällen wo sie es sein sollte, rennt sich der zu unrecht Abgestrafte, die Sohlen wund, bis er sein Recht bekommt . Aber wichtig ist den Staatsanwälten, Medienwirksam für ein und denselben Fall, in der Öffentlichkeit sich lange in allen Medien breit machen . Das ist auch mit ein Grund warum niemand mehr an dem langweiligen Geschreibsel Interesse zeigt - das verursacht auch die Medienkriese meine Damen und Herren .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ursula Jost (Uschi)
    Was ich einfach wirklich nicht verstehen kann ist, dass ein verurteilter Mörder, dem die Morde bewiesen werden könnten, darauf bestehen kann, eine geringere Strafe zu erhalten. M.E. ist es eigentlich eine Unverschämtheit! Er soll froh sein, dass er in der CH verurteilt wurde. In den USA ginge man wohl weniger zimperlich mit ihm um...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von pedro neumann (al pedro)
      Das ist unser verhätschelter "Rechtsstaat", wo die Rechte des Täters bis zum Abwinken und ad absurdum eingefordert werden können. Was wird den Opfern und deren Angehörigen geboten?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Katja Richner (Petra Beer)
      Eine Person ist erst dann ein verurteilter Mörder, wenn das Urteil rechtskräftig ist. Das Urteil ist eben noch nicht rechtskräftig, sondern es wurde angefochten. Das ist der übliche Instanzenweg und somit entspricht es dem rechtsstaatlichen Prozedere.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Adrian Flükiger (Ädu)
      @Jost: emotional ist ihr Kommentar einigermassen nachvollziehbar. Hingegen ist der Vergleich mit den USA nicht richtig. Auch dort kann ein Verurteilter den selben Weg durch 3 Gerichtsinstanzen gehen, wie in der Schweiz. Das ist die rechtsstaatliche Ordnung und das hat nichts mit Kuscheljustiz zu tun. Rational betrachtet muss man das als Gesellschaft aushalten können. Er gehört übrigens auch für mich ein für allemal "hingere u nie meh use".
      Ablehnen den Kommentar ablehnen