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Vorfall in Düdingen (FR) Beinahe-Zusammenstoss mit Militärjets ist geklärt

  • Weil ein Segelflieger ohne eingeschalteten Transponder unterwegs war, kam es 2016 über Düdingen (FR) fast zu einem Zusammenstoss mit zwei Militärjets.
  • Zu diesem Schluss kommt die Unfalluntersuchungsstelle Sust.
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Aus dem Archiv: Chronologie der Flugzeugunglücke in der Schweiz
Aus Tagesschau vom 05.08.2018.
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Wegen der hohen Geschwindigkeit sei es für Kampfjetpiloten schwierig, andere Luftfahrzeuge rein visuell rechtzeitig zu erkennen, so die Sust. Umso wichtiger ist deshalb die Aufgabe des militärischen Flugverkehrsleiters, der die Piloten rechtzeitig warnt.

«Mischverkehr»

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Der Beinahezusammenstoss ereignete sich in einem Luftraum der Klasse E mit «Mischverkehr». Dort gilt das Prinzip «sehen und ausweichen». In der Vergangenheit kam es laut Sust immer wieder zu gefährlichen Annäherungen in solchen Lufträumen. «Häufig waren dabei Luftfahrzeuge involviert, die zwar mit einem Transponder ausgerüstet waren, dieser aber aufgrund eines fehlenden Transponderobligatoriums nicht eingeschaltet war», heisst es im SUST-Bericht.

Dies kann er aber nur, wenn er weiss, wo sich andere Luftverkehrsteilnehmer befinden. Mit dem Signal des Transponders kann die Flugverkehrsleitung ein Luftfahrzeug identifizieren und lokalisieren.

In letzter Sekunde gesehen

Der Segelflieger, der in Saanen losgeflogen war, hatte laut Sust keinen eingeschalteten Transponder an Bord. Die Kampfjets steigen vom Militärflugplatz Payerne (VD) auf.

Erst in letzter Sekunde sahen die Piloten einander. Der Segelflieger leitete ein Ausweichmanöver nach unten ein, während der eine Kampfjet nach oben auswich. Der zweite Jet überflog das Geschehen. Die geringste Annäherung der Jets an das Segelflugzeug betrug horizontal 30 m, vertikal 45 m.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Claude Nobs  (bernstein)
    Was jetzt?!? Wollen sie mir allen ernstes sagen dass ein moderner Militärjet feindliche Flugzeuge erst Sekunden vor der Kollision sieht? Wäre das ein gegnerischer Jet auf Frontalkurs gewesen wäre die Annäherungsgeschwindigkeit doppelt so hoch gewesen!! Hat denn das Schweizer Militär keine Luftüberwachung? Oder erwartet man vom Feind etwa dass er den Transponder nicht abschaltet?! Und kommt mir jetzt keiner mit dem märchen dass ein jet einfacher zu orten ist als ein segelflieger...
    1. Antwort von Charles Morgenthaler  (ChM)
      Es ist sehr wohl möglich dass ein Jet einfacher zu orten ist als ein Segler. Moderne Segelflugzeuge bestehen fast vollständig aus Kunststoff, der Strahl des primär Radar wird von Kunststoff so gut wie gar nicht reflekriert. Das ist anders beim Transponder, der sendet aktiv Positionsdaten zurück, ist der aber ausgeschaltet, na dann....
  • Kommentar von Markus W BRAUN  (MWB)
    Militärjets sollten den Luftraum der Klasse E mit «Mischverkehr» meiden müssen: Dort gilt das Prinzip «sehen und ausweichen», was bei hoher Geschwindigkeit fast unmöglich ist und zu riskanten Manövern und Beinahezusammenstössen führt. Muss es zuerst zu einem tragischen Unfall kommen, damit das Militärgesetz geändert wird?
    1. Antwort von Hans Zverbergen  (Kaliumkarbonat)
      Ja
  • Kommentar von Bernhard Haeuser  (Bernie H)
    30 bzw. 45 Meter ist extrem knapp. Warum mitgeführte Transponder nicht eingeschaltet sind, verstehe ich nicht. Auch ohne Helmobligatorium trage ich einen Fahrradhelm. Also warum nicht einfach nutzen was man hat, wenn es der Sicherheit dient?