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Schweiz Waadt schlampt bei den Rückschaffungen

Abgewiesene Asylsuchende werden in der Romandie weniger hart angefasst als in der Deutschschweiz. Neue Zahlen zeigen: Die Waadt lässt auch bei den Dublin-Fällen oft die Fristen verstreichen. Das kostet.

144 Menschen haben die Waadtländer Behörden in den letzten zwölf Monaten in einen anderen Dublin-Staat zurückgeschafft – meist nach Italien oder Deutschland. Doch in fast gleich vielen Fällen liess der Kanton die Fristen verstreichen. So scheiterten im gleichen Zeitraum 140 Rückschaffungen.

Statt des anderen Dublin-Staats bleibe in diesen Fällen die Schweiz zuständig für das Asylgesuch, sagt Lea Wertheimer vom Staatssekretariat für Migration SEM: «Wenn die Person Asyl erhält, sind wir auch für die Versorgung und damit für die Kosten zuständig.»

Waadt: Kriminelle zuerst ausschaffen

Die Waadt liess mehr Rückschaffungen platzen als alle anderen Kantone zusammen. Warum? Steve Maucci vom Waadtländer Amt für Bevölkerung nennt organisatorische Gründe. Aber nicht nur: Die Waadt setze andere Prioritäten: «Wenn es etwa darum geht, einen freien Platz in einem Ausschaffungsflug zu besetzen, entscheidet sich die Waadt für den kriminellen Ausländer und nicht für den Dublin-Fall.»

Alle Menschen ohne Aufenthaltsrecht müssten ausgeschafft werden, verlangt hingegen der Bund. Mit dem neuen Asylgesetz hat Bern ein Druckmittel, können doch künftig nachlässigen Kantonen die Gelder gekürzt werden. Das SEM sei im Gespräch mit allen Kantonen. Künftig werde es möglich sein, zu sanktionieren, betont Sprecherin Wertheimer.

Werden die drohenden Sanktionen die Waadt zum Umdenken bewegen? Das sei ein ziemlich heisses Thema, sagt Amtsleiter Maucci. Die Kantonsregierung werde bald entscheiden.

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83 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin  (stoni)
    Diese zügellose Einwanderung muss blitzartig aufhören, Es dürfen nur noch Personen kommen die unsere Wirtschaft braucht. Keine Horden von Leuten die unsere Sozialmafia beschäftigen.
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach  (Artio)
      "Diese zügellose Einwanderung muss blitzartig aufhören." Dann löse man Zürich und die UBS endlich vom Rest der Schweiz ab.
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    2. Antwort von Edi Steinlin  (stoni)
      Das kann sofort passieren, fragt sich dann nur, von wo der Kanton Bern über eine Milliarde Ausgleichszahlungen bekommt Frau Schüpbach ???
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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    @Steiner, Baechler, Schuepbach et al.... Ja man kann sozial sein, das ist ein edles Gedankengut... nur sozial sein auf Anderer Kosten hat einen schalen Beigeschmack.. denkt einfach mal ganz kurz darueber nach... Naehmlich warum Migranten die Schweiz waehlen.. nein nicht Fluechtlinge, ich sage Migranten, denn die bis zu uns gelangen sind iR Migranten.. Ausgewiesenen Fluechtlingen jedoch verwehrt NIEMAND Schutz!!!!
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  • Kommentar von Patrik Christmann  (Politik für die Schweizer)
    Herr Bächler sieht seine bedingungslose Vision jedem Menschen zu helfen & zu unterstützen dem es schlechter gehen könnte als einem Menschen in der Schweiz, als Staatsaufgabe der sich jeder Schweizer unterzuordnen hat. Ich sehe es nicht als verbrechen gegen die Menschlichkeit an nicht mein ganzes Leben und Wirken der Unterstützung & Hilfeleistung anderer Menschen auf der ganzen Welt unterzuordnen.
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    1. Antwort von robert mathis  (veritas)
      P.Ch.glauben Sie diese Statements für die Migranten sind alle nur selbstlose Nächstenliebe,viele befürchten eher sie müssten auf das Kuchenstück des Flüchtlingswesens verzichten was z.T.ganz grosszügig verteilt wird.Ich will Niemand pers. diffamieren( wie es hier oft üblich ist) aber ich weiss es aus sicherer Quelle dass viele auch provitieren von der überforderten Einwanderungspolitik....
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